Wirtschaftsbarometer 2020
Das sagen die Zahlen über die Wirtschaft NÖ vor und nach der Coronakrise

WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer und WKNÖ Präsident Wolfang Ecker über die Folgen der Coronakrise für die Wirtschaft
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NÖ. "Das Bild des Wirtschaftsbarometers 2020 ist wenig überraschend. Die erwarteten Geschäftsaussichten von Niederösterreichs Wirtschaft haben einen neuen Tiefpunkt erreicht", sagt Johannes Schedlbauer, Direktor der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der WKNÖ (1.136 befragte Unternehmen, Befragungszeitraum 13. bis 29. Mai 2020).

Zahlen in Worte gefasst

Die Bereitschaft zu Investitionen ist getrübt. Der Anteil der Unternehmen, die Neuinvestitionen planen, ist seit Herbst 2019 von 36% auf 19% gesunken. Der Anteil der Unternehmen, die gar keine Investitionen planen, hat sich dagegen mehr als verdoppelt, von 16,4% auf 38,8%.

"Investitionen beschränken sich großteils darauf, den Betrieb am Laufen zu halten. Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen plant Neuinvestitionen – setzt also auf einen Ausbau bzw. eine Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeit" - Johannes Schedlbauer. 

Die Sparte mit dem höchsten Anteil an geplanten Neuinvestitionen ist Transport und Verkehr, wo mehr als drei Viertel der Unternehmen Neuinvestitionen tätigen wollen. "Dabei dürfte es stark um Investitionen in Umwelttechnologien und in die Sicherheit von Lenkern und Passagieren gehen.“

Ebenfalls abgefragt wurden bei den niederösterreichischen Unternehmen, was für sie die wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität und zum Unterstützen von Investitionen sind. Das Ergebnis: Senkung der Lohnnebenkosten ist der Spitzenkanditat mit 88,9%. An zweiter Stelle kommt die Senkung der Unternehmenssteuern bzw. Vorziehen der Steuerreform mit 76,5%. Darauf folgen ein "flexibleres Abschreibungsmodell für Investitionen" mit  47,2%, die "Einführung einer Investitions(zuwachs)prämie" mit 44,1%, "Mehr Beraten statt Strafen" mit 38,2% sowie "Investitionen der öffentlichen Hand gezielt einsetzen" mit 34,4%. 

Die Lösung 

Dieses Ergebnis spiegelt sich in fünf Punkten, die WKNÖ-Präsident Wolfang Ecker als entscheidend für die Ankurbelung der Wirtschaft sieht:

· Steuersenkungen und Investitionsanreize

· Weniger Lohnnebenkosten

· Weniger Bürokratie und mehr Rechtssicherheit für Unternehmen

· Öffentliche Aufträge und Förderungen als Triebfeder

· Regionalwirtschaft bei öffentlichen und privaten Aufträgen und Einkäufen ins Zentrum stellen

"Die neue Investitionsprämie von bis zu 14% wurde bereits umgesetzt. Hier ist uns eine breite Anwendung quer über alle Branchen wichtig.“ - Wolfgang Ecker

In Sachen Investitionen setzt Ecker neben der neuen Investitionsprämie auch auf einen Schub durch Investitionen der öffentlichen Hand und das von der Bundesregierung angekündigte Paket für thermische Sanierungen und den Ausbau von Solaranlagen. „Dass das Land Niederösterreich sein Investitionsprogramm trotz Corona wie geplant in der vollen Höhe von 873 Millionen Euro durchführt, ist da ein ganz wichtiges Zeichen der Verlässlichkeit und ein wesentlicher Beitrag, das Comeback unserer niederösterreichischen Unternehmen zu unterstützen.“

Dazu, zählt auch das regionale Einkaufen, wie Ecker ausdrücklich betont: „Wer Aufträge an das Unternehmen ums Eck vergibt hilft unserer Wirtschaft ebenso beim Neustart wie jene, die bei unseren regionalen Unternehmen einkaufen. Internationale Internet-Konzerne schaffen und sichern bei uns keine Arbeitsplätze.“

Blick in die Zukunft

"Die Corona-Krise ist noch nicht zu Ende, davon bin ich überzeugt. Allerdings, können wir es uns nicht leisten, dass alles noch einmal still steht. Der erste Schritt wäre, wie in Oberösterreich, wieder die Maskenpflicht einzuführen und uns so, durch die Krise zu hanteln", so Ecker.

"Niederösterreich hat den Vorteil, das wir breit aufgestellt sind. Es ist weder Touristmuslastig, noch Industrielastig. Natürlich hatten die Unternehmen während Corona viele Probleme. Dafür gibt es aber den Fixkostenzuschuss - und den werden sie fix bekommen."

Man muss jedoch auch unterscheiden, zwischen den verschiedenen Branchen. Während die Supermärkten aufblühen, leiden die Veranstalter. "Diesen Unternehmern muss natürlich zusätzlich geholfen werden."

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