Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus
Mikl Leitner: Ab Montag schließen auch Bürgerservicestellen der Bezirkshauptmannschaften

Vor der Pressekonferenz desinfizierte sich der Krisenstab die Hände.
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Sperrstunde um 15 Uhr, geschlossene Geschäfte ausgenommen Lebensmittelhandel. Freitag um 14 Uhr verkündete Kanzler Kurz einschneidende Maßnahmen, die unser Land ab Montag treffen werden. Kurz danach verließ auch Johanna Mikl Leitner die Lagebesprechung des Krisenstabes und trat im Landhaus in St. Pölten vor die Presse und nahm zur Situation in Niederösterreich Stellung.

Johanna Mikkl-Leitner: „Wir alle erleben eine Ausnahmesituation, wie wir sie in der zweiten Republik noch nie erlebt haben. Alle Maßnahmen haben zu Ziel die ältere Generation zu schützen. Das Ziel ist, die sozialen Kontakte zu reduzieren, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. 

Es handelt sich um ein Virus, dass sich schnell verbreitet, die Reduktion der Sozialkontakte um ein Viertel bewirkt die Halbierung der Infektionszahlen. Es wurden viele Maßnahmen gesetzt: Einreisestopps, Absage von Veranstaltungen, Besuchseinschränkungen in Spitälern und Pflegeheimen. Hier herrscht schon Klarheit für alle Betroffenen, diese Klarheit ist auch wichtig. 
All das zielt darauf ab die wichtigsten Funktionen des Landes aufrecht zu halten. gerade Ärzte, Pflegepersonal, Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, des Lebensmittelhandels, sie alle tragen dazu bei, dass die Versorgung aufrecht bleibt. Danke für diese Anstrengung und Ihr Engagement. Nun geht es darum zusammenzustehen und zusammenzuhelfen.

428 Fälle in Österreich, 63 in Niederösterreich
Auch zu den aktuellen Zahlen gab Mikl_Leitner Informationen: „Heute Früh hat uns die Statistik gezeigt dass wir in Österreich 428 erkrankte haben in Niederösterreich sind es 63. Diese Zahlen zeigen ganz genau, dass diese Verbreitung den gleichen Weg nimmt wie im Rest Europas. Die Entwicklung ist genau so wie in anderen Mitgliedsstaaten. " 

Paar aus Korneuburg wieder gesund
Von den 63 positiv in Niederösterreich positiven sind bereits zwei genesen. Dabei handelt es sich um ein Paar aus dem Bezirk Korneuburg. Von den restlichen 61 sind 58 in häuslicher Pflege und nur drei in Spitälern untergebracht. Italien hat derzeit 20 infizierte pro 100.000 Einwohnern, Die Schweiz hat acht und in Niederösterreich sind es drei.

Gemeinsam mit den anderen Landeshauptleuten und dem Krisenstab der Bundesregierung wurde daher folgende Maßnahmen beschlossen:

1: Alle Unternehmer sind aufgefordert, allen Mitarbeitern Teleworking zu erlauben.
2: Ab Montag sind Restaurants und Bars ab 15 uhr geschlossen.
3: Ab Montag sind mit Ausnahmen von Lebensmittelhandel, Putzereien, Drogerien und anderen wichtigen Branchen die Geschäfte geschlossen.

Bürgerservice der Bezirkshauptmannschaften ab Montag geschlossen
Mikl-Leitner steht in diesen Entscheidungen voll hinter der Bundesregierung: „Wir als Land tragen diese Maßnahmen mit und setzen auch in unserem Bereich weitere Schritte: Bereits am Montag habe ich den Auftrag gegeben zu prüfen, in welchen Arbeitsfeldern der Verwaltung es möglich ist, die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Auch die Bezirkshauptmannschaften schließen ab Montag die Bürgerservicestellen. Bei dringenden Erledigungen muss im Vorfeld telefonischer Kontakt aufgenommen werden. Das dient auch dazu die Kontakte zu reduzieren. Besondere Situationen verlangen besondere Maßnahmen. Ich ersuche daher auch alle älteren Mitmenschen zuhause zu bleiben und nur telefonisch in Kontakt mit ihren Familien zu bleiben. Und ich appelliere an die junge Generation dafür zu sorgen, dass die ältere Generation mit den notwendigen Dingen versorgt wird."

Nicht notwendige Operationen werden vorerst verschoben
Landesvize Stephan Pernkopf: „Wir haben 486 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten in Niederösterreich und diese müssen wir freihalten um akute Fälle versorgen zu können. Daher werden alle Operationen, die nicht dringend notwendig sind zu verschieben. Ich bitte das zu verstehen. Eine weitere Bitte: Hamsterkäufe sind nicht notwendig. Wir haben eine gute regionale Landwirtschaft, die uns mit allem Notwendigen versorgen. Wir haben alles dafür getan, dass die Lebensmittelversorgung gewährleistet ist, Hamsterkäufe sind nicht notwendig." 

2.500 Anrufe pro Tag auf der Gesundheitshotline 1450
Landesrätin Ulrike Königsberger Ludwig: „Es geht darum Risikogruppen wie ältere Menschen, Diabetiker, Transplantationspatienten zu schützen. Nur wer akute Symptome hat soll die Hotline 1450 anrufen, denn die Hotline hat seit gestern 2.500 Anrufe abgehandelt und soll nicht überlastet werden. Wer generelle Fragen hat soll sich auf der Homepage der AGES informieren."

Autor:

Oswald Hicker aus Niederösterreich

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