Land NÖ
"Starkregenereignisse werden zur Normalität"

Kampagne des Landes NÖ zur Aufklärung und Unterstützung
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Alle klagen über lange Perdioden der Trockenheit – endlich kommt der Regen. Doch der ist so stark, dass er ganze Regionen verschlingt. Starkregenereignisse treten immer häufiger auf, der Klimawandel macht sich damit bemerkbar, aber nicht nur damit. Sondern auch mit Waldbränden.

NÖ. 16 Millionen Euro Schaden haben die Starkregenereignisse des heurigen Jahres verursacht, in über 80 Gemeinden haben die Wassermassen Hab und Gut der Niederösterreicher verschluckt. Doch was passiert in Niederösterreich, um der Gewalt des Wassers Herr zu werden? Wie können Bürgermeister ihre Gemeinden vor Überschwemmungen schützen? Und was können wir alle dazu beitragen? Diese Fragen wurden beim Gipfel zum Thema Starkregenereignisse 2021 beantwortet, zu dem LH-Stv. Stephan Pernkopf geldaden hat.

Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl, LH-Stv. Stephan Pernkopf. Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner
  • Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl, LH-Stv. Stephan Pernkopf. Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner
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Regentropfen dort halten, wo sie fallen

Fakt ist, dass Wetterextreme zunehmen und dadurch neue Herausforderungen auf niederösterreichs Gemeinden zukommen:

"Extreme Niederschlagsereignisse, wie wir sie in dieser Form bisher nicht kannten, verlangen neue Lösungswege. Unser Ziel ist es, den Regentropfen dort zu halten, wo er fällt. Wasserrückhalt und Versickerung vor Ort können Überflutungen mindern und auch die Auswirkungen von Hitze und Dürre reduzieren",

sagt Pernkopf. "Die Herausforderungen werden immer größer", ist NÖs Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl überzeugt und fügt hinzu: "Was wir in diesem Sommer erlebt haben ... da überkommt einem die Ohnmacht". Bilanz zieht Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner: "Es war nicht nur das Wasser. Es war Hagel. Und es war Feuer. 3.500 Unwettereinsätze wurden verzeichnet und wir wurden auch ins Ausland nach Deutschland und Belgien gerufen, um zu helfen".

Der Plan und die Karte

Landeshydrologe Friedrich Salzer ist überzeugt, dass "diese Starkregenereignisse, die wir heute als stark empfingen, künftig zur Normalität werden".

Michael Staudinger von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) verweist darauf, dass man zwar viele Statistiken auf Folien zeigen könne, die Menschen es aber nur dann begreifen werden, wenn "ihnen das Wasser bis hierher steht", zeigt er auf seinen Oberkörper.
Doch, welche Unterstützung bietet nun das Land? Für die Gemeinden wurde die Broschüre "Der Regenwasserplan in Niederösterreich aufgelegt", zeigt Harald Hofmann, Leiter der Gruppe Wasser beim Land NÖ. Ebenso gibt es die Gefahrenhinweiskarte Hangwasser sowie den Sonderalarmplan Hochwasser als Grundlage für rasches Handeln im Ernstfall. Beispielsweise konnten vor kurzem Sonderalarmpläne für 24 Gemeinden entlang der Thaya fertiggestellt werden – eine dicke Mappe hält auch Stefan Kreuzer von der Landesfeuerwehrzentrale in Händen, der erklärt, dass das "rote Telefon zwischen der Landeswarnzenrale und der Hohen Warte" nach wie vor Verwendung findet.

Und – by the way – Bund und Land fördern auch bauliche Maßnahmen wie z.B. Rückhaltebecken. Weitere Infos www.noe.gv.at/wasser .

6.000 Kameraden werden mobilisiert

Und welche Rolle spielt der Zivilschutz? Das weiß Präsident Christoph Kainz: "Wir halten Vorträge, informieren, servicieren und pochen ebenso auf die Eigenverantwortung der Bürger".
Mit den Worten:

"Es gibt einen Paradigmenwechsel, es gibt Wetterextreme, es ist nichts mehr unvorstellbar",

zieht Pernkopf Resümee. Und er informiert auch darüber, dass "wir ein ausgeklügeltes System haben. Wenn wo eine (regionale) Katastrophe auftritt und die örtlichen Einsatzkräfte überfordert sind, dann kommen die sogenannten Katastrophenhilfszüge zum Einsatz und damit können innerhalb weniger Stunden 6.000 Kameraden mobilisert werden". 
Die gemeinsame Aufgabe der Gemeinden, der Feuerwehren, der Bezirkshauptmannschaften und des Zivilschutzverbandes sieht Pernkopf darin, den Menschen näher zu bringen, dass immer etwas passieren kann und man sich vorbereiten sollte. "Und das sag ich jetzt aus meiner tiefsten Überzeugung: Jeder hat eine Heurigenbank daheim. Wenn man den selben Betrag in eine Tauchpumpe und Sandsäcke investiert, dann hat man das notwendige Material für sich selbst oder die Nachbarschaft", schließt LH-Stv. Stephan Pernkopf.

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Bezirksblätter Regionsgespräche
Gesucht: Deine Frage an Johanna Mikl-Leitner!

Hat Johanna Mikl-Leitner Sebastian Kurz überredet zurückzutreten? Wieviel Geld fließt in die ländlichen Gemeinden? Und können wir uns den ökologischen Wandel überhaupt leisten? NIEDERÖSTERREICH. Egal, welche Frage dir unter den Nägeln brennt, die BEZIRKSBLÄTTER sorgen dafür, dass du Antworten bekommst. Und zwar direkt  von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Näher dran - Sondersendung zu den RegionsgesprächenChefredakteur Christian Trinkl erklärt in der Näher dran-Sendung vom 12. Oktober...

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