Lockdown hat laut Studie im UK zusätzlich 21.000 Menschen getötet

Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hatten „erhebliche unbeabsichtigte Konsequenzen“ wie den fehlenden Zugang zu kritischer Gesundheitsversorgung und den Rückgang der Besucherzahlen in der Unfalls- und Notfallsmedizin. Laut einer Analyse des Amtes für nationale Statistiken hatte England im ersten Halbjahr 2020 die höchste Übersterblichkeit in Europa.

Fast 2.700 Menschen pro Woche sind aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus-Lockdowns gestorben, wie aus der Analyse offizieller Daten hervorgeht. Eine Studie von Ökonomen und Wissenschaftlern der Universitäten Sheffield und Loughborough legt nahe, dass mehr als 21.5440 Menschen an den Folgen der im März eingeführten Maßnahmen gestorben sind.

Analyse von Daten des Amtes für Statistik

Die Analyse untersucht die Daten des Amtes für nationale Statistik (ONS) in den acht Wochen nach dem nationalen Lockdown. Die Forscher sagten, die Ergebnisse zeigen, dass "die Sperrung 21.000 Menschen getötet hat", weil die Politik "erhebliche unbeabsichtigte Konsequenzen" hatte, wie den fehlenden Zugang zu kritischer Gesundheitsversorgung und einen Zusammenbruch der Unfall- und Notfallbesuche.

Die Studie untersucht die Todesdaten der letzten Monate und verfolgt sie anhand langfristiger Trends unter Berücksichtigung anderer Variablen wie demografischer und wirtschaftlicher Faktoren.

Weitere Kollateralschäden

Andere Studien haben bereits darauf hingewiesen, dass ein mangelnder Zugang zu dringender Krebsbehandlung und ein Rückgang der Überweisungen zu zusätzlichen 35.000 Todesfällen pro Jahr führen könnten. Ein früherer Artikel in The Lancet Oncology stellte fest, dass einige Menschen aufgrund von Krebserkrankungen, die übersehen wurden, 20 Jahre kürzer leben werden.

Diese neue Studie hat die Möglichkeit aufgezeigt, dass die umfassenderen Auswirkungen der Sperrung mehr Menschen als das Virus getötet haben.

Dem Bericht zufolge könnte es weitere Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate geben, die mit den anhaltenden Einschränkungen der sozialen Distanzierung verbunden sind.

Sam Williams, Direktor von Economic Insight, sagte gegenüber The Daily Telegraph, die Studie ziele darauf ab, "die Anzahl der Covid-19-Todesfälle in England und Wales genauer zu quantifizieren". Und weiter: "Insgesamt hat der Lockdown netto mehr als 21.000 Menschen getötet, die ohne diesen gelebt hätten." Williams weist auch darauf hin, dass das derzeitige System zur Verfolgung von Todesfällen durch Coronaviren Mängel aufweist.

Falsche Covid-19 Todeszahlen

Offizielle Zahlen besagen, dass in ganz Großbritannien 45.961 Menschen an Coronavirus gestorben sind. Gesundheitsminister Matt Hancock hat jedoch eine dringende Überprüfung verlangt, wie Public Health England Todesfälle aufgrund des Virus registriert hat, nachdem befürchtet wurde, dass die Zahlen übertrieben sind. Wissenschaftler der Universität Oxford hatten herausgefunden, dass eine Reihe von Menschen, die angeblich am an Coronavirus gestorben sind, sich längst erholt hatten und dann aber aus anderen Gründen verschieden sind. In England gilt jeder, der jemals positiv auf die Krankheit getestet wurde, als Coronavirus-Tod, auch wenn er Monate später mit dem Auto verunfallt.

In Schottland und Wales gibt es jedoch eine Frist von 28 Tagen für diejenigen, die positiv getestet wurden, um noch als Coronavirus-Tod registriert zu werden.

Ähnlichkeiten zu Italien

Die Daten decken sich ziemlich mit den Erhebungen von Behörden in Italien. Ein Bericht wurde gemeinsam von Istituto Nazionale di Statistica (Istat) und dem Istituto Superiore di Sanità (ISS) erstellt. Ziel war ein Verständnis der epidemiologischen Daten zur Ausbreitung der Covid-19-Epidemie im Vergleich zu den Istat gesammelten und validierten Daten der Gesamtmortalität zu entwickeln.

Der erste Todesfall mit Covid-19 wurde am 20. Februar registriert. Für die Periode vom 20. Februar bis 31. März ergibt sich im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 eine Übersterblichkeit von 25.354 Fällen. Von diesen werden aber nur 13.710 Fälle oder 54% auf Covid-19 zurückgeführt.

Italien: Übersterblichkeit nur zur Hälfte von Covid-19 verursacht

Corona Rätsel Asien – wenig Infektionen und kaum Todesfälle dank verbreiteter Immunität

Initiative für Demokratie und Transparenz bei Corona Maßnahmen

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