Coronavirus
Studien von ETH und RKI zeigen: Lockdown war überflüssig

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Es liegen mittlerweile schon vielen Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Epidemie vor. Interessant sind vor allem zwei Auswertungen des deutschen Robert Koch Instituts und der renommierten ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) in Zürich. Für Österreich gibt es nichts vergleichbares, wiewohl die Entwicklungen durchaus sehr ähnlich verlaufen sind.

In den Studien geht es um die Reproduktionsrate, die zum Einbremsen der Epidemie unter 1 fallen muss. Also jede infizierte Person sollte im Schnitt höchstens eine andere anstecken.

Die Ergebnisse der Studien

Die Studie der ETH zeigt in der Grafik oben, dass die Reproduktionsrate bereits vor dem Beschluss des Lockdowns am 13.3.20 auf praktisch 1 gefallen war. Die Reproduktionsrate in der Größenordnung von 2.5-3.0 ist rot dargestellt beginnend ab dem 6. März und dann der deutliche Abfall ab dem 9. März. Zum Zeitpunkt, als der Schweizer Bünderat den Lockdown verkündete (13.3.) war somit die Reproduktionsrate schon praktisch auf 1, das heißt, es war bereits der gewünschten Zustand einer gestoppten Ausbreitung erreicht.

Die Epidemiologen des Robert Koch Instituts haben praktisch eine identische Analyse präsentiert. Sie haben ihre Annahmen für die Inkubationszeiten und die Zeit bis zur Diagnosestellung etwas kürzer angesetzt. Doch das Resultat blieb dasselbe, wie sich in der zweiten Abbildung unten  deutlich zeigt.

In Deutschland gab es zwei wichtige Zeitpunkte: Am 9. März das Verbot von Großveranstaltungen (>1000  Personen) und dann am 23. März der Lockdown mit umfangreichem Kontaktverbot. Und auch in dieser Analyse vom RKI zeigt sich, dass es in Deutschland, wie schon in der Schweiz, nicht die Lockdown-Maßnahmen waren, welche zur wirksamen Hemmung der Ausbreitung von Covid-19 führten.

Einfache Maßnahmen genügen

Diese Resultate zeigen ziemlich deutlich, dass die einfachen Maßnahmen - Verzicht auf Großveranstaltungen und die Einführung von Abstands- und Hygieneregeln - hoch wirksam sind. Die Bevölkerung ist in der Lage, diese Empfehlungen gut umzusetzen und die Maßnahmen können die Epidemie fast zum Stoppen bringen. Auf jeden Fall sind sie ausreichend, unser Gesundheitssystem so zu schonen, dass die Spitäler nicht überlastet werden.

Auch Professor Carl Heneghan, Direktor des Zentrums für evidenzbasierte Medizin der Universität Oxford, warnt in einem Beitrag sogar, dass der Schaden durch den Lockdown größer sein könnte als jener durch das Virus. Der Peak der Epidemie sei in den meisten Ländern bereits vor dem Lockdown erreicht gewesen.

Spitäler leeren sich auch in Italien

Schottland meldet, dass die Hälfte der (aufgestockten) Intensivbetten weiterhin leer stehen. Die Aufnahme neuer Patienten würde inzwischen stagnieren.

Die Notaufnahme im städtischen Krankenhaus von Bergamo war zu Beginn dieser Woche erstmals seit 45 Tagen wieder vollständig leer. Inzwischen würden wieder mehr Menschen mit anderen Krankheiten als „Covid19-Patienten“ behandelt.

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