Neue Wohnkonzepte für Hochbetagte

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OÖ. Die Zahl der pflegebedürftigen Oberösterreicher wird sich von derzeit rund 80.000 auf rund 126.000 im Jahr 2040 erhöhen. Ein Großteil wird zu Hause betreut. Fur die stationäre Pflege stehen 12.570 Altenheimplätze zur Verfugung. Bis 2025 werden zusätzlich 463 Plätze errichtet. Immer mehr nachgefragt werden die mobilen Dienste und die 24-Stunden-Betreuung.

Das Sozialressort hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Leistungen stark ausgebaut: Tagesbetreuung, mobile Pflegedienste, 24-Stunden-Pflege, betreutes Wohnen, Alten- und Pflegeheime. „Dennoch müssen gerade im Bereich der Pflege weitere Schritte folgen, damit wir den zukünftigen Herausforderungen gewachsen sind“, betont Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer. Sie will die Pflege-Angebote weiter individualisieren, um den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen treffsicherer zu entsprechen.

Alternative Wohnformen

Dazu braucht es einen weiteren Ausbau der mobilen Dienste, einheitliche Qualitätsstandards in der 24-Stunden-Betreuung oder aber auch teilbetreute Angebote für Menschen mit vergleichsweise niedrigerem Pflegebedarf, die dennoch nicht mehr in der eigenen Wohnung leben können. Gerade solche „alternative Wohnformen“ können eine wertvolle Ergänzung der Angebotsstruktur darstellen und die Alten- und Pflegeheime entlasten.


Individuelle Pflegeleistungen

Das Pflegepaket in alternativen Wohnformen soll mehr Dienstleistungen als im betreubaren Wohnen beinhalten, aber weniger als in der Intensivbetreuung im Alten- und Pflegeheim. Alternative Wohneformen sehen eine Tagespräsenz von Haushalts- und Pflegepersonal vor, in der Nacht wird die Betreuung durch Rufhilfen abgedeckt. Im Vergleich: Im betreubaren Wohnen erfolgt die Betreuung im Umfang von zwei Stunden monatlich, im Altenheim rund um die Uhr.

Die Mietkosten sollen sich auf maximal 450 Euro belaufen, das Pflegepaket soll 350 Euro kosten. Außerdem soll es eine sozial gestaffelte Förderung geben. Dabei liegen die Kosten für die Betreuten deutlich unter jenen, die fürs Altenheim aufzubringen wären.

Zurzeit gibt es zwei Pilotprojekte für Hochbetagte in Steyr und St. Marienkirchen bei Schärding.

Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer

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