Blumen für die fleißigen Bienen

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sorgen für die Bestäubung. Diese ist durch das Bienensterben und das Verschwinden vieler Schmetterlingsarten aber nicht mehr gesichert.
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  • Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sorgen für die Bestäubung. Diese ist durch das Bienensterben und das Verschwinden vieler Schmetterlingsarten aber nicht mehr gesichert.
  • Foto: Die OÖ Gärtner
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OÖ. Viele Pflanzen, die in heimischen Gärtnereien und Baumschulen herangezogen werden, eignen sich sehr gut als Nahrungsquelle und Lebensraum für Bienen und andere Insekten. Daher legen die oberösterreichischen Gärtnereien passend zum Frühlingsbeginn einen Schwerpunkt auf diese Pflanzen.

Immer mehr Gärtnereien in Oberösterreich kennzeichnen Pflanzen, die besonders für Bienen und Schmetterlinge geeignet sind. Es wurden 30 Pflanzen ausgewählt, die besonders von Imkern empfohlen werden. Bei der Auswahl wurde bedacht, dass für alle Jahreszeiten und alle Verwendungsmöglichkeiten Zierpflanzen dabei sind.

Die Geschichte von den Blumen und den Bienen ist eigentlich sehr einfach, trotzdem vergisst man schnell die Aufgabe der Bienen: die Bestäubung. Damit sich Blütenpflanzen vermehren können, sind sie auf externe Hilfe angewiesen. Entweder hilft der Wind bei der Verteilung der Pollen oder Insekten. Ohne Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. gäbe es bei vielen Obst- und Gemüsearten keinen Ertrag. In der Vergangenheit war die Bestäubung selbstverständlich. Ernteverluste durch fehlende Bestäubung waren nur bei sehr schlechtem Wetter gegeben.

Lebensraum schaffen

Heute ist die Bestäubung durch das Bienensterben und das Verschwinden vieler Schmetterlingsarten nicht mehr gesichert. Auf Balkon, Terrasse und im Garten kann man selbst einen großen Beitrag leisten, damit die wichtigen Bestäuber genug Nahrung und Lebensraum finden.
„Was in der Landwirtschaft gilt – Verantwortung für Tiere, Umwelt und Pflanzen zu übernehmen, kann sich auch jeder Hausgartenbesitzer an seine Fahnen heften. Mit den richtigen Blumen, Blühpflanzen, Gräsern und Hecken wird auch der kleinste Garten ein attraktiver Lebensraum für Kleintiere und Insekten“, ist Agrar-landesrat Max Hiegelsberger überzeugt.

Und OÖ-Landesgärtnermeister Dietmar Bergmoser ergänzt: "Jeder Hobbygärtner hat es selbst in der Hand, ob er einen Beitrag zum Schutz unserer Bienen, Schmetterlinge und anderer nützlicher Insekten in seinem Garten, auf der Terrasse oder am Balkon leisten will. Es gibt unzählige Zierpflanzen, die für Bienen & Co während der Sommermonate eine wertvolle Nahrungsgrundlage bieten. Selbst im kleinsten Blumenkisterl beginnt der Bienenschutz, sofern man schon vor der Pflanzung auf die richtige Auswahl achtet. Die OÖ Gärtner bieten diese Pflanzen nicht nur an, sondern beraten dazu natürlich auch gerne!"

Lebensraum aufblühen lassen

Feinst gepflegter Rasen, perfektes Grün, aber keine Blumen, die blüh’n. Dass die Zahl der Bienen abnimmt, liegt laut Experten zum Teil auch am mangelnden Angebot an Blüten. Genau da soll die Aktion der oberösterreichischen Gärtner und der BezirksRundschau einhaken: Mit einem Gutschein, der unserer aktuellen Ausgabe (18./19. Mai 2017) beiliegt, kann sich jeder in den Gärtnereien eine Schmetterlings- & Bienenpflanze gratis abholen. Alle Gärtnereien, die sich an der Aktion beteiligen, findet man hier

Wann Bienenpflanzen helfen
Im Frühjahr blühen die Obstbäume. Im Anschluss gibt es auf Feldern viele blühende Ackerkulturen wie Raps oder Sonnenblume. Sobald die Kulturpflanzen gefruchtet haben, nimmt die Blütenvielfalt ab. Ab Mai bis Mitte Spätherbst ist es wichtig, dass es für Biene, Schmetterling und Hummel durchgehend in Gärten, Blumenkisterln und Töpfen Zierpflanzen als Pollenlieferanten gibt. Je vielfältiger die Bepflanzung, umso mehr Insekten. Besonders wichtig ist, dass man viele Pflanzen mit ungefüllten Blüten anpflanzt, da gefüllte Blüten wenig bis keine Staubgefäße und somit keine Pollen haben. Wildstrauchhecken, Laub- und Obstbäume bieten nicht nur Nahrung, sondern auch einen Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten. Blumen- und Staudenbeete haben für alle Bestäuber etwas zu bieten.

Fotos: Die OÖ-Gärtner/ K.-U. Häßler/Fotolia

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