AK-Tipps
Fakeshops, Phishingmails & Co.

Oberstes Gebot für sicheres Surfen: Immer prüfen wer wirklich dahinter steckt.
  • Oberstes Gebot für sicheres Surfen: Immer prüfen wer wirklich dahinter steckt.
  • Foto: stevanovicigor/panthermedia
  • hochgeladen von Marlene Mülleder

Im WorldWideWeb lauern etliche Gefahren. Die Arbeiterkammer Oberösterreich verrät, wie man Fakeshops erkennt und wie man sich am besten vor Phishing-Mails schützt.

OÖ. Viele Konsumenten entscheiden sich ihre Waren online zu bestellen. Betrüger nutzen das aus, um mit Kopien bekannter Online-Shops Käufer in die Falle zu locken. Nur beim zweiten Blick fällt eine andere Domain, zum Beispiel .net statt .de, auf. Eine at- oder de-Domain sagt außerdem nichts über den Sitz des Unternehmens aus.

Fake-Shops erkennen

Böse Überraschungen beim Online-Kauf von Waren können leicht vermieden werden, wenn man die Website prüft:

Impressum
Gibt Aufschluss über den Sitz des Unternehmens, ist der außerhalb der Europäischen Union, ist die Rechtsdurchsetzung schwierig bis unmöglich. Ein Impressum sollte Postanschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse bereitstellen. Dubiose Online-Shops haben meist kein Impressum.

AGBs
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen informieren über Zahlungsmodalitäten, Rückgaberecht und Versandkosten und mehr. Sie sind bei seriösen Unternehmen umfangreich und sprachlich korrekt.

Widerrufsbelehrung
Der Verkäufer ist verpflichtet über die Widerrufsmöglichkeit eines Vertrags zu informieren und hat auch ein Widerrufsformular zur Verfügung zu stellen. Bei dubiosen Webseiten steht beispielsweise oft „Rückkehr und Versand“ statt „Rückgaberecht und Versand“.

Gütezeichen
Bei seriösen Webseiten kann sich der Konsument durch Klicken auf das Gütezeichen informieren, ob der Online-Shop wirklich zertifiziert und autorisiert wurde das Gütezeichen im Shop zu führen. Führt der Klick zum Beispiel auf das E-Commerce-Gütezeichen nicht auf die zugehörige Website, handelt es sich um eine Fälschung.

Bewertungen
Bewertungen können dazu beitragen sich über einen Online-Shop zu informieren. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, da auch diese auch gefälscht sein können.
Vermeiden Sie wenn möglich Vorauszahlungen an unbekannte Shops!
Eine Liste bekannter Fake-Shops finden Sie auf watchlist-internet.at 

Schutz vor Phishing und Trojaner 

Unter Phishing versteht man den Diebstahl von Kundendaten im Internet. Betroffene sind User, die im Netz einkaufen oder Online-Banking nutzen. E-Mails mit Trojanern landen in fast jedem Mailordner. Bei Aktivierung wird z.B. schädliche Software auf den PC installiert.

Die AK-Experten empfehlen, keine verdächtigen Mails oder deren Anhänge zu öffnen, etwa wenn man mit der Firma noch nie Kontakt hatte oder die Nachricht in einer fremden Sprache verfasst oder fehlerhaft ist.

Sensible Daten nie per Mail-Link

Seriöse Unternehmen wie Banken und Kreditkartenunternehmen fragen niemals via E-Mail oder Telefon sensible Daten (Kontodaten, PIN, TAN oder Kennwörter) ab. Vorsicht ist bei scheinbar seriösen E-Mails von auf den ersten Blick vertrauenswürdigen Unternehmen, einer Institution bzw. Anwaltskanzlei geboten. Dabei wird der Empfänger aufgefordert, einem Link zu folgen bzw. die angefügte Rechnung zu öffnen. Entweder soll eine Bestellung/Mitgliedschaft bestätigt, das PayPal-, Kreditkarten- oder Bankkonto überprüft oder eine Zahlung getätigt werden.

Will man seine Daten bzw. die Forderung kontrollieren, sollte man sich immer direkt auf der Homepage der Firma einloggen und den mitgeschickten Link nicht verwenden!

Aufmerksamkeit und gesundes Misstrauen

Als oberster Grundsatz bei sämtlichen Online-Aktivitäten gilt Aufmerksamkeit und ein gesundes Misstrauen zu bewahren. Lassen Sie sich nicht von allzu verlockenden Online-Angeboten oder E-Mails täuschen, denn auch im Internet hat keiner etwas zu verschenken.

Weitere AK-Tipps für sicheres Surfen

  • Verwenden Sie aktuelle Betriebssysteme, Virenschutzprogramme und eine Firewall auf Ihrem PC und aktualisieren Sie diese regelmäßig. Wenn Sie mobil über Ihr Tablet oder Smartphone surfen, nutzen Sie ebenfalls die jeweils aktuellste Version Ihres Betriebssystems. Aktualisieren Sie Apps umgehend, wenn neue Updates angeboten werden. Auch für mobile Geräte gibt es mittlerweile Virenschutzprogramme, die vor größeren Schäden schützen können.
  • Geben Sie persönliche Daten nur auf sicheren Seiten (https://) ein und verwenden Sie sichere Passwörter, die Sie niemanden mitteilen oder notieren sollten.
  • Wenn Sie soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter nutzen, passen Sie die Privatsphäre-Einstellungen an Ihre individuellen Bedürfnisse an. Die Voreinstellungen sind meist nicht ausreichend.
  • Veröffentlichen Sie keine Fotos, Videos oder Texte, die für Sie oder andere unangenehm sein könnten. Wurden Inhalte einmal im Internet verbreitet, ist es fast unmöglich, sie wieder zu entfernen! Freizügige Videos oder Fotos zu verschicken kann unangenehme Folgen haben. Das Veröffentlichen oder Verschicken von Fotos oder Videos, die andere Personen lächerlich machen, ist gesetzlich nicht erlaubt („Recht am eigenen Bild“).
  • Cyber-Mobbing ist kein Spaß, sondern eine strafbare Handlung. Blockieren und melden Sie Täter in sozialen Netzwerken. 147 Rat auf Draht hilft im Fall von Cyber-Mobbing weiter.
  • Apps nur aus den offiziellen App-Shops herunterladen – Drittanbieter-Apps sind oft mit Schadsoftware verseucht. Verzichten Sie auf Apps die zu viele Berechtigungen verlangen. Deaktivieren Sie auf Ihrem Handy die In-App-Käufe, um unerwünschte Kosten zu verhindern.

Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie auf ooe.konsumentenschutz.at

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