Corona-Maßnahmen ab 8. November
2,5 G, Impflotterie, weniger Krankenhausbesuche

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen sammelt alle Berichte über vermutete Nebenwirkungen der Corona-Impfungen – bisher gibt es nur einen Todesfall, der konkret in Verbindung mit einer AstraZeneca-Impfung gebracht werden kann.
  • Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen sammelt alle Berichte über vermutete Nebenwirkungen der Corona-Impfungen – bisher gibt es nur einen Todesfall, der konkret in Verbindung mit einer AstraZeneca-Impfung gebracht werden kann.
  • Foto: fotokerschi.at/Werner Kerschbaummayr
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Die Informationen in diesem Beitrag sind aufgrund der Maßnahmen, die vom Bund verordnet wurden, teils überholt – alle aktuellen Infos finden Sie hier

Oberösterreich hat im Bundelsändervergleich die niedrigste Impfquote und ist seit Wochen das Bundesland mit den höchsten Fallzahlen. In den Krankenhäusern spitzt sich die Lage wegen der steigenden Zahl an Patienten zu. Heute Donnerstag haben Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander neue, verschärfte Maßnahmen präsentiert.

OÖ. In den vergangenen 24 Stunden wurden in Oberösterreich mehr als 2.300 Neuinfektionen gemeldet. Im Bezirk Braunau liegt die 7-Tage-Inzidenz bereits bei 1.016, in den meisten anderen Bezirken irgendwo jenseits der 500. Die Zahl der oö. Bezirke, in denen es Ausreisekontrollen gibt, ist um zwei auf elf gestiegen – in Kirchdorf und Wels-Land ist es seit Mitternacht so weit. Bereits in Kraft ist diese in den Bezirken Braunau, Freistadt, Gmunden, Grieskirchen, Perg, Steyr-Land und Vöcklabruck, Ried, Schärding.

Neue Maßnahmen ab Montag, 8. November

  • Es gilt die 2,5-G-Regel (geimpft, genesen oder PCR-getestet) bei körpernahen Dienstleistungen, für die Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und die Hotellerie für Mitarbeiter, Kunden und Besucher.
  • Für Kultureinrichtungen wie Theater, Kinos, Kabaretts und Konzertsäle gilt die 2,5-G-Regel für Mitarbeiter, Kunden und Besucher.
  • In Kultureinrichtungen, wie Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Archiven und Büchereien gilt die 2,5-G-Regel für Mitarbeiter und eine FFP2-Maskenpflicht für Kunden und Besucher.
  • Bei Veranstaltungen/Zusammenkünften (unter 25 Personen ausgenommen) gilt bis 500 Besucher 2,5-G, bei mehr als 500 Besuchern 2-G.
  • Für Spitäler sowie Alten- und Pflegeheime gilt die 2,5-G-Regel für Mitarbeiter und Besucher.
  • Beschränkt wird auch die Anzahl der Besuche, die in Krankenhäusern möglich sein werden. Hier kommt die bekannte 4 x 1-Regel zur Anwendung. Sie bedeutet konkret, dass ein Patient von täglich einem Besucher für eine Stunde Besuch erhalten kann.
  • Ab 15. November soll es dann wie im Burgenland auch eine Impflotterie geben, die den ganzen Winter laufen soll. Teilnehmen können alle Oberösterreicher - auch jene, die bereits geimpft sind.

Ausbau des PCR-Gurgeltest-Angebots

Das Angebot an PCR-Gurgeltests wird deutlich ausgebaut:

  • Neben den PCR-Test in den Apotheken können seit 4. November an mehr als 30 öffentlichen Dauer-Teststraßen der Firma WEMS in Oberösterreichs Bezirken sieben Tage die Woche neben Antigentests auch PCR-Gurgeltests erfolgen.
  • Ab 10. November wird die PCR-Testmöglichkeit in Oberösterreich nun stufenweise mit Gurgel-Testsets für zu Hause erweitert, die in ausgewählten SPAR-Märkten abgeholt und nach erfolgter registrierter Durchführung des Tests dort wieder abgegeben werden. Den Anfang machen die Bezirke Braunau, Schärding, Ried und Freistadt, wo bereits ab Mittwoch, in ausgewählten Aus- und Abgabestationen bei SPAR, EUROSPAR, INTERSPAR, PCR-Gurgeltests abgeholt und abgegeben werden können. Dieses PCR-Testprogramm wird in weiterer Folge kontinuierlich bis Ende November auf ganz Oberösterreich ausgeweitet. Im Endausbau sind aktuell rund 130 Ausgabestellen und rund 250 Abgabestellen vorgesehen.
  • Das Angebot in den Bezirken Vöcklabruck, Gmunden und Linz („Alles Gurgelt“) ist davon unberührt und bleibt bis auf weiteres jedenfalls bestehen.

Die PCR-Gurgeltests für zu Hause entsprechen dem höchsten Teststandard und werden direkt in die App „Grüner Pass“ übernommen bzw. gelten sie als 3G/2,5-G-Nachweis. Die PCR-Gurgel-Sets werden in den ausgewählten Ausgabestellen abgeholt, zu Hause wird dann nach vorheriger Registrierung gegurgelt und schließlich in einer der Sammelboxen bei den Abgabestellen eingeworfen. Das Ergebnis wird per SMS oder E-Mail am nächsten Tag übermittelt.

Übersicht über PCR-Testangebote

Alle Informationen zu den Testangeboten in Oberösterreich finden Sie hier

Vorerst noch keine Impfung für 5- bis 12-Jährige

Während Wien statt 2,5G ab Ende kommender Woche 2G (geimpft oder genesen) für den Zutritt zu Gastronomie, körpernahen Dienstleistungen (wie Friseuren) und Zusammenankünfte ab 25 Personen vorgibt und auch ein Impfangebot für 5- bis 12-Jährige schaffen will, wartet man mit Letzterem in Oberösterreich noch ab: „Oberösterreich hält sich an die Vorgaben des Nationalen Impfgremiums und wird entsprechend den Empfehlungen handeln. Wenn das Nationale Impfgremium dies offiziell empfiehlt, wird es ein Angebot an den Impfstraßen geben“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander.
Hintergrund: Die Impfung für 5- bis 12-Jährige wurde in den USA per Notfallzulassung erlaubt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit noch eine entsprechende Freigabe – und erst wenn diese erfolgt, dürfte das Nationale Impfgremium in Österreich nachziehen.

"Corona hat uns wieder voll im Griff"

„Das Corona-Virus hat uns wieder voll im Griff", erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer im Rahmen der Pressekonferenz und betonte, dass die Antwort auf das Virus die Corona-Schutzimpfung sei. Sowohl der Landeshauptmann als auch Gesundheitslandesrätin Haberlander riefen die Oberösterreicher daher erneut zu mehr Impfbereitschaft auf, denn nur gemeinsam sei die Pandemie zu bewältigen. „Die Impfung liegt als Geschenk am Silbertablett, aber es wird immer weniger zugegriffen", so Stelzer.

Die Wirtschaftskammer OÖ fordert eine Übergangsfrist für die Einführung der 2,5G-Regel bis ein flächendeckendes PCR-Testangebot zur Verfügung steht:

WKOÖ fordert Übergangsfrist für 2,5-G-Regel


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