Corona-Maßnahmen ab Montag
2G statt 3G – nur geimpft oder genesen zu Wirt oder Friseur

2G: Nur noch geimpft oder genesen (mit Nachweis) darf man zum Wirt, Friseur oder ins Kino.
  • 2G: Nur noch geimpft oder genesen (mit Nachweis) darf man zum Wirt, Friseur oder ins Kino.
  • Foto: fotokerschi.at/Werner Kerschbaummayr
  • hochgeladen von Ingo Till

Ab 8. November löst die 2G- die 3G-Regel ab: Nur noch Geimpfte oder Genesene dürfen in die Gastronomie, in Hotels, zum Friseur, Masseur (alle körpernahen Dienstleistungen), ins Theater, Kino, Konzert zu Veranstaltungen ab 25 Personen und zu Besuch in Spitäler oder Pflegeheime. Am Arbeitsplatz bleiben Tests als Alternative möglich, teils müssen dies in Oberösterreich jedoch PCR-Tests sein. Dafür fallen die Ausreisekontrollen in den Bezirken mit besonders hohen Corona-Zahlen.

Das hat Freitagabend die Bundesregierung verkündet – die Verordnung dafür soll am Sonntag kommen. In Oberösterreich gelten über die Maßnahmen des Bundes hinaus teils schärfere Vorgaben:

Diese Corona-Maßnahmen gelten ab 8. November

  • Aus 3-G wird 2-G: Überall dort, wo bislang 3-G galt, haben nur noch geimpfte und genese Personen Zutritt. Dies gilt für: körpernahe Dienstleistungen, Gastronomie, Nachtgastronomie, Hotellerie und ähnliche Settings, den Kulturbereich (Theater, Kinos und Opern, nicht aber Museen), Sport, Freizeiteinrichtungen und für Besucherinnen und Besucher in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen.
  • Ausnahme: Besuche in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen im Rahmen der Palliativ- und Hospizbegleitung oder die Begleitung bei der Geburt.
  • Für Veranstaltungen gilt: mehr als 25 TeilnehmerInnen: 2G-Pflicht; mehr als 50 TeilnehmerInnen: Anzeigepflicht bei der Bezirksverwaltungsbehörde bis 1 Woche vor der Veranstaltung, Ernennung eines/einer COVID-19-Beauftragten, Erstellung eines Präventionskonzepts; mehr als 250 TeilnehmerInnen: Bewilligung durch Bezirksverwaltungsbehörde erforderlich.
  • Kinder und Jugendliche: Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr sind von der G-Nachweispflicht ausgenommen und müssen somit kein Testergebnis vorweisen. Für Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren (schulpflichtiges Alter) gilt: Der Ninja-Pass wird dem 2G-Nachweis gleichgestellt und gilt daher auch als Zutrittsnachweis fürs Restaurant, Kino oder Seilbahnen. Nach Beendigung des neunten Schuljahres müssen auch Jugendliche über einen 2G-Nachweis verfügen, um 2G-Settings betreten zu dürfen.
  • Am Arbeitsplatz gilt grundsätzlich weiterhin 3G. In Oberösterreich müssen Mitarbeiter in folgenden Bereichen aber die 2,5G-Regel erfüllen (geimpft, genesen, PCR-getestet): körpernahe Dienstleistungen, Gastronomie, Freizeiteinrichtungen, Hotellerie, Kultureinrichtungen wie Theater, Kinos, Kabaretts, Konzertsäle, Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Archiven und Büchereien, Spitäler sowie Alten- und Pflegeheime
  • Der Grüne Pass ist nur noch neun Monate ab der zweiten Impfung gültig – spätestens dann muss der dritte Stich (Booster-Impfung) erfolgen. Grund: Nach sechs Monaten lässt der Impfschutz laut Studien deutlich nach.
  • In einer Übergangsfrist von vier Wochen wird auch schon die erste Impfung in Verbindung mit einem PCR-Test als 2G anerkannt. 
  • Die Impfung von Johnson&Johnson, für die ursprünglich nur eine Dosis vorgesehen war, gilt nur noch bis 3. Jänner für den "Grünen Pass", sofern nicht nachgeimpft wurde oder wird.
  • Die FFP2-Maskenpflicht gilt nun bundesweit: in Kultureinrichtungen, wie Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Archiven und Büchereien – überall dort, wo kein G-Nachweis vorgeschrieben ist.
  • Beschränkt wird die Anzahl der Besuche, die in Krankenhäusern möglich sein werden. Hier kommt die bekannte 4 x 1-Regel zur Anwendung. Sie bedeutet konkret, dass ein Patient von täglich einem Besucher für eine Stunde Besuch erhalten kann.
  • Ab 15. November soll es wie im Burgenland eine Impflotterie geben, die den ganzen Winter läuft. Teilnehmen können alle Oberösterreicher - auch jene, die bereits geimpft sind.

Antworten des Gesundheitsministeriums auf die häufigsten Fragen zur 2G-Regel

Stelzer: Trage Bundesmaßnahmen voll mit

Landeshauptmann Thomas Stelzer zu den von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Maßnahmen: "Ich trage die heutigen Beschlüsse vollinhaltlich mit und begrüße sie auch, da sie grundsätzlich eine bundesweite Harmonisierung der Corona-Schutzbestimmungen bringen werden. Trotzdem wird aufgrund des hohen Infektionsgeschehens in Oberösterreich, das geplante höhere Schutzniveau für Mitarbeiter/innen in bestimmten Bereichen auf Basis der heute kundgemachten Verordnung am Montag Kraft treten. Konkret bedeutet das für Mitarbeiter/innen in ausgewählten Bereichen in Oberösterreich, dass ab Montag nicht die 3G-Regel, sondern - mit einer Übergangsfrist - die 2,5G-Regel gelten wird. Wir müssen uns jetzt gemeinsam und mit aller Kraft gegen das Corona-Virus stemmen!"

Die oberösterreichische Verordnung mit allen Detailregelungen ist hier abrufbar

Täglich aktuelle Informationen rund um Corona

Ausbau des PCR-Gurgeltest-Angebots

Das Angebot an PCR-Gurgeltests wird deutlich ausgebaut:

  • Neben den PCR-Test in den Apotheken können seit 4. November an mehr als 30 öffentlichen Dauer-Teststraßen der Firma WEMS in Oberösterreichs Bezirken sieben Tage die Woche neben Antigentests auch PCR-Gurgeltests erfolgen.
  • Ab 10. November wird die PCR-Testmöglichkeit in Oberösterreich nun stufenweise mit Gurgel-Testsets für zu Hause erweitert, die in ausgewählten SPAR-Märkten abgeholt und nach erfolgter registrierter Durchführung des Tests dort wieder abgegeben werden. Den Anfang machen die Bezirke Braunau, Schärding, Ried und Freistadt, wo bereits ab Mittwoch, in ausgewählten Aus- und Abgabestationen bei SPAR, EUROSPAR, INTERSPAR, PCR-Gurgeltests abgeholt und abgegeben werden können. Dieses PCR-Testprogramm wird in weiterer Folge kontinuierlich bis Ende November auf ganz Oberösterreich ausgeweitet. Im Endausbau sind aktuell rund 130 Ausgabestellen und rund 250 Abgabestellen vorgesehen.
  • Das Angebot in den Bezirken Vöcklabruck, Gmunden und Linz („Alles Gurgelt“) ist davon unberührt und bleibt bis auf weiteres jedenfalls bestehen.

Die PCR-Gurgeltests für zu Hause entsprechen dem höchsten Teststandard und werden direkt in die App „Grüner Pass“ übernommen bzw. gelten sie als 3G/2,5-G-Nachweis. Die PCR-Gurgel-Sets werden in den ausgewählten Ausgabestellen abgeholt, zu Hause wird dann nach vorheriger Registrierung gegurgelt und schließlich in einer der Sammelboxen bei den Abgabestellen eingeworfen. Das Ergebnis wird per SMS oder E-Mail am nächsten Tag übermittelt.

Übersicht über PCR-Testangebote

Alle Informationen zu den Testangeboten in Oberösterreich finden Sie hier

Vorerst noch keine Impfung für 5- bis 12-Jährige

Während Wien statt 2,5G ab Ende kommender Woche 2G (geimpft oder genesen) für den Zutritt zu Gastronomie, körpernahen Dienstleistungen (wie Friseuren) und Zusammenankünfte ab 25 Personen vorgibt und auch ein Impfangebot für 5- bis 12-Jährige schaffen will, wartet man mit Letzterem in Oberösterreich noch ab: „Oberösterreich hält sich an die Vorgaben des Nationalen Impfgremiums und wird entsprechend den Empfehlungen handeln. Wenn das Nationale Impfgremium dies offiziell empfiehlt, wird es ein Angebot an den Impfstraßen geben“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander.
Hintergrund: Die Impfung für 5- bis 12-Jährige wurde in den USA per Notfallzulassung erlaubt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit noch eine entsprechende Freigabe – und erst wenn diese erfolgt, dürfte das Nationale Impfgremium in Österreich nachziehen.

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