Covid19-Tests
Neue Antigen-Schnelltests: Testlauf am Kepler Universitätsklinikum

Primar Bernd Lamprecht, LH Thomas Stelzer und LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (v. l.)
  • Primar Bernd Lamprecht, LH Thomas Stelzer und LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (v. l.)


  • Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer
  • hochgeladen von Marlene Mülleder

Seit kurzem sind so genannte Antigen-Schnelltests für Testungen auf das Covid19-Virus am Markt erhältlich. Um die Zuverlässigkeit zu überprüfen und ein eigenes Bild zu erhalten, startet Primar  Bernd Lamprecht einen Testlauf mit Patienten am Kepler Universitätsklinikum. In wenigen Wochen sollen die ersten Ergebnisse vorliegen. 

„Wir müssen uns der Tatsache stellen: Das Virus wird uns noch eine Weile begleiten. Und wir müssen gemeinsam alles dafür tun, um dieses Virus wirkungsvoll zu bekämpfen. Dazu gehört auch die Erprobung neuer medizinischer Produkte und Behandlungsmethoden. Deshalb setzt Oberösterreich eigene Schritte und testet die neuen Antigen-Schnelltests. Wir wollen uns nicht nur auf Studien anderer verlassen, sondern uns selbst ein Bild machen. Deshalb danken wir Primar Bernd Lamprecht und seinem Team, dass sie in den kommenden Wochen den ersten Testlauf in Oberösterreich durchführen werden“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer und Stellvertreterin Christine Haberlander.

OÖ. Der Antigen-Schnelltest hat den Vorteil, dass Ergebnisse bereits innerhalb von 15 Minuten vorliegen. Für die Testung ist zwar ebenfalls ein Nasen-Rachen-Abstrich notwendig, allerdings braucht es keine Auswertung im Labor, sondern der Test kann vor Ort ausgewertet werden.

„Der Antigentest ist auf Grund der rasch verfügbaren Ergebnisse vor allem im Bereich der Notaufnahme oder auch der Geburtshilfe sinnvoll, um eine mögliche Infektion von Patienten rascher abklären zu können. Der Test alleine ist aber zu wenig, es braucht auch Mediziner, die die klinische Symptomatik der Patientinnen und Patienten erfassen. Antigen-Schnelltests können zwar schneller ausgewertet werden und sind günstiger, haben aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht die gleiche Verlässlichkeit wie ein PCR-Test. Um uns selbst ein Bild über die Zuverlässigkeit und den Einsatz im Alltag zu machen, wollen wir deshalb am Kepler Universitätsklinikum einen eigenen Testlauf starten“, so Lamprecht.

Der Lungenspezialist geht davon aus, dass sich die Experten nach etwa 50 Testungen ein erstes Bild machen können. Diese Ergebnisse sollen in einigen Wochen vorliegen.

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