Tumorzentrum OÖ
Vorsorge trotz Corona

Ansgar Weltermann, LH-Stv. Christine Haberlander und Erwin Rebhandl (v. l.) bestätigen die Zuverlässigkeit der Behandlungen des Tumorzentrums trotz Corona-Pandemie und rufen zur Vorsorgeuntersuchung auf.
  • Ansgar Weltermann, LH-Stv. Christine Haberlander und Erwin Rebhandl (v. l.) bestätigen die Zuverlässigkeit der Behandlungen des Tumorzentrums trotz Corona-Pandemie und rufen zur Vorsorgeuntersuchung auf.
  • Foto: Land OÖ/Tina Gerstmair
  • hochgeladen von Marlene Mülleder

Die Zahl der Gesundenuntersuchungen ist im Vorjahr teils um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Experten halten diese Zahl für alarmierend. LH-Stellvertreterin Christine Haberlander ruft nun dazu auf, trotz der Corona-Pandemie Vorsorgeuntersuchungen zu machen. Das Tumorzentrum OÖ kann dabei lebenrettender Ort sein.

OÖ. Auch in Zeiten von COVID-19 ist die flächendeckende, qualitätsgesicherte Krebsbehandlung in allen Kliniken Oberösterreichs garantiert. Vor allem auch durch die trägerübergreifende Vernetzung von Expertinnen und Experten aus dem Ordensklinikum Linz, dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried und aller Regionalkliniken der OÖ. Gesundheitsholding im Vorjahr zum „Tumorzentrum Oberösterreich“.

„Die Corona-Krankheit sollte kein Grund sein, auf wichtige Vorsorgeuntersuchungen zu verzichten. Ein Vorsorgetermin ist gerade bei einer Krebserkrankung überlebenswichtig – jeder Tag später kann ein Tag zu spät sein. Die Krankenhäuser in Oberösterreich sind natürlich seit Monaten stark gefordert, aber sie waren und sind immer für jene Menschen da, die dringend Hilfe brauchen. Ich appelliere eindringlich an alle Krebspatientinnen und –patienten, ihre Vorsorgetermine wahrzunehmen. Das Krankenhaus ist nicht nur ein sicherer Ort, sondern gerade für sie ein lebensrettender Ort“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Tumorzentrum: 80 Prozent der Behandlungen

Aktuell werden etwa 80 Prozent aller Krebserkrankungen im Bundesland im Tumorzentrum Oberösterreich behandelt, davon 30 Prozent im Ordensklinikum Linz. Dieser Anteil wird mit der geplanten Teilnahme des Kepler-Universitätsklinikums am Tumorzentrum OÖ nochmals um 10 Prozent steigen.

Alleine im vergangenen Jahr wurden in den Spitälern des Tumorzentrums 6.198 Patienten mit der Neudiagnose einer Krebserkrankung vorgestellt bzw. diagnostiziert. Insgesamt wurden 1.415 Tumorboards durchgeführt, in denen von den Expertinnen und Experten Behandlungsempfehlungen zu insgesamt 14.016 Erkrankungsfällen ausgesprochen wurden.

„In Zeiten der Corona-Pandemie erfolgten zwischen den Expertinnen und Experten des Tumorzentrums in regelmäßigen virtuellen Boards Abstimmungen zur optimalen Behandlung von Krebserkrankungen bei Patienten. Die Daten der Tumordokumentation zeigen, dass die Behandlungen, beispielsweise im hochsensiblen Bereich der Stammzelltransplantation, dank entsprechender Schutzmaßnahmen in gleichbleibender Qualität fortgeführt werden konnten“, sagt Universitätsdozent Ansgar Weltermann, Leiter des Tumorzentrums Oberösterreich.

Verbesserungen durch Zusammenschluss

Der Zusammenschluss der Spitäler in dem Tumorzentrum OÖ hat sich bereits im ersten Jahr in einer Verbesserung der medizinischen Versorgung niedergeschlagen. Drei Dinge stechen dabei heraus: Der erweiterte Kreis der Fachexpertinnen und -experten, insbesondere der vielen Kollegen aus dem Onkologischen Leitspital Barmherzige Schwestern Linz, hat das fachliche Fundament der Expertenempfehlungen nochmals verbessert. Durch die gemeinsame Erarbeitung der Leitlinien ist die Akzeptanz im gesamten Tumorzentrum enorm hoch und kann in der konkreten Behandlung aufgezeigt werden.

Mehr als 98 Prozent der Empfehlungen in den Tumorboards erfolgen in Übereinstimmung mit den Leitlinien des Tumorzentrums. Die mittlerweile über 40 Leitlinien zu den verschiedensten Tumorerkrankungen werden im Rahmen der Tumorzentrumstage jährlich aktualisiert.

„Im Sinne der Transparenz und Fairness machen wir die Leitlinien auf der Website des Tumorzentrums publik“, so Weltermann. 

Transparenz für Hausärzte

Hausärzte kennen ihre Patienten meist schon vor dem Ausbruch der Tumorerkrankung und genießen dadurch ein hohes Vertrauen. Sie achten auf die Vorsorge und spielen eine wichtige Rolle bei der Früherkennung. Nach der Diagnosestellung und Akuttherapie können sie in Abstimmung mit dem Tumorzentrum an der optimalen und an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientierten Nachbetreuung mitwirken. Für die Ärzte im niedergelassenen Bereich, die onkologische Patienten nachbetreuen, bedeutet das Tumorzentrum Oberösterreich vor allem Transparenz in der Kommunikation und Sicherstellung der Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten auf dem neuesten Stand der Wissenschaft, egal in welcher Klinik sie behandelt werden.

„Es wurden klare Prozesse festgelegt, die für uns und unsere Patientinnen und Patienten transparent sind. Wir bekommen zunehmend einheitliche und klare Befunde. Es wird auch immer öfter und besser abgestimmt, welche Kontrolluntersuchungen und Therapien von uns durchgeführt werden können und für welche Kontrollen und Therapien die Patientinnen und Patienten ins Krankenhaus müssen. Das erspart ihnen unnötig weite Wege und uns Hausärztinnen und Hausärzten gibt es mehr Sicherheit in der Betreuung und Begleitung“, Erwin Rebhandl, Präsident der OÖ. Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (OBGAM).

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