Mikroplastik
Zehn Sportshirts im Waschtest des Konsumentenschutzes

Sportkleidung besteht meist aus Kunstfaser.
  • Sportkleidung besteht meist aus Kunstfaser.
  • Foto: jsphotography/panthermedia
  • hochgeladen von Julian Kern

Ein Test im Auftrag des Konsumentenschutzes der Arbeiterkammer Oberösterreich prüfte zehn Sportshirts aus Polyester auf Mikroplastik bei der Erstwäsche. Das günstigste Produkt ging als Testsieger hervor.

OÖ. Das Umweltbundesamt führte die Testung im Auftrag des Konsumentenschutzes durch. Dazu wusch es zehn Polyester-Funktionsshirts unterschiedlicher Marken in einer Waschmaschine und untersuchte das Abwasser auf Mikroplastik. Der Preis der überprüften Produkte lag zwischen 9,90 und 40 Euro. Vier davon bestanden aus recyceltem Polyester.


Preis und Material nicht ausschlaggebend

Bei der Erstwäsche im Labor verloren die Shirts zwischen 50 und 258 mg Mikroplastik pro Kilogramm. Am besten schnitt das günstigste Produkt von C&A ab, dicht gefolgt vom Sportshirt von asics. Die teuersten Artikel setzten hingegen mitunter die meisten Kunststoffpartikel frei. Ob das Kleidungsstück recyceltes Polyester enthielt, spielte für das Ergebnis ebenso wie der Preis keine Rolle.


Tipps zur Vermeidung von umweltbelastendem Mikroplastik

Über 46.000 Tonnen der winzigen Plastikpartikel finden alleine durch das Wäschewaschen den Weg in europäische Gewässer, da Kläranlagen sie nicht vollständig herausfiltern können. Allgemein gilt: Je kleiner die Kunststofffasern, desto wahrscheinlicher gelangen sie über Wasserorganismen in die Nahrungskette. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch nicht gänzlich erforscht.
Daher liefert die Arbeiterkammer Oberösterreich nützliche Ratschläge, um die Menge an ausgewaschenen Mikrofasern in der Waschmaschine zu Hause zu verringern.

  • Besonders bei den ersten Wäschen setzen neue Kleidungsstücke viele Plastikpartikel frei. Setzen Sie daher auf langlebige Artikel aus hochwertigen Materialien.
  • Spezielle Waschbeutel der Marke Guppyfriend filtern Mikrofasern aus dem Waschwasser. Sie können den Mikroplastik-Ausstoß um mehr als 50 Prozent verringern.
  • Wer auf Bekleidung aus natürlichen Materialien zurückgreift, kann Mikroplastik vollständig vermeiden. Vor allem mulesingfreie Merinowolle bietet sich an. Sie ist ebenso atmungsaktiv wie Kunststofffasern und darüber hinaus geruchsneutralisierend. 

Alle Testergebnisse der Arbeiterkammer Oberösterreich finden Sie hier.

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