Elektrogeräte in Flammen
15 Millionen Euro Schaden durch Akku-Brände

Brennt das Carport erstmal, ist das gesamte Haus in Gefahr.
2Bilder
  • Brennt das Carport erstmal, ist das gesamte Haus in Gefahr.
  • Foto: fotokerschi.at/Werner Kerschbaummayr
  • hochgeladen von Ingo Till

Mit der hohen Dichte an Akku-Geräten steigt auch die Zahl der dadurch verursachten Brände. Das Löschen ist hierbei besonders kompliziert.

OÖ. Laut Angaben der Brandverhütungsstelle Oberösterreich gab es im Jahr 2019 256 Brände mit einer Schadenssumme von knapp 15 Millionen Euro durch brennende Akkus. Auslöser für solche Brände seien zumeist Schäden an Geräten oder falsche Lagerung. „Während beim Umgang mit offenem Licht und Feuer ein Mindestmaß an Gefahrenbewusstsein an den Tag gelegt wird, entstehen solche Akkubrände meist völlig unvermutet. Dabei haben wir alle sehr viele Akku-Bedrohungen im Haushalt und gehen damit sorglos um“, sagt OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.

„Wir haben alle sehr viele Akku-Bedrohungen im Haushalt und gehen damit sorglos um.“

Michael Hammer

Nachdem Anfang April in Pregarten ein ganzes Einfamilienhaus abbrannte sei als Brandursache das Ladegerät eines Akkuschraubers identifiziert worden, wie Landesbranddirektor Robert Mayer erzählt.

OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer, Landesbranddirektor Robert Mayer sowie OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner. (v. l.).
  • OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer, Landesbranddirektor Robert Mayer sowie OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner. (v. l.).
  • Foto: OÖ Zivilschutz
  • hochgeladen von Ingo Till

Ursachen für einen Akku-Brand können laut OÖ Zivilschutz sein:

  • Ein beschädigter Akku (hier reicht schon ein Herunterfallen des Gerätes, ein Sturz/Umfallen des E-Bikes, es muss keine sichtbare Beschädigung sein)
  • Die schlechte Qualität des Akkus: Durch die enorm hohe Nachfrage, verbaut man auch zunehmend billig produzierte Akkus. Diese sind besonders gefährdet, zu überhitzen. Beim Kauf eines Neugeräts oder von Ersatz-Akkus sind Originalteile zu empfehlen. Besondere Vorsicht gilt bei Importware, zum Beispiel bei günstigen Angeboten im Internet.
  • Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen. So sollte eine Batterie zum Beispiel nie direkt in der Sonne liegen oder beispielsweise in der Kälte gelagert werden.
  • Fehler beim Laden: Die normalen, langsameren Ladezyklen strapazieren die Akkus deutlich weniger. Das gilt beispielsweise auch für das Schnellladekabel beim Handy.

Löschen nich einfach

Brennen Akkus ersteinmal, so wird das Löschen meist zur Herausforderung. Oft sei es die einzige Lösung, das gesamte Gerät in einem Wasserbad zu versenken, da eine erneute Luftzufuhr zur wiederholten Entzündung führen kann – insbesondere bei Elektrofahrzeugen ist dies natürlich nicht ganz so einfach. Viele Feuerwehren haben dazu eigene Container, in welchen ganze Autos versenkt werden können.

Brände verhindern

Wie so oft, ist hier aber Prävention die einfachere Lösung: „Durch die richtige Handhabung batteriebetriebener Geräte kann diese Gefahr minimiert werden. Die richtige Lagerung, Schutz vor Kälte und Hitze und eine regelmäßige Wartung von Gerät und Ladestation sind hierbei sehr wichtig. Wenn man ein paar einfache Grundregeln beachtet, kann man die eigene Sicherheit wesentlich erhöhen“, appelliert Sicherheits-Landesrat Wolfgang Klinger (FPÖ) an die Nutzer von Akkubetriebenen Geräten und Fahrzeugen.

Brennt das Carport erstmal, ist das gesamte Haus in Gefahr.
OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer, Landesbranddirektor Robert Mayer sowie OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner. (v. l.).
Anzeige
Die Supermarkt-Kassen: Ein typisches Beispiel für die zunehmende Digitalisierung im Handel.

AK-Future Days 2021
Handel der Zukunft: Beschäftigte in der digitalisierten Welt

Ein Schwerpunkt der AK-Future Days ist der Handel. Die erste Veranstaltung gibt es am Donnerstag, 17. Juni, von 16.30 bis 19.30 Uhr. Sie heißt „Handel der Zukunft: Beschäftigte in der digitalisierten Welt“. Interessierte können zuhause vor Ihrem Computer einen informativen Vortrag und spannende Diskussionen erleben. Und sie können selbst auch an der Diskussion teilneh-men. Mit dabei sind als Experten: Anton Salesny von der Wirtschaftsuniversität Wien („Handel/Supermarkt der Zukunft“), Dominik...

Anzeige
AK und AEC widmen sich der Zukunft der Arbeit

AK-Future Days 2021
Handel der Zukunft: Digitalisierte Arbeit

Die Beschäftigten im Handel spüren die Digitalisierung schon jetzt hautnah: Scan-ner-Kassen, die alle Daten aufzeichnen und Kassierer/-innen zu gläsernen Mitar-beitern/-innen machen. Selbstbedienungskassen, die Arbeitsplätze kosten. Massive Konkurrenz durch Online-Handel – gerade jetzt verstärkt in der Pandemie. Diese massiven Veränderungen führen zu großen Sorgen bei den Handelsange-stellten: Habe ich morgen noch meinen Arbeitsplatz? Erledigt meine Arbeit bald der Computer? Werden unsere...

Anzeige
Auch das kann Arbeit der Zukunft sein: AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer (rechts) und AEC-Chef Gerfried Stocker präsentieren ein Exoskelett, das bei schweren Arbeiten unterstützen kann.

AK-Future Days 2021
Arbeit der Zukunft: Um 1 Euro in das Ars Electronica Center

Arbeit ist ein wesentlicher Aspekt, über den wir uns als Menschen definieren. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Digitalisierung eine große Herausforderung für die Beschäftigten ist. Viele Fragen werden aufgeworfen: Wie könnte Arbeit in Zukunft aussehen? Wie kann diese weitreichende Veränderung so fair wie möglich gestaltet werden? Die Sonderausstellung "Die Arbeit in und an der Zukunft" im Linzer Ars Electronica Center (AEC) nähert sich diesen Themen in vier Bereichen. Für Mitglieder...

Die Supermarkt-Kassen: Ein typisches Beispiel für die zunehmende Digitalisierung im Handel.
AK und AEC widmen sich der Zukunft der Arbeit
Auch das kann Arbeit der Zukunft sein: AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer (rechts) und AEC-Chef Gerfried Stocker präsentieren ein Exoskelett, das bei schweren Arbeiten unterstützen kann.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen