Corona-Fälle in OÖ
1.912 Corona-Infizierte, 243 Neuinfektionen, 7.905 Genesene

Das neuartige Corona-Virus SARS-CoV-2 bestimmt den Alltag der Österreicher bereits seit Mitte März diesen Jahres.
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  • Das neuartige Corona-Virus SARS-CoV-2 bestimmt den Alltag der Österreicher bereits seit Mitte März diesen Jahres.
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Mit Stand Dienstag, 20. Oktober, 8 Uhr, gibt es in Oberösterreich 1.912 "aktive" Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Corona-Virus. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden sind 243 neue Infektionen gemeldet worden. 

OÖ. Die Gesamtzahl aller seit Beginn der Krise positiv getesteten Oberösterreicher beträgt 9.901 – davon abgezogen werden 7.905 Personen, die eine Infektion mit dem Corona-Virus hinter sich haben, sowie 84 verstorbene Oberösterreicher. Zahl der Personen in Quarantäne: 8.128

Die 7-Tage-Inzidenz – das ist der Wochendurchschnitt an neu gemeldeten Corona-Fällen bezogen auf 100.000 Einwohner – liegt für OÖ derzeit bei 99,1. Dieser Wert hat sich zur überblicksmäßigen Risikoeinschätzung durchgesetzt, weil er einerseits eine bessere Vergleichbarkeit schafft und andererseits Ausreisser an einzelnen Tagen ausgleicht. 

173 Corona-Kranke werden derzeit in Spitälern behandelt – 19 davon befinden sich auf einer Intensivstation. Am 18. Oktober wurden in OÖ 977 Corona-Tests durchgeführt.

Einen Überblick über die Situtation in den Alten- beziehungsweise Pflegeheimen erhalten Sie ab sofort weiter unten bei den Schulen.

Achtung: Alle in diesem Beitrag ersichtlichen Daten werden einmal täglich – immer morgens – aktualisiert. Das Land OÖ stellt hier jeweils drei mal täglich aktualisierte Zahlen zur Verfügung. Sollte es wirklich bahnbrechende Neuigkeiten geben, erfahren Sie es natürlich dennoch topaktuell an dieser Stelle.

Die hier aufgelisteten Daten werden von der Corona-Seite des Landes OÖ und aus den Presseaussendungen des Krisenstabs entnommen. Die Berechnung der Zahl der Neu-Infektionen wird von der BezirksRundschau auf Basis dieser Daten vorgenommen.


-->>> Überblick zu den aktuellen Einschränkungen in Oberösterreich (Stand: 20. Oktober)

Ab 23. Oktober: Treffen drinnen nur zu sechst

In Österreich gibt es derzeit eine Verdoppelung der Neuinfektionen innerhalb von drei Wochen, wenn der Trend nicht abreiße, bedeutet das 6000 Neuinfektionen im Dezember, so Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Pressekonferenz am 19. Oktober.  Die deutlich steigenden Infektionszahlen machen laut Bundesregierung weitere Maßnahmen in Österreich notwendig – "die Situation ist eine sehr ernste. Wir müssen daher jetzt alles tun, um gegenzusteuern und einen zweiten Lockdown zu verhindern".

  • Bei privaten Veranstaltungen dürfen ab Freitag, 23. Oktober, 0 Uhr, maximal 6 erwachsene Personen im Indoor- und maximal 12 erwachsene Personen im Outdoor-Bereich zusammentreffen. Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz könne und dürfe diese Regelung in privaten Wohnungen nicht kontrolliert werden, aber es gebe die dringende Empfehlung sich daran zu halten, denn:
    "Wenn zu viele Menschen in Österreich Partys zuhause feiern und sich freuen, dass die Polizei keine Handhabe hat, wird das zu steigenden Infektionszahlen und noch härteren Maßnahmen führen. In vielen anderen Ländern sind Restaurants und Schulen wieder geschlossen."

  • Bei professionellen Veranstaltungen, wie im Theater oder bei Fußballspielen der österreichischen Bundesliga, gelten die Maximalgrenzen von 1.000 Personen im Indoor- und 1.500 Personen im Outdoor-Bereich.
  • Die Mund-Nasenschutz-Maske ist während der kompletten Veranstaltung zu tragen. Zudem dürfen keine Speisen und Getränke ausgegeben werden. Beerdigungen sind von dieser Regelung ausgeschlossen.

Zudem können die Landeshauptmänner weitere Verschärfungen veranlassen. Als Denkanstöße werden etwa die Sperrstunde oder Alkoholverbote genannt. Auch der Bildungsbereich oder Maßnahmen zur regionalen Quarantäne können zur Diskussion stehen. Diese Optionen lässt der Bundeskanzler den einzelnen Bundesländern frei.
Harsche Kritik übt Kanzler Kurz an den Corona-Leugnern:

"Es gibt leider einige, die sich weigern und Maßnahmen absichtlich ignorieren und andere sogar aufrufen, die Maßnahmen zu brechen. Diese Menschen verursachen einen großen Teil des Schadens, den wir dann alle gemeinsam ausbaden müssen. Und dafür habe ich absolut kein Verständnis."

Neue Maßnahmen in OÖ, Sperrstunde bleibt

Eine verpflichtende Gästeregistrierung in der Gastronomie und eine Erhöhung der Schutzmaßnahmen in Alters- und Pflegeheimen sind fix – Details dazu im Beitrag.
Weiteren lokale Verschärfungen in Oberösterreich seien derzeit nicht geplant, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Die Sperrstunde in der Gastronomie wird vorerst nicht vorverlegt – es bleibt bei 1 Uhr: „Experten befürchten, dass sich noch mehr unkontrolliert in den Privatraum verlagert. Außerdem gibt es seit Wochen konsequente Kontrollen der Exekutive zur Einhaltung der Sperrstunden in der Gastronomie“, so der Landeshauptmann. Bislang gab es über 16.000 Kontrollen in Oberösterreich, aus denen nur rund 170 Anzeigen (ein Prozent) resultierten.

Forderung aus OÖ: Nur fünf Tage Quarantäne

In der Konferenz der Landeshauptleute mit der Bundesregierung drängte Landeshauptmann Stelzer darauf, die derzeit geltenden Quarantänevorschriften zu überdenken. Eine Verkürzung von zehn auf fünf Tage wäre aus Oberösterreich durchaus sinnvoll. In Oberösterreich befinden sich aktuell rund 8.000 Personen in Quarantäne. Tendenz stark steigend.

"Schul-Ampel" weiterhin in ganz OÖ auf Gelb

Trotz einer deutlichen „Verdunklung“ der Ampelfarbe in ganz Oberösterreich – Wels ist nun sogar rot – bleibt die abgekoppelte „Schul-Ampel“ in allen Bezirken gelb – mehr dazu im Beitrag.

Keine Corona-Tests ohne Wissen der Eltern

Für heftige Diskussionen in Elternkreisen und Aufregung in Whatsapp-Gruppen, sorgen Missverständnisse rund um das Thema Corona-Tests bei Schulkindern. Auch was den Umgang mit Schulkindern, die Corona-Symptome zeigen, betrifft, kursieren viele Gerüchte – mehr dazu im Beitrag.

Gurgelstudie in 42 oö. Schulen

Um das Corona-Virus im Zusammenhang mit dem Schulbetrieb langfristig zu beobachten, hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung die sogenannte „Gurgelstudie“ initiiert. In Oberösterreich wurden vom Ministerium 42 Standorte ausgewählt, die an diesem Monitoring teilnehmen – mehr dazu im Beitrag.

154 Fälle bei Fleischverarbeiter im Bezirk Ried

Im Zusammenhang mit einem Fleischverarbeitungsbetrieb im Bezirk Ried hat sich die Fallhäufung auf 154 Fälle (145 Mitarbeiter und neun Folgefälle) im Kreis der getesteten Mitarbeiter erhöht.

Experten fordern Besonnenheit

Renommierte Experten plädieren für mehr Sachlichkeit und vor allem Verhältnismäßigkeit in der Corona-Krise. Es werde zu viel und zu ungezielt getestet, außerdem sei es wichtig, andere Krankheiten nicht außer Acht zu lassen, so die einhellige Meinung – mehr dazu im Beitrag

Wo gilt jetzt Maskenpflicht?

  • im gesamten Handel
  • bei allen Dienstleistungen
  • auf Märkten (auch im Freien, gilt ab 21. September)
  • auf Messen (gilt ab 21. September)
  • in Gesundheitseinrichtungen
  • in Banken
  • in Postfilialen
  • in Schulen außerhalb der Klassen
  • in Ämtern und Behörden
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • in Freizeiteinrichtungen (inkl. Museen, Bibiliotheken, etc.)
  • in der Gastronomie überall außer am Sitzplatz bei Tisch (gilt seit 21. September)

Außerdem ist die erlaubte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wieder heruntergesetzt:

  • bei Veranstaltungen ohne fix zugewiesenen Plätzen indoor auf 50, outdoor auf 100 Personen
  • bei Veranstaltungen mit fix zugewiesenen Plätzen indoor 1.500, outdoor auf 3.000 Personen
  • bei privaten Veranstaltungen indoor zehn, outdoor 100 Personen (gilt seit 21. September)

Wer es ganz genau wissen will, findet hier noch einmal die entsprechende, seit 14. September gültige Bundesverordnung.

"Corona-Ampel": Elf Bezirke auf Orange, Wels rot

Jede Woche (meistens) Freitags wird die "Corona-Ampel" aktualisiert. 

Umdenken bei Kontakpersonen angebracht?

Eine Änderung im Umgang mit Kontaktpersonen von Corona-Infizierten könnte laut Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser positive Effekte haben – Mehr dazu im Beitrag

Covid-19-Fälle in den Bezirken + 7-Tage-Inzidenz

Steigt der 7-Tage-Inzidenz-Wert auf mehr als 50, so geht die Corona-Ampel-Kommission von einem "hohen", steigt er auf mehr als 100, von einem "sehr hohen" Infektionsrisiko aus. Eine Einstufung auf Ampelfarbe Orange bzw. Rot ist möglich. Zuvor werden aber noch weitere Faktoren, wie etwa die Belegung der Krankenhausbetten, geprüft – Details dazu gibts in diesem Dokument.

Corona-Fälle in Alten- und Pflegeheimen

  • Wels: 12 Mitarbeiter und 27 Bewohner
  • Bezirk Rohrbach: 2 Mitarbeiter, 3 Bewohner, 1 Folgefall
  • Bad Goisern: 23 Bewohner und 7 Mitarbeiter
  • Seniorenzentrum Linz: 18 Bewohner, 3 Mitarbeiter
  • Bezirk Urfahr-Umgebung: 3 Bewohner, 2 Mitarbeiter
  • Bezirk Ried: 4 Bewohner, 3 Mitarbeiter, 1 Personalmitglied 

Corona-Fälle in Schulen

Am 18. Oktober wurden 22 Schüler und drei Lehrer an 18 Schulstandorten positiv auf Covid-19 getestet. 

    · 2 Schüler Adalbert Stifter Gymasium ORG · 1 Schüler BAfEP Vöcklabruck· 1 Schüler BG/BRG Gmunden· 1 Schüler BRG Steyr Michaelerplatz· 1 Schüler HAK 2 Wels· 3 Schüler HAK Linz-Auhof· 2 Schüler HAK Steyr· 3 Schüler HBLW Landwied· 1 Schüler NMS 5 Wels· 1 Lehrer NMS 6 Wels· 1 Lehrer NMS St. Martin· 1 Schüler SMS Schärding· 1 Lehrer SOB Schiefersederweg· 1 Schüler VS Kallham· 2 Schüler VS Pichl bei Wels· 1 Schüler VS Raab· 1 Schüler NMS 22 Linz· 1 Schüler BG/BRG Freistadt

Hier werden täglich nur die aktuellsten Fälle angeführt – für Informationen zu einzelnen Schulen beziehungsweise etwaigen Clusterbildungen, besuchen Sie bitte die jeweilgen Bezirks-Seiten. Für alle Fragen, die den laufenden Schulbetrieb betreffen hat die Bildungsdirektion eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 7.30 bis 18 Uhr unter +43 732 7071-4131 oder +43 732 7071-4132

Die aufgelisteten Bezirks-Daten werden der Corona-Seite des Landes OÖ entnommen. Die betroffenen Schulen werden per Presseaussendung übermittelt.

Österreichweite Lage

Österreichweit liegt die Zahl der positiv getesteten, aktiven Fälle laut Gesundheitsministerium am 20. Oktober, 14 Uhr, bei 18.871 Personen die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 109.

799 Menschen sind derzeit in Spitalsbehandlung, 145 auf einer Intensivstation. Die Zahl der Corona-Todesfälle laut Definition des Epidemiologischen Meldesystems (EMS): 919. Bei insgesamt 66.611 Personen in Österreich ist bisher eine Infektion mit dem Corona-Virus festgestellt worden. 1.952.578 Tests wurden bislang durchgeführt.

Bereits mehr als eine Million Corona-Tests wurden österreichweit durchgeführt.
  • Bereits mehr als eine Million Corona-Tests wurden österreichweit durchgeführt.
  • Foto: Werner Kerschbaummayr/fotokerschi.at
  • hochgeladen von Ingo Till

Infos zu Testungen und Gesundheitsnummer 1450

Fühlt sich jemand krank und hat Symptome, soll die Gesundheitsberatung unter 1450 kontaktiert werden. Die Mitarbeiter/innen der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 geben individuelle, auf den Anrufer abgestimmte Auskünfte und Empfehlungen. Derzeit stehen bis zu 10 Drive-Ins zur Probenabnahme zur Verfügung. Es gibt pro Bezirk ein mobiles Team. Für alle anderen Fragen, die nicht konkret den Gesundheitszustand betreffen, bietet die AGES umfassende Informationen unter anderem auf ihrer Homepage www.ages.at an.

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich finden Sie einen Überblick über sämtliche Hotlines und Informationsstellen.

Aktuelle Fälle und Kontaktpersonensuche

Der Corona-Krisenstab des Landes OÖ informiert im Rahmen der Kontaktpersonensuche zu positiv getesteten Personen und ihren Aufenthaltsorten in der kritischen Phase der Ansteckung. 

Alle aktuellen diesbezüglichen Aufrufe finden Sie hier

Kontaktpersonen: Wer muss in Quarantäne?

Für eine einheitliche Vorgehensweise im Kontaktpersonenmanagement hat der Bund klare Richtlinien vorgegeben: So werden Kontaktpersonen in zwei Kategorien eingeteilt.

  • Zur ersten Kategorie zählen diejenigen, die aufgrund von Dauer und Nähe des Kontaktes zu einer an Covid-19 erkrankten Person ein hohes Infektionsrisiko aufweisen. Sie müssen sich in 10-tägige Heimquarantäne begeben.
  • Zur zweiten Kategorie zählen Kontakte mit niedrigem Infektionsrisiko. Diese sind angewiesen, ihren Gesundheitszustand im Auge zu behalten und sich bei Symptomen zu melden. Wie der Krisenstab des Landes OÖ festhält, gilt dabei grundsätzlich die Einschätzung der individuellen Situation des Geschehens durch die zuständige Gesundheitsbehörde.

Eine behördlich angeordnete zehntägige Quarantäne ist bei Kontaktpersonen der Kategorie eins laut Bundesvorgaben unumgänglich. Durch einen negativen Covid-19-Test wird sie nicht aufgehoben – denn auch dann könnte die Person infiziert sein und ein Ausbruch der Krankheit zeitverzögert eintreten.

Strafen bei Quarantäne-Verstoß

Da es zuletzt immer wieder dazu kommt, dass Infizierte die vorgeschriebene Quarantäne nicht einhalten, soll genauer kontrolliert und auch gestraft werden. Der Quarantäne-Bruch sei laut Bundeskanzler Sebastian Kurz ein Strafrechtsdelikt. Mehr Infos zu den Maßnahmen

Alle Informationen zum Thema Corona-Virus in Oberösterreich finden Sie hier: meinbezirk.at/corona-ooe

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