Corona-Fälle in OÖ
550 Corona-Infizierte, 53 Neuinfektionen, 2.383 Genesene

Aktuell (Stand: 12. Juli, 8 Uhr) sind 550 Personen in Oberösterreich nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. 2.383 Personen sind wieder gesund. 61 Personen sind verstorben.
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  • Aktuell (Stand: 12. Juli, 8 Uhr) sind 550 Personen in Oberösterreich nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. 2.383 Personen sind wieder gesund. 61 Personen sind verstorben.
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Mit Stand Sonntag, 12. Juli, 8 Uhr, gibt es in Oberösterreich 550 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus. Innerhalb der letzten 24 Stunden gab es in Oberösterreich 53 Neuinfektionen.

OÖ. Die Gesamtzahl aller positiv getesteten Oberösterreicher beträgt 2.994 – davon abgezogen werden 2.383 Personen, die bereits wieder gesund sind, sowie 61 verstorbene Oberösterreicher. Zahl der Personen in Quarantäne: 3.014. In vier oberösterreichischen Alten- und Pflegeheimen sind derzeit insgesamt vier Mitarbeiter und vier Bewohner erkrankt.
25 Corona-Kranke werden in Spitälern behandelt – ein Corona-Patient in OÖ befindet sich derzeit auf einer Intensivstation.

Wieder volle Maskenpflicht

Wegen der in OÖ stark gestiegenen Zahl an Neu-Infektionen und Erkrankten wird mit 9. Juli die Maskenpflicht im öffentlichen Raum wieder eingeführt:

  • In allen Geschäften und Einkaufszentren sowie auch in den Altstoffsammelzentren gilt Maskenpflicht für Mitarbeiter und Kunden.
  • Ebenso im Freien, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann.
  • In der Gastronomie dürfen bis maximal zehn Personen an einem Tisch sitzen. Das Personal muss eine Maske tragen, ebenso die Gäste beim Betreten und Verlassen des Lokals. Zusätzlich werden die Gäste nach dem Vorbild Bayern gebeten, ihre Kontaktdaten in eine Liste einzutragen.
  • Eltern müssen den Mund-Nasen-Schutz auch wieder tragen, wenn sie ihre Kinder in den Kindergarten bringen oder sie von dort abholen.
  • Zu Personen, die nicht im selben Haushalt leben, gilt weiterhin ein Mindestabstand von einem Meter. Dies ist vor allem auch bei Besuchen von Freibädern zu berücksichtigen.
  • Heißt für die gemeinsame Benützung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben: Pro Sitzreihe dürfen einschließlich des Lenkers nur zwei Personen befördert werden. Gleiches gilt auch für Taxis und taxiähnliche Betriebe, für Aus- und Weiterbildungsfahrten (Fahrschule), sowie an Bord von Luftfahrzeugen, welche nicht als Massenbeförderungsmittel gelten.

Da es zuletzt immer wieder dazu kommt, dass Infizierte die vorgeschriebene Quarantäne nicht einhalten, soll genauer kontrolliert und auch gestraft werden. Der Quarantäne-Bruch sei laut Bundeskanzler Sebastian Kurz ein Strafrechtsdelikt. Mehr Infos zu den Maßnahmen

Die Zahl der täglichen Tests wurde zuletzt deutlich gesteigert. Während im Juni noch zwischen 394 Tests (27. Juni) und 898 Test (30. Juni) durchgeführt wurden, sind es seit Juli-Beginn deutlich mehr als 1000 (1. Juli: 1.435; 6. Juli: 1.030; 7. Juli: 1.866, 8. Juli: 1.973, 9. Juli: 1.942, 10. Juli: 1.903). Land OÖ investiert zehn Millionen Euro in Corona-Testoffensive

Die hier aufgelisteten Daten werden von der Corona-Seite des Landes OÖ entnommen. Die Berechnung der Zahl der Neu-Infektionen wird von der BezirksRundschau auf Basis dieser Daten vorgenommen.

Unterstützung für Krisenstäbe:

  • Ab 11. Juli sind 27 Soldaten des Österreichischen Bundesheers zur Unterstützung beim Contact Tracing in den Bezirkshauptmannschaften Wels-Land, Perg, Linz-Land und Grieskirchen sowie im Magistrat Wels im Einsatz. 
  • Die Johannes-Kepler-Universität hat angeboten, auf freiwilliger Basis personelle Unterstützung für die Krisenstäbe zur Verfügung zu stellen. Details werden in den kommenden Tagen fixiert.

Reisewarnung für Rumänien, Bulgarien, Moldau

Nach den sechs Westbalkan-Ländern Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien gibt es nun auch eine offizielle Reisewarnung des Außenministeriums für die EU-Staaten Rumänien und Bulgarien sowie für die Republik Moldau. Gleiches gilt für die Türkei. Grund: Immer mehr Fälle von Corona-infizierten Rückkehrern aus diesen Ländern – alleine in den letzten Wochen seien laut Bundeskanzler Sebastian Kurz 170 Infektionsfälle darauf zurückzuführen. Hintergrund sind zumeist familiäre Verbindungen in diesen Länder. Wer einen wichtigen Grund hat, trotzdem in diese Länder zu reisen, muss sich nach seiner Rückkehr in eine 14-tägige Quarantäne begeben oder einen maximal vier Tage alten Corona-Test vorweisen. Diese Vorgaben sollen laut Bundesregierung auch streng kontrolliert und Vergehen dagegen mit Strafen bis zu 1450 Euro belegt werden. Das gilt auch für Rückkehrer aus Portugal, Schweden und Großbritannien, wo sich Corona stark ausgebreitet hat.

Scharfe Grenzkontrollen zu Slowenien & Ungarn

Ab 8. Juli werden die Gesundheitskontrollen an den Grenzen zu Slowenien und Ungarn verdoppelt, Rund 1.800 Polizisten sollen laut Bundeskanzler Sebastian Kurz ausnahmslos alle Reisebusse und darin Reisenden prüfen. So sollen gerade Rückkehrer aus den Westbalkan-Staaten, aus Rumänien, Bulgarien und der Republik Moldau erfasst werden.

Corona-Fälle in Schlachtbetrieben

Gedanken an den Infektions-Cluster im deutschen Fleischverarbeitungsbetrieb Tönnies sind unvermeidbar – die Größendimensionen in OÖ sind allerdings kaum vergleichbar: Drei Positive gab es in einem Betrieb im Bezirk Ried, zwei Fälle in Braunau, fünf bei einem Fleischverarbeiter in Wels und zwei in Linz. Betriebsschließungen soll es nicht geben, dafür werden alle Mitarbeiter der Rieder Firma getestet, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP). Mehr zum Rieder Fall im Artikel hier.

Kindergärten & Krabbelstuben ab Montag wieder offen

Wegen des starken Anstiegs an Infektionen vor allem durch den Cluster rund um die mehrheitlich rumänische Freikirche in Linz und Linz Land mit insgesamt (Stand, 11. Juli) 225 Infizierten in Großfamilien wurden mit 3. Juli per Verordnung für eine Woche die Schulen, Kindergärten, Horte und Krabbelstuben in Linz, Wels und den Bezirken Linz-Land, Urfahr-Umgebung und Wels-Land geschlossen. Davon betroffen: 81.000 Schülern, 21.200 Kinder in Kindergärten und Krabbelstuben sowie 9.600 Hortkinder. Für Eltern, die eine Betreuung benötigen, muss eine solche aber angeboten werden. Ab 13. Juli sind die Kinderbetreuungseinrichtungen wieder geöffnet.

Allen Schülerinnen und Schüler, die am Freitag, 10. Juli, zur Betreuung an der Schule sind, wird das Zeugnis wie geplant übergeben. In allen anderen Fällen können schulautonom entsprechende Zeitfenster definiert werden, in denen die Zeugnisse sowie persönliche Gegenstände abgeholt werden können. Bei offenen Fragen können sich die Eltern, Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer bei der Hotline der Bildungsdirektion unter 0732 / 7071-4131 oder -4132 von Montag bis Freitag von 7:30 bis 17 Uhr melden.

Covid-19-Kranke in den Bezirken

  • Linz 130
  • Steyr 12
  • Wels 38
  • Braunau 15
  • Eferding 10
  • Freistadt 8
  • Gmunden 4
  • Grieskirchen 10
  • Kirchdorf 12
  • Linz-Land 157
  • Perg 44
  • Ried 28
  • Rohrbach 5
  • Schärding 6
  • Steyr-Land 7
  • Urfahr-Umgebung 25
  • Vöcklabruck 6
  • Wels-Land 33

Österreichweite Lage

Österreichweit lag die Zahl der Covid-19-Erkrankten laut Gesundheitsministerium am 12. Juli, 9 Uhr, bei 1.213 Personen. 68 Menschen sind derzeit in Spitalsbehandlung, neun davon auf der Intensivstation. 
Zahl der Corona-Todesfälle laut Definition des Epidemiologischen Meldesystems (EMS): 681.
Bei insgesamt 18.785 Personen in Österreich ist bisher eine Infektion mit dem Corona-Virus festgestellt worden. 691.709 Tests wurden bislang durchgeführt.

Infos zu Testungen und Gesundheitsnummer 1450

Fühlt sich jemand krank und hat Symptome, soll die Gesundheitsberatung unter 1450 kontaktiert werden. Die Mitarbeiter/innen der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 geben individuelle, auf den Anrufer abgestimmte Auskünfte und Empfehlungen. Derzeit stehen bis zu 10 Drive-Ins zur Probenabnahme zur Verfügung. Es gibt pro Bezirk ein mobiles Team. Für alle anderen Fragen, die nicht konkret den Gesundheitszustand betreffen, bietet die AGES umfassende Informationen unter anderem auf ihrer Homepage www.ages.at an.
Auf der Homepage des Landes Oberösterreich finden Sie einen Überblick über sämtliche Hotlines und Informationsstellen.

"Noch keine große zweite Welle"

Interview mit Lungenspezialist Primar Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum, über die Corona-Entwicklung in OÖ, Behandlungsmöglichkeiten und Langzeitschäden durch Covid-19-Erkrankungen.


Infektionen in Schulen

Ab 13. Juli sind in Oberösterreich Sommerferien.

Fälle in Krabbelstuben & Kindergärten

  • Kindergarten Mauthausen (Perg): mehrere Kinder positiv. Ausgangsperson war eine Helferin. Alle Kontaktpersonen werden getestet.
  • Kindergarten Thalheim bei Wels (Wels-Land): 1 Kind positiv. Kontaktpersonenmanagement erfolgte, alle Tests der Kontaktpersonen negativ.

Kontaktpersonen: Wer muss in Quarantäne?

Für eine einheitliche Vorgehensweise im Kontaktpersonenmanagement hat der Bund klare Richtlinien vorgegeben: So werden Kontaktpersonen in zwei Kategorien eingeteilt.

  • Zur ersten Kategorie zählen diejenigen, die aufgrund von Dauer und Nähe des Kontaktes zu einer an Covid-19 erkrankten Person ein hohes Infektionsrisiko aufweisen. Sie müssen sich in 14-tägige Heimquarantäne begeben.
  • Zur zweiten Kategorie zählen Kontakte mit niedrigem Infektionsrisiko. Diese sind angewiesen, ihren Gesundheitszustand im Auge zu behalten und sich bei Symptomen zu melden. Wie der Krisenstab des Landes OÖ festhält, gilt dabei grundsätzlich die Einschätzung der individuellen Situation des Geschehens durch die zuständige Gesundheitsbehörde.

Eine behördlich angeordnete 14-tägige Quarantäne ist bei Kontaktpersonen der Kategorie eins laut Bundesvorgaben unumgänglich. Durch einen negativen Covid-19-Test wird sie nicht aufgehoben – denn auch dann könnte die Person infiziert sein und ein Ausbruch der Krankheit zeitverzögert eintreten.

Eintragungslisten für Gäste

Alle Informationen zum Thema Corona-Virus in Oberösterreich finden Sie hier: meinbezirk.at/corona-ooe

Autor:

Online-Redaktion Oberösterreich aus Oberösterreich

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