Corona-Fälle in Schlachtbetrieb
Drei positive Tests nach Betriebs-Screening

Im Innviertler Groß-Schlachtbetrieb Großfurtner sind nach einem freiwilligen Screening drei Corona Fälle aufgetaucht. Weitere Tests werden vorgenommen.

ST.MARTIN/INN. Gedanken an den Infektions-Cluster im deutschen Fleischverarbeitungsbetrieb Tönnies kommen wie von selbst auf – die Größendimension ist allerdings kaum vergleichbar: Nach einem freiwilligen Corona-Screening, bei dem 180 der 360 Mitarbeiter der Großschlachterei Großfurtner auf eine Covid-19-Infektion getestet wurden, sind nun drei Fälle im Betrieb bestätigt – das berichtet Geschäftsführer Rudolf Großfurtner im Gespräch mit der BezirksRundschau.

Zehn Personen in Heimquarantäne

Bei den von Rudolf Großfurtner bestätigten Erkrankungsfällen handelt es sich um drei Bosnier aus der selben Familie, die vor rund zehn Tagen aus einem Heimaturlaub zurückgekehrt sein sollen. Zehn engere Arbeitskollegen wurden in die Heimquarantäne geschickt und im privaten Umfeld der Erkrankten gibt es elf weitere Fälle. In der Schlachterei sei jedenfalls alles unter Kontrolle. „Wir stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden und beobachten die Situation genau“, sagt Großfurtner. Derzeit gibt es laut dem Krisenstab des Landes OÖ keine Hinweise auf neue Fälle im Betrieb. Sonntag und Montag führt die AGES weitere Testungen durch. 

UPDATE, 6. Juli 2020

Aufgrund der besonderen Dringlichkeit hat der Krisenstab des Landes OÖ am Montag das Rote Kreuz beauftragt, die noch ausstehenden Testungen so schnell wie möglich durchzuführen. Im Laufe des Tages sollen Abstriche von allen Großfurtner-Mitarbeitern am Standort St. Martin genommen werden. „Rasche Aufklärung und Sicherheit sind für alle Betroffenen wichtig“, sagen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander. In den vergangenen Tagen habe die Zusammenarbeit mit diesem Betrieb, wie mit anderen in der Branche betroffenen Unternehmen in Oberösterreich sehr gut funktioniert: „Nur durch intensive Kooperation erhalten wir in solchen Fällen schnellstmögliche Ergebnisse“, so Stelzer und Haberlander.

Durch Gesundheitsministerium initiiert

„Uns wurde vom Gesundheitsministerium ein freiwilliges Screening angeboten“, erzählt Großfurtner, „wahrscheinlich weil wir ein relativ großer Betrieb sind“. Aus Vorsicht und zum Schutz der Mitarbeiter habe man das gerne gemacht. Die Proben seien am vergangenen Mittwoch genommen worden. Solche Corona-Screenings, insbesondere auch in Schlachtbetrieben, hatte Gesundheitsminister Anschober bereits im Juni angekündigt, nachdem der Cluster bei Tönnies bekannt wurde.

Betrieb läuft

Der Betrieb am Standort St. Martin läuft nach derzeitigem Stand normal weiter. Den Mitarbeitern werde regelmäßig Fieber gemessen und im ganzen Betrieb herrsche Maskenpflicht, so Großfurtner.

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