Corona in Oberösterreich
"Jeder Unfall weniger entlastet Krankenhäuser"

Auch bei der Gartenarbeit kann man sich verletzen.
  • Auch bei der Gartenarbeit kann man sich verletzen.
  • Foto: Stefan Körber/Fotolia
  • hochgeladen von Florian Meingast

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen wegen des Corona-Virus sind derzeit mehr Menschen zu Hause als sonst. Viele Personen nutzen die Zeit um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen. Auch lockt das zeitweise schöne Wetter viele ins Freie, um im Garten zu arbeiten.

OÖ. „Tätigkeiten wie die beschriebenen erhöhen die Unfallgefahr. Mehr Menschen zu Hause bedeuten mehr Haushaltsunfälle. Jährlich werden in Österreich etwa 800.000 Menschen bei Unfällen verletzt. Davon ungefähr 630.000 im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport unter normalen Bedingungen", sagt Sicherheits-Landesrat Wolfgang Klinger

Gerade jetzt gelte es, das persönliche Unfallrisiko so gering wie möglich zu halten. "Zum eigenen Schutz und um die Kapazitäten von Krankenhäusern zu schonen. Ich appelliere an unsere Bürger, bewusst an die Risiken und Unfallgefahren im Haushalt und in der Freizeit zu denken. Jeder Unfall weniger entlastet jetzt Krankenhäuser, Ärzte und Pflegepersonal."

Mangelnde Aufmerksamkeit

„Viele Risiken müssen nun vermieden werden. Einfache Vorsichtsmaßnahmen reichen aus, um die Gefahren zu minimieren. Die Unfallursachen sind oft mangelnde Aufmerksamkeit, Hektik oder ungeeignete Hilfsmittel. Auch mit den eigenen Vorkenntnissen sollte man sich im Vorfeld auseinandersetzen – wer über mehrere Jahre hinweg keine handwerklichen Tätigkeiten ausgeübt hat, sollte nicht wieder damit anfangen, nur weil jetzt gerade dafür Zeit ist", sagt der OÖ-Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.

Wichtig bei der Hausarbeit sei, dabei strukturiert und sorgfältig vorzugehen. "Zu allererst sollte man Wohnung beziehungsweise Garten auf Stolperfallen überprüfen und diese entfernen. Auch Gefahrenquellen für Kinder gehören beseitigt.“ Durch eine gute Vorbereitung ließe sich die Sicherheit deutlich erhöhen. Dazu gehören etwa richtigen Utensilien wie beispielsweise Leitern. "So wird man nicht dazu verleitet, stattdessen auf Stühle oder Tische zu steigen. Auch gute Beleuchtung und geeignete Kleidung sind wichtig. Wenn man sich diese Grundregeln zu Herzen nimmt, sollte einer unfallfreien Zeit in den eigenen vier Wänden nichts im Weg stehen“, sagt Klinger.

Umgang mit Desinfektionsmittel

Wird Desinfektionsmittel zu oft angewandt, wird der natürliche Schutzmantel der Haut angegriffen. Sie wird nicht nur rissig, gerötet und trocken, sondern erst recht durchlässig für Keime und Bakterien. Zuhause reicht das Händewaschen mit Seife. Außerdem muss Desinfektionsmittel wie andere Chemikalien unerreichbar von Kindern aufbewahrt werden.

Hilfreiche Tipps zur Gefahrenvermeidung gibt es in der Zivilschutz-Broschüre „Meine Sicherheit“. Diese kann kostenlos auf www.zivilschutz-ooe.at oder unter 0732 65 24 36 bestellt werden.

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