Rainbows/Gerstorfer
Mehr Anfragen zur Begleitung von Kindern nach Trennungen

von links: Sigrid Eysn, Landesleiterin von Rainbows Oberösterreich, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Linzer Vizebürgermeisterin Karin Hörzing stellten am 30. September die Angebote des Vereins Rainbow vor.
  • von links: Sigrid Eysn, Landesleiterin von Rainbows Oberösterreich, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Linzer Vizebürgermeisterin Karin Hörzing stellten am 30. September die Angebote des Vereins Rainbow vor.
  • Foto: Land OÖ/Sabrina Liedl
  • hochgeladen von Katharina Wurzer

Die Corona-Pandemie ist derzeit für viele Familien eine Herausforderung. So wirkt sich die Instabilität in der Arbeitswelt häufig auch auf das Zusammenleben aus. Beim Verein Rainbow Oberösterreich nehmen die Anfragen für Trennungs- und Scheidungsgruppen für Kinder und Jugendliche zu. Darüber hinaus handeln viele Anfragen vom Suizid des Vaters.

OÖ. Für Kinder und Jugendliche ist Stabilität im Alltag wichtig, meint Sigrid Eysn, Landesleiterin von Rainbows-Oberösterreich. Umbruchphasen wie Trennungen der Eltern oder der Tod eines nahestehenden Menschen sind in der Corona-Pandemie zusätzlich schwierig. 

"Eine Trennung oder Scheidung ist eine belastende Situation - speziell für Kinder. In der Regel bricht für sie eine Welt zusammen. Sie wissen nicht, wie sie mit dem plötzlichen Verlust der vertrauten Lebenssituation umgehen sollen. Hier hilft Rainbows in professioneller Art und Weise", sagt Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ).

Kostenbeiträge sind sozial gestaffelt

Das Land unterstützt die Angebote seit ihrem Bestehen 1994 finanziell. Dazu zählen Rainbows-Gruppen nach Trennungen beziehungsweise Scheidungen für 4-12 Jährige, Rainbows Youth Gruppen für 13-17-Jährige und Einzelbegleitungen. In den Gruppen treffen Kinder auf Gleichaltrige und setzen sich mithilfe vielfältiger Methoden mit der neuen Lebenssituation auseinander. Ziel ist es, Gefühle zu bearbeiten, das Selbstvertrauen zu stärken und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Vorgesehen sind 12 wöchentliche Treffen, wobei eine Gruppe nach einem gewissen Zeitabstand erneut besucht werden kann. Auch Eltern werden durch Gespräche dabei unterstützt, die Bedürfnisse ihrer Kinder besser wahrzunehmen. Die Kostenbeiträge sind sozial gestaffelt. Derzeit werde aufgrund der unsicheren Arbeitssituation häufig gefragt, ob die Kosten reduziert werden könnten, schildert Eysn.

300 Begleitungen jährlich

Weitere Angebote des Vereins Rainbow sind Trauergruppen und Trauerbegleitung, aber auch ein Aus- und Weiterbildungsprogramm für Personen aus dem psychosozialen, pädagogischen oder rechtlichen Bereich. Der Name Rainbow stammt aus den USA und soll ein Sinnbild dafür sein, dass nach schlechten Zeiten wieder positive Erlebnisse folgen.
Aktuell steigen die Anfragen für Trennungs- und Scheidungsgruppen im Herbst. Mehr als 300 Kinder und Jugendliche begleitet der Verein in Oberösterreich jährlich. Seit 1. September ist der Sitz von Rainbows Oberösterreich in der Grünen Mitte in Linz.

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