Paketdienste im Test

OÖ. Weihnachten naht und viele schicken Geschenke an ihre Lieben. Der AK-Konsumentenschutz hat daher zum Test insgesamt 60 Pakete mit selben Inhalt mit den Paketdiensten von Post, Hermes DHL, GLS und DPD versandt. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich: Die Pakete waren zwischen ein und drei Tage unterwegs. Die Preise lagen zwischen 4,60 und 5,90 Euro. 90 Prozent der Sendungen erreichten heil ihr Ziel. 6 Pakete kamen beschädigt an. GLS und DPD reagierten kundenfreundlich auf die Reklamationen nach der Beschädigung. Nur DHL weigerte sich, den Schaden zu ersetzen. Bei Post und Hermes kamen alle Pakete in einwandfreiem Zustand an.

60 Pakete mit zerbrechlichem Inhalt im Test
Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer OÖ haben jeden der fünf Anbieter mit 12 Paketsendungen getestet. Der Test erstreckte sich über das gesamte Jahr 2017. Die Testpakete waren gefüllt mit einer Flasche Wein und vier Gläsern. Aufgrund des zerbrechlichen Inhalts wurden Flasche und Gläser sorgfältig mit Luftpolsterfolie verpackt, Leerräume mit Polsterchips aufgefüllt und ein rotes „Vorsicht Glas - zerbrechlich“ Klebeband um den Karton geklebt. Damit war von außen klar erkennbar, dass es sich um zerbrechlichen Inhalt handelt. Bei einem sorgfältigen Umgang mit unseren Testpaketen hätte es zu keinen Transportschäden kommen dürfen.

Online-Abwicklung der Pakete problemlos
Von sechzig Paketen kamen vierundfünfzig unversehrt beim Empfänger an. Mit Ausnahme von GLS wurden alle Paketscheine online erstellt, diese dann ausgedruckt und die Pakete im nächstgelegenen Paketshop aufgegeben.
Die Bezahlung erfolgte bei Post, DHL und DPD online mittels Kreditkarte und bei Hermes und GLS wurde bar im Paketshop bezahlt.
Die Abwicklung im Internet war bei allen Anbietern sehr zufriedenstellend.
 Bei Abwesenheit des Empfängers wurden alle Pakete entweder vor der Türe oder beim Nachbarn abgegeben oder waren im nächstgelegenen Paketshop abzuholen.

Flasche und Gläser gingen zu Bruch

Bei DHL ging in einem Paket eine Weinflasche kaputt. Bei GLS gingen bei einem Paket drei Gläser zu Bruch und beim zweiten Paket eine Weinflasche und zwei Gläser. Bei DPD ging zweimal eine Weinflasche und einmal zwei Gläser kaputt. Bei der Post AG und Hermes wurden alle Pakete sorgfältig und zeitgerecht zugestellt. GLS und DPD reagierten sehr kundenfreundlich und ersetzten die entstanden Kosten sofort, DHL weigerte sich den Schaden zu ersetzen.

Beim Online-Shopping trägt Verkäufer das Risiko

Wenn Sie eine Ware bestellt haben und diese beim Transport verloren geht oder beschädigt wird, können Sie vom Versender die Zustellung einer mangelfreien Ware verlangen. Sie müssen Ihre Ansprüche nicht beim Transportunternehmen durchsetzen, sondern beim Verkäufer. Achtung Ausnahme: Nur wenn Sie den Transport einer bestellten Ware selbst bei einem von Ihnen ausgewählten Transporteur beauftragt haben, tragen Sie selbst das Risiko und müssen sich direkt beim Transportunternehmen schadlos halten.

Tipp
Ist die Verpackung bei der Lieferung bereits erkennbar beschädigt, ist es ratsam, das Paket in Anwesenheit des Zustellers zu öffnen, einen Schaden sofort zu dokumentieren und wenn möglich durch den Paketdienst festhalten zu lassen.

Weitere Infos zum Versand finden Sie unter ooe.konsumentenschutz.at

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