E-Bikes sind keine normalen Fahrräder

Der ÖAMTC warnt: Durch das schwerer Handling des E-Bikes ist das Unfallrisiko größer.
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  • Foto: ÖAMTC
  • hochgeladen von Marlene Mülleder

OÖ. Sie sehen zwar aus wie normale Fahrräder, sie sind jedoch schneller, schwerer und schwerfälliger im Handling. Diese Eigenschaften führen immer wieder zu schweren Unfällen mit E-Bike-Fahrern. Der ÖAMTC rät besonders Anfängern, Wiedereinsteigern aber auch anderen Verkehrsteilnehmern zur Vorsicht.

E-Bikes sind bequem, optisch attraktiv und verhelfen vielen Menschen zu mehr Mobilität. Somit kein Wunder, dass der Boom der Elektrofahrräder weiterhin ungebrochen ist. „Manche E-Bikes sind von einem herkömmlichen Fahrrad kaum mehr zu unterscheiden. Allerdings nur von außen. Sie sind in der Regel schwerer und dadurch vom Handling viel schwerfälliger. In Kombination mit dem zusätzlichen Antrieb verlängert sich außerdem der Bremsweg. Diese Eigenschaften sind oftmals schwer einzuschätzen“, weiß Petra Riener vom ÖAMTC Oberösterreich.

Eigenheiten des E-Bikes werden unterschätzt

Immer wieder ereignen sich schwere Unfälle, in die E-Bike-Fahrer verwickelt sind. „Es sind die Eigenheiten des E-Bikes, die so eine Situation auslösen. Beispielsweise wird der Bremsweg aufgrund des schwereren Gewichtes unterschätzt. Oder es wird in einer Kurve in die Pedale getreten, wodurch das Rad, überraschend für den E-Radfahrer, rasch an Geschwindigkeit aufnimmt“, erklärt Riener.

Vorsicht im Straßenverkehr ist geboten

Obwohl E-Bikes mittlerweile das Straßenbild prägen, müssen sich aber auch die anderen Verkehrsteilnehmer noch an sie gewöhnen: „Fußgänger, andere Radfahrer und vor allem Autofahrer werden oftmals von der deutlich höheren Geschwindigkeit der E-Bike-Fahrer überrascht. Das erhöht die Unfallgefahr. E-Bike-Lenker müssen deshalb besonders vorausschauend unterwegs sein“, so die ÖAMTC-Expertin.

Vor der ersten Ausfahrt: üben

Der ÖAMTC rät zu Beginn der Saison bzw. mit dem neuen E-Bike die Funktionen, das Handling sowie die Bremsen in einer möglichst verkehrsfreien Umgebung ausgiebig zu testen. „Es ist wichtig, sich an das Rad, die Beschleunigung und den längeren Bremsweg zu gewöhnen. Auch die Bedienmöglichkeiten bzw. die Funktionsweisen müssen bekannt und eingeübt sein. Ansonsten kommt es zu bösen Überraschungen“, warnt Riener.

Auffe auf´n Berg

Mittlerweile sind auch zahlreiche E-Mountainbiker auf Bergen und Waldwegen anzutreffen. „Wer sich erstmals auf einem Berg oder in den Wald mit einem E-Bike wagt, der sollte es langsam und vorsichtig angehen. Wurzeln, Steine, Schotter haben ihre Tücken. Problematisch kann vor allem die Abfahrt sein, denn hier sind Technik und ein sorgsamer Einsatz der Bremsen gefragt“, so die ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin.

E-Bike-Kurse beim ÖAMTC

Der ÖAMTC Oberösterreich bietet an vielen Stützpunkten spezielle kostenlose E-Bike-Kurse für ältere Menschen und Wiedereinsteiger an. In diesen werden das E-Bike und seine Besonderheiten erläutert. Im gesicherten Umfeld führen die Teilnehmer praktische Übungen durch und sie erhalten auch rechtliche Tipps.

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