Öffentlicher Verkehr
Grüne kritisieren „Tarifdschungel“

Landtagsabgeordneter Severin Mayr (Die Grünen)
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Die Grünen Oberöstereich kritisieren beim öffentlichen Verkehr innerhalb unseres Bundeslandes vor allem die wenig nachvollziehbare Tarifstruktur aber auch die jahrelange Vernachlässigung in der Verkehrsplanung.

OÖ. Im Selbstexperiment hat sich der Landtagsabgeordnete Severin Mayr (Die Grünen) mit den Öffis auf den Weg durch ganz Oberösterreich begeben – seinen Erzähliungen nach quasi eine Expedition durch den Tarifdschungel. So würden sich teils für die selben Strecken große Preisunterschiede ergeben, je nach dem welches Verkehrsmittel gewählt wird. Richtig kompliziert könne es teils werden, wenn Bezirksgrenzen oder gar Bundesländergrenzen überschritten werden. „Wir brauchen eine nachvollziehbare Tarifstruktur“, sagt Mayr, der die Öffis in Oberösterreich auch preislich nicht besonders attraktiv findet und deshalb auf eine zeitnahe Umsetzung des auf Bundesebene vieldiskutierten „1-2-3-Tickets“ pocht.

Verhandlungen gestalten sich zäh

Es geht dabei um ein Jahreskartenmodell, bei dem Passagiere um einen Euro pro Tag, also 365 Euro, im ganzen Heimatbundesland mit sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können, für zwei Euro pro Tag, also 730 Euro, kommt ein zweites Bundesland hinzu und für drei Euro pro Tag, also 1.095, soll ganz Österreich abgedeckt sein. Letzterer Ableger dieses 1-2-3-Ticket-Systems wurde vom Nationalrat bereits beschlossen und soll im kommenden Jahr fix kommen. Finanzieren will das zur Gänze der Bund. Die anderen beiden Varianten würden allerdings auch den Länderen etwas kosten – und das mache die Verhandlungen zäh, wie Mayr erklärt. Insbesondere Ober- und Niederösterreich würden sich zieren, hier zu einem Abschluss zu kommen. 

„Verfehlte Verkehrspolitik“

Insgesamt wirft Mayr der Oö. Landesregierunge eine „verfehlte Verkehrspolitik“ vor, die den öffentlichen Verkehr seit vielen Jahren vernachlässige. „In keinem Land ist der Widerspruch zwischen Öffi-Ankündigung und Öffi-Stillstand so eklatant, wie in Oberösterreich“, sagt Mayr. Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass die Oberösterreicher immer noch stark auf den Individualverkehr setzen – was auch kürzlich in einer Studie von Global 2000 bestätigt wurde. Mit dem vollständig umgesetzten „1-2-3-Ticket“ würde die Verkehrswende in Oberösterreich ein großes Stück näher kommen, ist Mayr sicher.

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