Ärztekammerpräsident warnt
„Es droht ein Winter ohne Veranstaltungen“

Auch Weihnachtsmärkte sieht Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser in Gefahr.
  • Auch Weihnachtsmärkte sieht Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser in Gefahr.
  • Foto: Baumkronenweg
  • hochgeladen von Michelle Bichler

720 Corona-Neuinfektionen wurden von Dienstag auf Mittwoch in nur 24 Stunden in Oberösterreich registriert. Angesichts dieser negativen Entwicklung bekräftigt OÖ-Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser seine Forderung nach konsequenten Maßnahmen für Impfverweigerer.

OÖ. In Oberösterreich sind knapp 42 Prozent der Gesamtbevölkerung (34 Prozent ab 12 Jahren) nicht vollimmunisiert. Von Dienstag auf Mittwoch wurden 720 Corona-Neuinfektionen gemeldet – einige davon könnten im Krankenhaus landen, manche sogar auf der Intensivstation.

„Müssen endlich runter von diesen Zahlen!“

„Wir müssen endlich von diesen hohen Zahlen an Neuinfektionen und bei der Belegung der Krankenhaus-Betten runter“, fordert Niedermoser Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Vorbild müsse hier Wien sein. In der Bundeshauptstadt gibt es zu den österreichweit geltenden Maßnahmen zusätzliche Verschärfungen. Etwa gilt für die Teilnahme an Veranstaltungen ab 500 Personen die 2-G-Regel. Das gilt grundsätzlich auch für den Zutritt zur Nacht-Gastronomie. „Wenn die Leute ins Lokal, Theater, Kino oder zu Sportveranstaltungen wollen, dann sollte das auch in Oberösterreich nur noch geimpft oder genesen möglich sein“, fordert Niedermoser die Landespolitik auf, Schritte zu setzen.

Forderung nach Solidarität

Gibt es kein Umdenken, dann sieht der Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich einen harten Winter zukommen: „Dann droht uns ein Winter ohne Veranstaltungen.“ Weihnachtsmärkte sieht Niedermoser genauso in Gefahr, wie Bälle oder andere Indoor-Veranstaltungen. Ein Problem der Gesamtbevölkerung, das von der Gruppe der Ungeimpften zusätzlich befeuert würde. „Diese Personengruppe muss sich endlich mit allen anderen solidarisch zeigen und sich impfen lassen“, so Niedermoser. Das gelte selbstverständlich nicht für Personen, die sich aus unterschiedlichen Gründen (Krankheit, Alter,...) nicht impfen lassen dürfen. Bei allen anderen gehe der Egoismus mittlerweile auf Kosten der Allgemeinheit, so der Mediziner.

Viele im Spital nicht oder nicht vollständig geimpft

Auf den Normalstationen der oö. Krankenhäuser sind derzeit 119 Personen wegen einer Corona-Infektion in Behandlung – 85 davon sind nicht oder nicht vollständig, also mittels zweier Teilimpfungen, immunisiert (wer eine Corona-Erkrankung in einem gewissen Zeitrahmen hinter sich hat, gilt auch mit nur einer zusätzlichen Impfung als vollständig immunisiert). Auf den Intensivstationen liegen derzeit 33 Corona-Patienten (Stand: 12. Oktober), 30 davon sind nicht entsprechend immunisiert. 49 Menschen sind in Oberösterreich in den vergangenen vier Wochen an den Folgen einer Corona Infektion verstorben.


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