Corona-Krise in OÖ
Hiegelsberger fordert neue Vergabe-Regeln zur Stärkung regionaler Wertschöpfung

„Wir können unsere Strukturen in der Landwirtschaft und im Verarbeitungsbereich nur dann erhalten, wenn es ein ganz klares Bekenntnis zu veränderten Wertschöpfungsketten gibt – die wird es in Zukunft brauchen“, sagt Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP).
  • „Wir können unsere Strukturen in der Landwirtschaft und im Verarbeitungsbereich nur dann erhalten, wenn es ein ganz klares Bekenntnis zu veränderten Wertschöpfungsketten gibt – die wird es in Zukunft brauchen“, sagt Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP).
  • Foto: Land OÖ/Wakolbinger
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

OÖ. Landwirte sind – speziell in Krisenzeiten – der unverzichtbare Nahrungsmittellieferant: Ob Fleisch, Milch oder Brot – Oberösterreichs Bauern sichern den Nachschub für Konsumenten, Handel, Gastronomie und Tourismus. Aufgrund des Corona-Shutdowns versiegten zuletzt zahlreiche Absatzmärkte, was wiederum Betriebe entlang der Wertschöpfungskette stark zu spüren bekamen. Um Produzenten ebenso wie Verarbeiter in Zukunft abzusichern, plädiert Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) im Gespräch mit der BezirksRundschau für „einen neuen Geist der Verantwortung“.

Konkret fordert der Agrarpolitiker Veränderungen beim Bundesvergaberecht sowie bei den EU-Wettbewerbsregeln. „Sonst verlieren wir auch in Zukunft weiterhin Fleischer, Bäcker und Bauern“, meint Hiegelsberger.

Es brauche einen neuen Föderalismus in der Bundeswettbewerbsbehörde, da es nicht erklärbar sei, warum beispielsweise öffentliche Küchen nicht ohnehin regionale Lebensmittel verarbeiten. Dem stehen seit Jahren öffentliche Ausschreibungen und das Billigstbieterprinzip im Weg. Eine Veränderung dieser Regelwerke beträfe zahlreiche Institutionen – alleine im öffentlichen Bereich etwa Bundesheer, Krankenhäuser bis hin zu den Schulen. „Wir können unsere Strukturen in der Landwirtschaft und im Verarbeitungsbereich nur dann erhalten, wenn es ein ganz klares Bekenntnis zu veränderten Wertschöpfungsketten gibt – die wird es in Zukunft brauchen“, so Hiegelsberger.

Positives in der Krise

Die aktuelle Corona-Krise bringt jedoch nicht nur wirtschaftliche Probleme, sondern in gewissen Bereichen auch Positives: So steigen derzeit etwa die Absätze bei den Direktvermarktern in OÖ – manche freuen sich gar über ein Umsatzplus von 50 Prozent, informiert Hiegelsberger. Die Regionalität und das „Wissen, wo das Essen herkommt“ erleben in unsicheren Zeiten also einen Aufschwung.

Positiv erwähnt der Landesrat auch einen internationalen Multi, der normalerweise nicht so häufig mit Lob von der Politik bedacht wird: McDonald's. Die Fast-Food-Kette habe trotz geschlossenen Filialen im März und April österreichisches Rindfleisch weiter abgenommen, verarbeiten lassen und gelagert. Das habe wiederum bei Produzenten und Lieferanten für Stabilität gesorgt.

Autor:

Thomas Kramesberger aus Oberösterreich

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