Frauenpolitik
"Krise darf nicht auf Kosten der Frauen gehen"

Die Corona-Krise brachte eine Traditionalisierung der Rollenbilder mit sich.
  • Die Corona-Krise brachte eine Traditionalisierung der Rollenbilder mit sich.
  • Foto: net-olly18-panthermedia
  • hochgeladen von Marlene Mülleder

Die Frauenstrategie „Frauen.Leben 2030“ wurde vor zwei Jahren einstimmig von der Oberösterreichischen Landesregierung beschlossen. Seitdem wurden bereits zahlreiche Maßnahmen zur Gleichstellung von Frau und Mann umgesetzt. Vor der Corona Krise wurde bereits ein Zwischenbericht präsentiert. Nach Corona haben sich  die Prioritäten der wichtigen Themen sicherlich teilweise verändert.

„Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass die Corona-Krise nicht zusätzlich auf Kosten der Frauen geht, sondern dass wir darauf achten, dass Frauen in Oberösterreich ein eigenständiges und finanziell abgesichertes Leben führen können“, so Frauenreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander

Auswirkungen von Covid 19 auf Frauen

Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander diskutierte vor kurzem gemeinsam mit Bundesministerin Susanne Raab und den Geschäftsführerinnen der 22 oö. Frauenvereine und -Beratungsstellen über die Auswirkungen von Covid 19 auf Frauen. Die Frauenberatungsstellen berichteten, dass Frauen mit ganz unterschiedlichen Anliegen zu ihnen kommen, wie beispielsweise Frauen, die sich einsam fühlen, die sich Sorgen über den Job oder über ihre Existenz machen, Probleme mit dem Partner haben, von Gewalt betroffen sind, Probleme mit der Obsorge haben oder über eine Trennung oder Scheidung nachdenken. Das Spektrum ist vielfältig. Bei all diesen Sorgen halfen die Frauenvereine und -beratungsstellen mit ihrem Einsatz und ihrem Engagement mittels telefonischer-, E-Mail- und Online-Beratung während des Lockdowns und auch weiterhin, da die Beratungszahlen derzeit steigen.

Mehrfachbelastung war immens

„Gerade für Frauen war die Mehrfachbelastung durch Homeoffice, Haushalt oder Home-Schooling in der Corona-Krise eine große Herausforderung. Vielfach waren es auch Frauen, die das System in unserem Land am Laufen gehalten haben“, betont Haberlander.
Der nun wieder verstärkten Traditionalisierung der Rollenbilder müsse entschieden entgegengewirkt werden: „Mein großes Ziel ist, dass Frauen mit ihren Anliegen und Interessen sichtbar bleiben. Die Krise darf Frauen nicht kleiner, leiser und unsichtbar machen, sondern sie sollen gestärkt aus der Krise herausgehen“, so die Frauenreferentin.

Vielfalt der Lebensmodelle leben

Eine wichtige zentrale Rolle spielen hier auch die Medien, dass sie die Anliegen der Frauen- und Gleichstellungspolitik transportieren. Medien können Gesellschaftsbilder sowie die Vorstellung über die Geschlechter prägen. Sie können zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern beitragen, indem sie keine Klischees in Geschlechterrollen festschreiben und darauf achten, dass Frauen in gleichem Ausmaß wie Männer in den Medien in Bild und Wort präsent sind.

Auch die Frauen und Männer selber können laut Haberlander einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie aufstehen und nicht aufhören, die Vielfalt der Lebensmodelle sowie die Wertschätzung dafür in der Gesellschaft einzufordern. Denn genauso war es auch umgekehrt, dass mehr Männer zuhause waren. Sie hatten etwa mehr Zeit um sich um die Kinder zu kümmern als sonst, was letzten Endes viele Familien weiter zusammengeschweißt hat.

Autor:

Marlene Mülleder aus Oberösterreich

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.



Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen