Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl wechselt zum Verbund – wird Achleitner Nachfolger?

Michael Strugl (ÖVP, li.) wird Verbund-Vorstand, Landeshauptmann Thomas Stelzer sucht einen Nachfolger für seinen Stellvertreter.
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  • Foto: Land OÖ
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

OÖ. Die Spatzen pfiffen es schon seit mehreren Wochen von den Dächern, nun scheint es fix zu sein: Laut einem Bericht der Tageszeitung "Der Standard" soll Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl (ÖVP) per 1. Jänner 2019 in die Chefetage des Stromkonzerns Verbund wechseln. Der Verbund-Vorstand wird dann nur mehr aus zwei Personen bestehen – eben Strugl und Vorstandschef Wolfgang Anzengruber, dessen Vertrag verlängert werden dürfte. Der bereits 61-jährige Strom-Manager Anzengruber, ebenfalls Oberösterreicher, könnte dann – in zwei bis vier Jahren, je nach Vertragsdauer – wiederum Strugl Platz machen.

In der Landesregierung hinterlässt der Abgang Strugls eine größere Lücke – denn nach dem Abgang Josef Pühringers wurde das Standort-Ressort genau auf die Bedürfnisse des 54-jährigen Strugl zugeschnitten. Wer ihm als Wirtschafts-Landesrat und als Landeshauptmann-Stellvertreter nachfolgen könnte, gilt als offen. Möglich wäre, dass jemand aus der bestehenden Landesräte-Riege den "LH-Stellvertreter-Titel" übernehmen könnte – und das Wirtschafts-Ressort einen neuen Chef oder eine neue Chefin von außen bekäme. Aus ÖVP-Kreisen ist zudem zu hören, dass Stelzer wieder die alleinige Zuständigkeit für den Finanzbereich übernehmen dürfte. Bisher konnte da ja noch Strugl ein Wörtchen mitreden. Auch die Sport-Agenden könnten möglicherweise aus dem Strugl-Ressort direkt zum Landeshauptmann wechseln.

Strugl-Nachfolge: Kommt Eurothermen-Chef Achleitner?

Die besten Chancen habe laut ORF OÖ aber der derzeitige Eurothermen-Chef Markus Achleitner. Er gilt als perfekt vernetzt, in der ÖVP bestens verankert und hat mit der erfolgreichen Entwicklung der Eurothermen bereits mehr als ein Gesellenstück abgeliefert.

Als mögliche Strugl-Nachfolger sind darüber hinaus Ulrike Rabmer-Koller (Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin), Angelika Sery-Froschauer (WKOÖ-Vizechefin), Werner Pamminger (Geschäftsführer der Business Upper Austria) im Spiel. Für Pamminger spricht die hohe fachliche Kompetenz und das gute internationale Netzwerk, das er sich als Chef der OÖ-Standortagentur in den letzten Jahren aufgebaut hat.

Nicht komplett ausgeschlossen ist zudem eine Rückkehr von WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer in die Landespolitik. Sie musste ja nach der Landtagswahl 2015 aus der Landesregierung ausscheiden und wurde wenig später von Christoph Leitl als neue Wirtschaftskammer-Chefin in OÖ präsentiert.

Als Außenseiter-Kandidaten für die Strugl-Nachfolge gelten Stefan Stallinger (derzeit Energie AG-Vorstand) , FMA-Chef Klaus Kumpfmüller (dem gute Kontakte zu Landeshauptmann Stelzer nachgesagt werden) oder ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer. Allerdings gilt es als defacto ausgeschlossen, dass Hattmannsdorfer als ÖAAB-Mitglied ein Wirtschaftsressort übernehmen könnte. Hattmannsdorfers Aufrücken in die Landesregierung würde also nur mit einer größeren Regierungsumbildung möglich werden.

Werden die Ämter des Wirtschaftslandesrats und Landeshautpmann-Stellvertreters getrennt, darf sich wohl Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander gute Chancen ausrechnen, zukünftige Landeshauptmann-Stellvertreterin zu werden. Haberlander konnte ja erst vor Kurzem erste Erfahrungen als Stelzer-Stellvertreterin sammeln – hatte sie doch den Landeshauptmann bei einer größeren Regions-Kongress in Kanada vertreten.

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