Kinder-Medien-Studie 2020
Oberösterreichs Kinder – mehr TV und Internet durch Corona

Peter Eiselmair, LH-Stv. Christine Haberlander und David Pfarrhofer bei der Präsentation der Kinder-Medien-Studie 2020.
  • Peter Eiselmair, LH-Stv. Christine Haberlander und David Pfarrhofer bei der Präsentation der Kinder-Medien-Studie 2020.
  • Foto: Land OÖ
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

Corona-bedingt erlebt die Familie eine Renaissance, das Computer-Selbstvertrauen von Kindern steigt und Lern-Programme waren zuletzt intensiver im Einsatz: Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie der Education Group zum drei- bis zehnjährigen Kinder im Auftrag des Landes OÖ.

OÖ. Corona hat bei den Kindern Spuren hinterlassen: Der Terminkalender war weniger voll, das dicht gedrängte Freizeitprogramm – spielen, Freunde treffen, Hobbys – war deutlich reduziert. In der subjektiven Wahrnehmung verbrachten die jungen Landsleute auch weniger Zeit vor dem Fernseher. Tatsächlich habe sich die tägliche Fernsehzeit jedoch erhöht, so Studienautor David Pfarrhofer vom market-Institut. Er führt diese Diskrepanz auf den Anstieg an gefühlter Tagesfreizeit durch Corona zurück.

Insgesamt verbringen Kinder im Durchschnitt 106 Minuten pro Tag mit TV & Co, im Vergleich zu 2018 mit durchschnittlich 88 Minuten pro Tag. Fernsehen ist noch Nummer eins, Streaming-Dienste gewinnen jedoch an Bedeutung. Knapp 30 Minuten werden für YouTube & Co benötigt. Clips im Internet werden deutlich häufiger konsumiert als klassisches Fernsehprogramm. 50 Prozent der Kinder nennen YouTube als Lieblingssender, so Pfarrhofer.

43 Prozent nutzen (fast) täglich das Smartphone

Auch die Ausstattung in oö. Haushalten verändert sich. Tablet und Smartphone kommen immer mehr zum Einsatz. Zwei Drittel der Kinder verfügen über eigene Geräte. Die (fast) tägliche Smartphone Nutzung ist auf 43 Prozent gestiegen, so die Studie. Immer seltener würden vo Eltern auch Handy-Verbote ausgesprochen, heißt es. Gleichzeitig zeigt das vermehrte Home-Schooling in der Corona-Krise seine Wirkung. "Durch die intensivere und breitere Nutzung empfinden Kinder mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit dem Computer. Eltern sehen die Computernutzung mit deutlich weniger Skepsis", so Pfarrhofer.

"Die Studie zeigt, dass immer früher elektronische Geräte vorhanden sind. Tablets, Smartphones sowie der Umgang mit dem Computer und Internet sind bereits im jungen Alter keine Ausnahme mehr. Egal ob analog oder digital, für beide Bereiche müssen wir Pädagogen sowie Eltern das nötige Wissen vermitteln, um den Kindern den richtigen Umgang zu ermöglichen“", sagt LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Kinder doppelt so viel im Internet

Bereits 77 Prozent der Kinder geben an, Internet zur Verfügung zu haben. 68 Prozent der Kinder nutzen Internet im eigenen Zimmer. Die Internetaktivitäten haben sich binnen zwei Jahren jedenfalls von 21 auf 42 Minuten verdoppelt.

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