150 Wein-Rebsorten "gerettet"
Pflanzen-Genpool in Georgien

Oö. Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (re.) mit Levan Ujmajuridze, der das Scientific Research Center Agriculture (SRCA) in Saguramo (Nahe Tiflis) leitet.
  • Oö. Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (re.) mit Levan Ujmajuridze, der das Scientific Research Center Agriculture (SRCA) in Saguramo (Nahe Tiflis) leitet.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

TIFLIS. Eine knappe Autostunde von der Hauptstadt Tiflis entfernt, umgeben von Bergen mit braun-grünen Sträuchern, kargen Felsen und braunen Böden holt man Stück für Stück die Landwirtschaft nach Georgien zurück. Seit dem Ende der Sowjetunion ist im Land am Fuße des Kaukasus fast das gesamte Wissen um Pflanzen, Feldbewirtschaftung und Ackerbau verloren gegangen. „Die politischen Ereignisse hatten eine sehr negative Auswirkung auf die Landwirtschaft“, meint Levan Ujmajuridze, der das Scientific Research Center Agriculture (SRCA) in Saguramo leitet.

Die Forschungseinrichtung will einen Genpool für Pflanzen zu etablieren und man beschäftigt sich mit Obst- und Weinbau, Standardisierungen, Zertifizierungen – und fördert die landwirtschaftliche Ausbildung. So ist in dem Land, in dem die meisten Bauern von Subsistenzwirtschaft leben, erst seit 1. Oktober 2019 die Zertifizierung von landwirtschaftlichen Produkten wie Weizen verpflichtend. Ziel des SRCA-Instituts ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der georgischen Landwirtschaft zu stärken und das Land weniger abhängig von Importen zu machen. Erste Erfolge konnte man bereits einfahren: So sei es etwa gelungen, 150 einheimische Wein-Rebsorten wieder „aufleben zu lassen“, so Ujmajuridze.

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