Politik-Skandal
So sind wir Medien nicht

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat es nach Ausbruch der aktuellen Regierungskrise mit der rhetorischen Frage auf den Punkt gebracht: "Was ist denn jetzt schon wieder passiert?" Der nächste Super-Gau für die Glaubwürdigkeit der Politik nach dem Ibiza-Skandalvideo.

"So sind wir nicht" distanzierte sich Van der Bellen vor gut zwei Jahren von Heinz-Christian Straches Macht-Rausch-Phantasterei, die Kontrolle über eine Zeitung zu erlangen. Wovon Strache nur faselte, sollen Ex-Kanzler Sebastian Kurz & Co. laut Verdacht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in die Tat umgesetzt haben: Positive Berichte eines Mediums mit dafür frisierten Umfragen eines Meinungsforschungsinstituts im Gegenzug für aus Steuergeld finanzierte Inserate. Straches Politkarriere ist vorbei, auch eine Kurz-Wiederkehr erscheint ob der Chat-Grauslichkeiten mehr als fraglich. Was sicher bleibt, ist der Schaden.

Politik & Journalismus beschädigt

Getroffen wurde nicht nur das Vertrauen in die Politik, sondern auch jenes in den Journalismus. Der muss sich seit der Corona-Krise ohnehin verstärkt mit Anfeindungen und Vorwürfen auseinandersetzen: "Systemmedien", "Fake news", "Ihr dürft's das ja nicht schreiben". Die mutmaßliche Verwicklung einer Zeitung in den aktuellen Skandal macht die Sache alles andere als besser, ist aber keinesfalls sinnbildlich dafür, wie Medien in Österreich arbeiten. Denn, um es mit den Worten von Bundespräsident Van der Bellen zu sagen: So sind wir Medien nicht.


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