"Spannendste Wahl in der Zweiten Republik"

Zur Wahl von Thomas Stelzer (l.) war Sebastian Kurz (r.) in Linz. Auch er wird sich hier zum Obmann küren lassen.
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  • Zur Wahl von Thomas Stelzer (l.) war Sebastian Kurz (r.) in Linz. Auch er wird sich hier zum Obmann küren lassen.
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  • hochgeladen von Rita Pfandler

OÖ (pfa). "Die Hemmung war beim ersten Mal am größten", sagt Paul Eiselsberg, Meinungsforscher des Instituts IMAS. Denn schon bei der Bundespräsidentenwahl mussten viele Stammwähler einen Kandidaten einer anderen Partei wählen. Das könnten sie jetzt wieder tun. "Es wird die spannendste Nationalratswahl der Zweiten Republik. Das Wahlergebnis wird ausschlaggebend für die kommenden Landtagswahlen", so Eiselsberg.

Koalition im Bund könnte zum "Reibebaum" werden

Denn die künftige Koalition wird darüber entscheiden, ob die Landesparteien einen "Reibebaum" in Wien haben oder nicht. Vor allem die SPÖ könnte so wieder in Aufschwung kommen, falls es bundesweit Schwarz-Blau gibt. Schon wegen seiner Struktur sei die Position Oberösterreichs eine sehr interessante: "Traditionell wäre Oberösterreich als Industriebundesland ein sozialdemokratisches Land. Bei der Nationalratswahl 2013 hatte die SPÖ mit 27 Prozent die Nase vorne." Dass die ÖVP auf Landtagsebene so stark sei, habe vor allem damit zu tun, dass der Landeshauptmann-Bonus seit jeher überproportional in die Waagschale geworfen wird.

Pfarrhofer: "Das ist gelerntes Verhalten"

Apropos ÖVP: Der neue Chef Sebastian Kurz hat sich Freiheit bei der Postenbesetzung ausbedungen. Wäre eine Bundesregierung ohne oö. Beteiligung denkbar? David Pfarrhofer, Vorstand des Meinungsforschungsinstituts market: "Es wird spannend, wie das nach den Wahlen aussieht, wenn es darum geht, wer einen Job kriegt. Mir fehlt noch etwas der Glaube. Man kann sich nicht so leicht vom Einfluss der Bünde und Länder verabschieden. Das ist gelerntes Verhalten." Interessant sei auch die Bewertung der Regierungsarbeit. "Die Landesregierung schneidet in Umfragen um Klassen besser ab als die Bundesregierung."

"Man sollte interne Querelen begraben"

Die FPÖ OÖ habe derzeit im Land ein Image, das über das der Protestpartei hinausginge und werde grundsätzlich gut beurteilt. Die Situation der Landes-SPÖ sieht Pfarrhofer kritischer: "Die SPOÖ hat es noch nicht geschafft, die Parteichefin positiv zu besetzen und ihre Kompetenz zu zeigen. Man sollte die internen Querelen begraben."

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