Philippinisches Pflegepersonal
SPÖ wittert „Lohndumping“

Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ)
  • Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ)
  • Foto: Land OÖ/Stinglmayr
  • hochgeladen von Ingo Till

SPÖ kritisiert Pläne der ÖVP, Pflegepersonal von den Philippinen anzuwerben. Stattdessen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich gefordert.

OÖ. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Pflegebereich kam von der ÖVP im Sommer 2019 ein Vorschlag: Pflegekräfte aus Asien holen. Genannt wurde etwa die christlich geprägte Republik der Philippinen. Nun wird es konkreter. So wolle man nach Informationen der SPÖ auf den Philippinen eine Agentur aufbauen um Pflegekräfte für Oberösterreich anzuwerben. Kolportierte 90.000 Euro soll das vorerst kosten. „Lohndumping auf dem Rücken der Pflegekräfte“, sieht SPOÖ-Klubvorsitzender Christian Makor hier, denn durch die angeworbenen Kräfte würde der Druck auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich erhöht werden. 

Gerstorfer: „Es braucht dringend Verbesserungen“ 

„Es braucht dringend Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen“, sagt Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Konkrete Vorschläge seitens der betroffenen Arbeitnehmervertreter seien von Landeshauptmann Thomas Stelzer „seit einem halben Jahr ignoriert“ worden. Kritisiert wird die Anwerbung philippinischer Fachkräfte auch vor dem Hintergrund der gleichzeitigen Abschiebung von Asylwerbern in Ausbildung. Die SPÖ würde dem geplanten Antrag der ÖVP in der Landtagssitzung am heutigen Montag jedenfalls nicht zustimmen.

Hattmannsdorfer vermisst Initiativen

„Wir werden in Zukunft jede helfende Hand in der Pflege brauchen“, entgegnet OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer. „Neue Denkansätze und mutige Entscheidungen“ seien gefragt. Und schließlich würden auch Deutschland, Canada oder die USA Pflegekräfte von den Philippinen ins Land holen. Bevor der Fokus aufs Ausland gelegt würde, müsse selbstverständlich dass heimische Fachkräftepotenzial maximal genutzt werden, so Hattmannsdorfer weiter. Von Gerstorfer hingegen seien „noch nicht sehr viele Initiativen im Kampf gegen den Pflegekräftemangel ersichtlich“.

Autor:

Ingo Till aus Oberösterreich

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