Weltfrauentag 2020
45 Prozent der Gründer sind weiblich

v.l. Karin Kiedler (Leiterin Marktforschung der Erste Bank Oesterreich), Etienne Koo (Mitgründerin und GF „Show my Size“), Stefanie Christina Huber (Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ)
  • v.l. Karin Kiedler (Leiterin Marktforschung der Erste Bank Oesterreich), Etienne Koo (Mitgründerin und GF „Show my Size“), Stefanie Christina Huber (Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ)
  • Foto: Sparkasse OÖ
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„Frauen gründen später, aber dafür nachhaltiger“, fasst Stefanie Christine Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse OÖ, die Ergebnisse einer Studie zum Jungunternehmertum in Österreich zusammen.

OÖ. Eine aktuelle IMAS-Studie im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen beleuchtet die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Unternehmensgründungen. Der Trend zur Selbständigkeit in Österreich ist keinesfalls einem Geschlecht zuzuschreiben, denn es gründen beinahe gleichviele Frauen wie Männer ein Unternehmen. Charakteristisch für Gründerinnen sei, dass die Unternehmen längeren Bestand haben, sie später, also in höherem Alter, weniger riskant und ertragreicher gründen.

Andere Motive

Die größten geschlechtsspezifischen Unterschiede bestehen bei den Gründungsmotiven. 23 Prozent der Gründerinnen in Österreich streben eine höhere Flexibilität an, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, für nur 13 Prozent der Männer war dies bei der Gründung ausschlaggebend. Ein Großteil der Männer (45 Prozent) legt ihren Fokus auf höheren Verdienst und Selbstbestimmung. „Die Studie zeigt, dass das Thema Familie vorherrschend noch bei den Frauen angesiedelt ist, denn sie denken bei der Unternehmensgründung die familiären Faktoren – neben Selbstbestimmung und höherem Verdienst – gleich mit“, erklärt Karin Kiedler, Leiterin der Marktforschung der Erste Bank.

Frauen besser informiert

Klare Unterschiede der Geschlechter tauchten bei der Herangehensweise auf: Frauen bereiten sich sehr detailliert auf die Gründung vor, während Männer die Erstellung des Businessplans oftmals auslagern und somit über ein geringeres Detailwissen verfügen. „Aus unseren Erfahrungen in der Gründerbetreuung ist ersichtlich, dass letztendlich 29 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen eine Finanzierung in Anspruch nehmen. Daran ist erkennbar, dass es beim Thema Finanzierung im Endeffekt kaum einen geschlechtsspezifischen Unterschied gibt“, so Huber.

Weniger Geld benötigt

Ein deutlicher Unterschied ist bei der Finanzierungshöhe erkennbar. Frauen finanzieren durchschnittlich ein Volumen von knapp 30.000 Euro, während es beim männlichen Pendant 53.000 Euro sind. Dieser Unterschied resultiert zum Großteil aus den verschiedenen Branchenschwerpunkten der Geschlechter. Die Sparte Gewerbe und Handel wird deutlich stärker von Frauen abgedeckt, Männer sind überwiegend im kostenintensiven IT-Sektor aktiv.

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