Ehrengruber/Wohlmuth
Altstoffsammelzentren stellen Ölis aus Recyclingmaterial her

Christian Ehrengruber, Geschäftsführer des Landes-Abfallverwertungsunternehmens, und Roland Wohlmuth, Vorsitzender des OÖ Landesabfallverbandes, informierten am 29. September über aktuelle Entwicklungen der Abfallwirtschaft.
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  • Christian Ehrengruber, Geschäftsführer des Landes-Abfallverwertungsunternehmens, und Roland Wohlmuth, Vorsitzender des OÖ Landesabfallverbandes, informierten am 29. September über aktuelle Entwicklungen der Abfallwirtschaft.
  • Foto: OÖ LAV
  • hochgeladen von Katharina Wurzer

Seit fast 20 Jahren ist der Mehrweg-Speiseöl-Sammelbehälter ÖLI in Verwendung. Während beim Austausch der Behälter bis vor kurzem Primärmaterial genommen wurde, wird der ÖLI jetzt testweise aus Recyclingmaterial hergestellt. Darüber und über weitere Entwicklungen informierten Roland Wohlmuth und Christian Ehrengruber vom OÖ Landesabfallverband beziehungsweise dem Landes-Abfallverwertungsunternehmen am 29. September.

OÖ. Etwa 60 bis 70 Prozent aller Haushalte in Oberösterreich nutzen den Mehrweg-Speiseöl-Sammelbehälter ÖLI. Das auf diese Weise gesammelte Speiseöl kann in Altstoffsammelzentren (ASZ) abgegeben werden. Von dort kommt es nach Wels zur LAVU (=Landesabfallverwertungsunternehmen) in die ÖLI- Wasch- und Aufbereitungsanlage. Dort wird es aufbereitet und in Raffinerien zu Biodiesel verarbeitet.
Der ÖLI ist seit fast 20 Jahren in Verwendung. Neu ist, dass der Speiseöl-Sammelbehälter seit diesem Jahr testweise aus Recyclingmaterial hergestellt wird. 40.000 Stück Recycling-ÖLI haben die ASZ mittlerweile in Umlauf gebracht.

Pfandlösungen sollen untersucht werden

Ein weiterer Beitrag zu Recycling soll zukünftig ein Pfandsystem für Einweg-Getränkeverpackungen sein. Diese werden derzeit häufig achtlos weggeworfen. Um Einwegplastik zu reduzieren, sieht eine EU-Richtlinie vor, dass in Österreich bis 2029 mindestens 90 Prozent der Kunststoffgetränkeflaschen getrennt gesammelt werden. Aktuell sind es etwa 70 Prozent. Um kleinere Handelsbetriebe bei der Erreichung dieses Ziel zu entlasten, schlagen die OÖ Umwelt Profis jetzt vor, die rund 180 ASZ im Bundesland in mögliche Pfandlösungen einzubeziehen. So könnten vor Ort entsprechende Automaten zur Rückgabe von Kunststoffgetränkeflaschen aufgestellt werden.

"Wir werden gemeinsam mit der BOKU Wien eine Studie zum Thema Pfand durchführen. Dabei sollen technische Möglichkeiten eruiert werden. So wollen wir auch Kleinbetriebe unterstützen, die die Wirtschaftskammer immer wieder als Verlierer eines Pfandsystems darstellt. Ein Pfandsystem ist umsetzbar", ist Wohlmuth überzeugt.

Viele Menschen könnten sich ein solches System vorstellen.
Insgesamt ist der Abfall bei den ASZ seit März nahezu gleich geblieben. Verändert hat sich jedoch die Art des Mülls. So wurden mehr Haushalts-ÖLI, Elektrokleingeräte, Kabelschrott und Kerzen abgegeben. Gesunken sind hingegen die Altpapiermengen und Problemstoffe.

Christian Ehrengruber, Geschäftsführer des Landes-Abfallverwertungsunternehmens, und Roland Wohlmuth, Vorsitzender des OÖ Landesabfallverbandes, informierten am 29. September über aktuelle Entwicklungen der Abfallwirtschaft.
Der Mehrweg-Speiseöl-Sammelbehälter ÖLI wird jetzt testweise aus Recyclingmaterial produziert.

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