Gesundheits- und Sozialberufe
AMS und Sozialressort starten landesweite Offensive für die Pflege

von links: Martin König (SoNE), Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer und Gerhard Straßer (AMS OÖ) informierten am 30. Juni 2020 über ihre gemeinsame landesweite Offensive für die Pflege.
  • von links: Martin König (SoNE), Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer und Gerhard Straßer (AMS OÖ) informierten am 30. Juni 2020 über ihre gemeinsame landesweite Offensive für die Pflege.
  • Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr
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Im Mai 2020 kamen 412 Arbeitslose auf 993 offene Stellen in Gesundheits- und Sozialberufen in Oberösterreich. Das ist gegenteilig zur allgemeinen Entwicklung, dass derzeit mehr Arbeitslose als offene Stellen beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet sind. Das AMS Oberösterreich und das Sozialressort des Landes starten jetzt eine landesweite Offensive für Gesundheits- und Sozialberufe.

OÖ. Derzeit sind etwa 86.000 Menschen in Oberösterreich pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2040 wird sich die Zahl laut Bedarfs- und Entwicklungsplanung des Sozialressorts auf über 125.000 Pflegebedürftige erhöhen. Darüber informierte Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) am 30. Juni 2020 in einer Pressekonferenz. Bereits jetzt könnten in einzelnen Alten- und Pflegeheimen aufgrund offener Stellen nicht alle Plätze belegt werden.

"Wir müssen deshalb alles tun, um für die Zukunft ausreichend qualifiziertes Pflegepersonal zu gewinnen. Neben der bereits begonnenen Ausbildungsoffensive werden wir die Kampagne "Sinnstifter" zur Bewerbung von Pflegeberufen fortsetzen", führt Gerstorfer aus.

44 Ausbildungslehrgänge im Bundesland

Die im vergangenen Jahr begonnene Pflegeoffensive besteht unter anderem aus einer Verdoppelung der Ausbildungsplätze für Pflegeberufe, aus der Einführung des Lehrgangs "Junge Pflege" für Jugendliche nach der Pflichtschule und aus der Bereitstellung von Stipendien und Stiftungen für die Zeit der Ausbildung. So konnten 650 Menschen für eine Ausbildung in einem Altenbetreuungsberuf gewonnen werden, was um ein Drittel mehr als 2018 ist. Insgesamt werden in diesem Jahr oberösterreichweit 44 Ausbildungslehrgänge für Gesundheits- und Sozialberufe, beispielsweise für diplomierte Krankenpfleger oder für Heimhilfe, angeboten. Mit der Kampagne Sinnstifter soll das Image der modernen Altenarbeit verbessert und klar kommuniziert werden.
Darüber hinaus werden das AMS, das Sozialressort des Landes und die SoNe Soziales Netzwerk GmbH (Service- und Beratungsstelle für Ausbildungen in Sozial- und Gesundheitsberufen) jetzt verstärkt Arbeitssuchende aller Branchen ansprechen und über die Vorteile eines Pflegeberufes beraten.

AMS wird ungefähr 5.000 Jobsuchende kontaktieren

"In den kommenden Wochen informieren wir rund 5.000 Jobsuchende über die Chancen im Gesundheits- und Sozialwesen. Angesprochen werden dabei Personen aus allen Branchen, die heuer arbeitslos geworden sind. Wir weisen dabei auf die Krisensicherheit der Berufe ebenso hin, wie auf Verdienstmöglichkeiten sowie die erforderliche Bereitschaft zu mitunter unregelmäßigen Arbeitszeiten", berichtet AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer.

Bei der Auswahl, wer darauf angesprochen werde, würde unter anderem auf die bisherigen Tätigkeiten der Personen und auf den Ort des Bedarfs geachtet.
Die Ausbildungen stehen allen Interessierten unabhängig des Alters und ihrer Vorkenntnisse offen. Das Einstiegsgehalt liege für Fach- und Diplomsozialbetreuer für Altenarbeit (FSBA) bei 1.700 Euro netto für Vollzeit und bei diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern (DGKS) bei durchschnittlich 2.000 Euro netto. Laut Martin König, Geschäftsführer SoNe, sei das zwar ein niedrigeres Gehalt im Vergleich zu technischen Branchen, aber zugleich ein höheres in Relation zu Angestellten im Handel oder in der Gastronomie.

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Autor:

Katharina Wurzer aus Linz

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