Burn-out, ein Modewort

Burn-out ist ein vielstrapazierter Begriff und kommt nur in seltenen Fällen ausschließlich von der Arbeit.
  • Burn-out ist ein vielstrapazierter Begriff und kommt nur in seltenen Fällen ausschließlich von der Arbeit.
  • Foto: perig76/panthermedia
  • hochgeladen von Rita Pfandler

OÖ. "Burn-out ist keine anerkannte Diagnose." "In seltenen Fällen bekommt man allein von der Arbeit eine psychische Erkrankung." "Wir befinden uns gerne in der Opferrolle." So provokant die Thesen von Robert Bandstetter auch klingen, so leidenschaftlich und mitreißend erzählt er von seinem Beruf. Der Arbeitspsychologe der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) erklärt, dass dem vielstrapazierten Begriff Burn-out etwa 50 körperliche und psychische Erkrankungen zuordenbar sind.

"Ausgleich liegt in der Eigenverantwortung"

Grundsätzlich fuße eine gesunde Psyche auf vier Säulen: Arbeit, eigene Persönlichkeit, soziale Kontakte (Familie, Freunde) und Gesellschaft (äußere soziale Normen). Geraten diese Säulen langfristig aus dem Gleichgewicht, steigt die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken. Das bedeutet, dass eine anstrengende Arbeit vom sozialen Umfeld kompensiert werden kann. Kommen aber noch schwerwiegende private Probleme dazu, kann das die Gesundheit aus den Fugen bringen. "Der Ausgleich von diesen Faktoren liegt vielfach in unserer Eigenverantwortung", sagt Brandstetter, der appelliert, das eigene Leben mehr zu reflektieren und aktiv anzugehen. "Abhängigkeit von Materiellem, das Nachlaufen jedes Trends, die tägliche Reizüberflutung begünstigen das Auftreten von psychischen Erkrankungen", sagt er und appelliert an eine neue Kultur der Bescheidenheit und Zufriedenheit.

"Gehirn hat Tausende Fähigkeiten"

"Wir können unser Gehirn nicht abschalten, aber wir können ihm helfen, sich zu entspannen." Einen Abend vor dem Fernseher zu verbringen, diene aber nicht dem Gehirn eine Auszeit zu gönnen. "Unser Gehirn hat Tausende Fähigkeiten", sagt Brandstetter. Er empfiehlt, jene Teile zu nutzen, die wir sonst nicht so oft brauchen. Hat man eine Bürotätigkeit, empfiehlt sich zur Entspannung manuelle Arbeit oder Sport. Wer im Beruf viel mit Zahlen zu tun hat, sollte die Fantasie in der Freizeit anregen. Muss man körperlich arbeiten, ist ein ruhiges, intellektuelles Hobby zum Ausgleich gut. "Auf alle Fälle erholsam ist, sich täglich stille Momente zu gönnen mit möglichst wenig Reizen von außen", rät er.

Autor:

Rita Pfandler aus Oberösterreich

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