Employer Branding
Das Gehalt alleine entscheidet nicht über die Berufswahl

Mitarbeiter werden dann zu Markenbotschaftern eines Unternehmens, wenn diese vom Unternehmen völlig überzeugt sind.
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  • Mitarbeiter werden dann zu Markenbotschaftern eines Unternehmens, wenn diese vom Unternehmen völlig überzeugt sind.
  • Foto: panthermedia/werner.heiber
  • hochgeladen von Julian Engelsberger

Eine IMAS-Studie sowie ein Experte für Employer Branding zeigen die entscheidenden Faktoren auf, welche für die Arbeitssuchenden von Bedeutung sind. 

OÖ. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für die heimischen Unternehmen immer schwieriger, die passenden Mitarbeiter zu finden. War die Lage vor einigen Jahren noch so, dass die Unternehmen die Qual der Wahl hatten, welcher Bewerber den Job bekommt. So hat sich das Bild heutzutage teilweise gedreht und die ausgebildeten Arbeitssuchenden sind jene, die entscheiden, welches Angebot sie annehmen.

Die Firma zur Marke machen

Zunehmend von Bedeutung ist es, aus der Firma eine Marke zu kreieren, bei der jeder gerne arbeiten möchte. Laut Gerd Liegerer, Employer-Branding-Experte und Bud&Terence-Geschäftsführer, müsse die Entwicklung zu einer Marke von innen heraus geschehen.

„Die Firmen, die sich auch mit ihrer Kultur und der Wahrnehmung ihrer Mitarbeiter beschäftigen, werden den entscheidenden Unterschied nach außen transportieren sowie loyale Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigen können“, betont Liegerer. 

Das Gehalt als zentraler Faktor

Das Gehalt werde immer ein wichtiger Bestandteil bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber sein, aber nicht nur der Lohn alleine sei von Bedeutung. Auch weitere Leistungen wie unter anderem eine Mitarbeiterbeteiligung, Zahlung des Führerscheins bei Lehrlingen oder die Möglichkeit, selbst die Anzahl der Urlaubstage bestimmen zu können, seien von Bedeutung. 
Dies bestätigt auch eine IMAS-Studie zum Thema Sinn im Beruf. Laut Studie, seien die zentralen Faktoren für die Berufswahl der gute Verdienst, ein sicherer Arbeitsplatz sowie die Freude an der Tätigkeit selbst. Für weniger wichtig werden unter anderem Aufstiegschancen und flexible Zeiteinteilung erachtet.

Jobdiversität entscheidend für die Regionen

„Jobdiversität“ bezeichnet IMAS-Meinungsforscher Paul Eiselsberg als zentralen Faktor für die Regionen.

„Es ist eine Familienentscheidung“, betont Eiselsberg.

Denn Vater und Mutter hätten meist unterschiedliche Ausbildungen, müssten aber beide einen passenden Beruf in ihrer Region finden.

Mitarbeiter als Markenbotschafter

Laut Liegerer sei es nur dann möglich, aus Mitarbeitern Markenbotschafter zu machen, wenn die vom Unternehmen überzeugt sind. Nachhaltiger Erfolg sei durch Offenheit und Ehrlichkeit zu erreichen. Aber auch der Mut zur Hässlichkeit soll gegeben sein, was bedeutet, dass die Firmen zu ihren Ecken und Kanten stehen sollen.

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