Forschung schafft Start-Ups

OÖ. Fortschritte durch Forschung und experimentelle Entwicklung spielen eine wesentliche Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit Oberösterreichs. Die Zahl der Beschäftigen im Sektor Forschung und Entwicklung (F&E) wächst laut einer Erhebung der "Business Upper Austria" (biz-up) im Bundesländervergleich in Oberösterreich am stärksten. Das Land ob der Enns weist nach Wien und der Steiermark die höchsten  F&E-Ausgaben auf. Dabei sticht besonders der Unternehmenssektor hervor: Auch im internationalen Vergleich sind die F&E-Ausgaben überdurchschnittlich hoch. Die Linzer Johannes-Kepler-Uni hat laut biz-up-Erhebung die meisten Verwertungs-Spin-Offs österreichweit hervorgebracht. Verwertungs-Spin-Offs sind Unternehmensgründungen der Uni bzw. Unternehmen, an welchen die Uni direkt oder indirekt beteiligt ist und deren Gründung ohne Nutzung der vorangegangenen Forschungsergebnisse nicht erfolgt wäre.

Innovative Ideen
Aus diversen JKU-Forschungsprojekten gingen in letzter Zeit innovative Neugründungen hervor: Umut Cakmak gründete "Plastic Innovation". Hier werden mittels speziellen Spritzgussverfahren Fahrradrahmen aus Kunststoff statt aus Edelstahl oder Aluminium hergestellt. Das senkt die Produktionskosten und die Co2-Emissionen.
Mit dem Tool "SlideLizard" von Jakob Mayer werden Präsentationen interaktiver gestaltet. Die Zuschauer nehmen per Smartphone oder PC an der Präsentation teil und können dann auf alle Unterlagen zugreifen, Fragen stellen und Feedback abgeben. Mathias Holzinger, Markus Wagner und Horst Fuchs haben vor Kurzem die "Chatvisor GmbH" gegründet. Dank der Technologie des Start-ups können Unternehmen News zu Angeboten, Events und mehr im Facebook Messenger versenden. Unternehmen, aber auch Vereine haben so die Möglichkeit, mit nur wenigen Klicks Abonnenten aufzubauen, welche dann direkt im Facebook Messenger auf dem Laufenden gehalten werden können. Evelyn Haslinger gründete "Symflower". Die Qualitätssicherung von Software ist nicht nur zeitintensiv und aufwändig, sondern auch eine menschliche Fehlerquelle. Hier möchte das Start-up Abhilfe schaffen. Symflower generiert automatisierte Tests und ermöglicht somit eine Überprüfung von Software durch reine Rechenleistung. Menschen nehmen hier nur noch eine leitende Rolle ein.

Aktuelle Forschungsprojekte
An der JKU laufen aktuell innovative Forschungsprojekte rund um die Themen Krebsforschung durch Big Data, Biomechatronik, Robotik und Sensorik, Quantenforschung u.v.m. Das Energieinstitut etwa beschäftigt sich schon seit langem mit dem Thema Wasserstoff/Power-to-Gas und. Mit der Power-to-Gas-Technologie kann Ökostrom durch Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und im Erdgasnetz gespeichert werden.

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