Gemüsesaison startet voll durch

v. l.: Ewald Mayr, Obmann des Verbandes der Obst- und Gemüseproduzenten OÖ, Agrarlandesrat Max Hiegelsberger und LK OÖ-Präsident Franz Reisecker.
  • v. l.: Ewald Mayr, Obmann des Verbandes der Obst- und Gemüseproduzenten OÖ, Agrarlandesrat Max Hiegelsberger und LK OÖ-Präsident Franz Reisecker.
  • Foto: LK OÖ
  • hochgeladen von Ingo Till

OÖ. So spät die Auspflanzung heuer aufgrund des langandauernden Winters begonnen werden konnte, so früh gibt es dank der Wärme in den vergangenen Wochen bereits eine reichhaltige Ernte. Fehlende Niederschläge konnten durch intensive Bewässerung ausgeglichen werden, wie die Landwirtschaftskammer OÖ vermeldet. 70 Prozent der Anbauflächen in Oberösterreich seien entsprechend ausgestattet. Neben Blattgemüse wie verschiedener Salate, Mangold oder Spinat, Kohlgemüse wie Frühkraut oder Kohlrabi und Wurzelgemüse wie Radieschen und Bierrettich ist heuer auch – früher als sonst – schon das erste Fruchtgemüse reif. Vorbote ist hier die Zucchini, die Feldgurke braucht noch ein, zwei Wochen. Mit Spargel und Jungzwiebeln, die übrigens zum Feingemüse zählen, sowie heurigen Kartoffeln und verschiedenen Kräutern lässt sich dann schon einiges zaubern.

Bio-Trend setzt sich fort

Ungebrochen ist der Trend zu Bio: 22 Prozent der oö. Anbauflächen (390 Hektar) werden biologisch bewirtschaftet – Tendenz steigend. Betont wird hierbei auch die Rolle des Konsumenten, denn was nachgefragt und gekauft wird, werde in Zukunft vermehrt angebaut, erklärt Landesrat Max Hiegelsberger. Die Bauern selbst sind dennoch experimentierfreudig und tasten sich in neue Gefielde vor. Im Kommen ist etwa der Pilzanbau, wie der Gemüsebau-Referent der Landwirtschaftskammer OÖ, Stefan Hamedinger, weiß.

Zu wenig Erntehelfer und Saisonarbeiter

Insgesamt erwirtschaften die 170 oö. Gemüsebauern auf einer Fläche von 1.750 Hektar einen Produktionswert von rund 30 Millionen Euro. 500 „familieneigene“ Arbeitsplätze und 800 weitere ganzjährige sowie 1.500 Stellen in nachgelagerten Bereichen, sind durch den Gemüseanbau in OÖ gesichert. Probleme gibt es teils bei der Deckung des saisonalen Arbeitskraftbedarfs. Unterschieden wird hierbei zwischen Saisonarbeitern, die eine Arbeitserlaubnis für maximal ein Jahr erhalten und Erntehelfern, die jeweils nur sechs Wochen arbeiten dürfen – an beiden mangelt es. Da die Feldarbeit unter Österreichern nicht allzu beliebt ist, müssen viele ausländische Arbeiter eingestellt werden – die Anzahl ist jedoch gesetzlich begrenzt und wird jährlich vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz neu festgelegt. Heuer sind es für OÖ genau 995 Saisoniers und 55 Erntehelfer – etwa um 100 bzw. 50 zu wenig, so Hamedinger, der in dieser Hinsicht an die Bundesregierung appelliert. Unter den Feldarbeitern sind 2018 auch 160 Asylwerber oder -berechtigte.

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