Industriellenvereinigung OÖ sieht Handlungsbedarf bei Arbeitsmarkt und Bildungssystem

IV OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch
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  • Foto: IV OÖ/Krügl
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Ohne die entsprechenden Fachkräfte könne der Standort Oberösterreich nicht sein ganzes Potenzial entfalten, so die Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ). Praxisnahe und kurzfristige Maßnahmen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik einerseits sowie mittel- und langfristig eine Änderung unseres Bildungssystems seien laut IV OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch notwendig. In der Kritik steht dabei die Budgetierung des Arbeitsmarktservice. So müsse in Zeiten sinkender Arbeitslosigkeit, wie es aktuell der Fall ist, auch das Budget des AMS gesenkt werden. Weiters wäre laut Haindl-Grutsch mehr Flexibilität bei den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten gefragt, um schneller und besser auf Konjunktur- und Nachfrageentwicklungen reagieren zu können. Es dürfe nicht passieren, dass ein AMS-Jahresbudget weitestgehend verplant wird, obwohl eine Nationalratswahl und die Bildung einer neuen Bundesregierung unmittelbar bevorstehen und zusätzlich dynamische konjunkturelle Veränderungen eintreten. „Rasche Reaktionen und die Forcierung neuer Schwerpunkte werden damit verunmöglicht“, betont Haindl-Grutsch. Wichtig sei es zudem verstärkt Beschäftigungsanreize zu schaffen. Konkret fordert die IV OÖ effiziente Durchführung von Schnellqualifizierungen im IT-Bereich und eine Forcierung der arbeitsplatznahen Qualifizierung aber auch eine verstärkte Einbindung von Frauen und Migranten im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

Hoffnung in neuer Bildungsdirektion

Im Bildungsbereich, so Haindl-Grutsch, würden sich durch die geplante Neuaufstellung der Bildungsdirektion Chancen ergeben. Hoffnung setzt der IV OÖ-Geschäftsführer dabei in ein Führungsteam das „die Kompetenz und den Willen hat, positive Veränderungen einzuleiten“.  Die personelle Trennung der Funktionen des Bildungsdirektors und des Gewerkschaftschefs sei eine grundlegende Voraussetzung. Als besonders wichtig erachtet die IV OÖ unter anderem eine Qualiätsoffensive in den Volksschulen und eine rasche Überarbeitung des Konzeptes Neue Mittelschule, sowie eine stärkere Vernetzung der Pädagogischen Ausbildung mit der Wirtschaft. Zufrieden ist die IV OÖ mit der Entwicklung der Johannes Kepler Universität und der Fachhochschule OÖ.

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