Inflation wird hoch bleiben
Investmentgespräch der Hypo OÖ

Gerald Hackl, Monika Köppl-Turyna, Hypo OÖ-Generaldirektor Klaus Kumpfmüller, Moderatorin Margit Märzinger (HYPO OÖ) und Uli Krämer.
  • Gerald Hackl, Monika Köppl-Turyna, Hypo OÖ-Generaldirektor Klaus Kumpfmüller, Moderatorin Margit Märzinger (HYPO OÖ) und Uli Krämer.
  • Foto: Wakolbinger/Hypo OÖ
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

Die Inflation war das beherrschende Thema des Investmentgespräches der Hypo Oberösterreich am Montagabend im Linzer Ars Electronica Center. Ökonomin Monika Köppl-Turyna, der Vorstandsvorsitzende der Vivatis Holding AG Gerald Hackl und der Chief Investment Officer der Kepler-Fonds KAG Uli Krämer waren sich einig, dass die Inflation weiter hoch bleiben werde.

OÖ. Vielfach seien Preissteigerungen – etwa bei den Energiepreisen – noch nicht zur Gänze bei den Unternehmen und den Konsumenten angekommen. Das EZB-Ziel von zwei Prozent werde daher auf absehbare Zeit nicht erreicht werden.

Das Inflationspaket der Bundesregierung bewertet die Direktorin des Wirtschaftsforschungsinstitutes ECO Austria durchaus positiv. Die Senkung der Lohnnebenkosten und die beabsichtigte Abschaffung der kalten Progression seien wichtige Maßnahmen. Von einer Senkung der Mehrwertsteuer auf gewisse Produktkategorien halte sie aufgrund der geringen Treffsicherheit jedoch wenig, so Köppl-Turyna.

Die Unternehmen seien, so Vivatis-Chef Gerald Hackl, massiv von Kostensteigerungen betroffen. Das betreffe fast alle Kostenbereiche, nicht nur die Energie. In seinem Unternehmen seien die Kostensteigerungen ohne Energie bereits vier bis fünfmal so hoch, wie noch in den vergangenen Jahren. Als weitere große Herausforderung sehe er den akuten Arbeitskräftemangel. Hier würde er sich eine Arbeitsmarktreform dringend wünschen, so Hackl.

Die aktuelle Situation mit Pandemie, Krieg und Inflation sei für die Volkswirtschaften und Wertpapiermärkte einmalig, so Uli Krämer von der Kepler-Fonds KAG. Es sei derzeit schwer abschätzbar, wie sich das Ganze weiterentwickeln werde. Zu volatil und zu komplex sei die Lage. Es sei jedoch völlig unrealistisch, dass die Inflation in Europa rasch wieder auf das gewünschte Niveau von zwei Prozent kommen werde, so der Wertpapierexperte. Es könne durchaus sein, dass diese noch mehrere Jahre über diesem Wert liegen werde.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.