„#upperENERGY“
Land Oberösterreich stellt Energie-Maßnahmenplan bis 2030 vor

Landesrat Markus Achleitner und Landeshautpmann Thomas Stelzer (v. l.).
  • Landesrat Markus Achleitner und Landeshautpmann Thomas Stelzer (v. l.).
  • Foto: Land OÖ/Schaffner
  • hochgeladen von Ingo Till

Der „OÖ. Energie- und Klima-Maßnahmenplan 2030: #upperENERGY“ bündelt die Hauptstoßrichtungen der oberösterreichischen Energie- und Klimapolitik in der Zielperiode bis 2030 sowie konkrete Umsetzungsschritte. 

OÖ. Die zentrale Herausforderung ist der weitgehende Verzicht auf fossile Energieträger in der Energieversorgung, der Mobilität und der Wirtschaft und insbesondere auch in der Industrie. „Die Dekarbonisierung ist nicht nur Herausforderung für Europa, sie ist insbesondere für Österreich und Oberösterreich eine große Chance - nicht nur durch die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcennutzung, sondern auch durch Technologieführerschaft in tiefgreifenden Veränderungsprozessen“, sind Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner (beide ÖVP) überzeugt.

Wichtigste neue Maßnahmen

„Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der dieser Transformationsprozess eine noch nie dagewesene Geschwindigkeit aufnimmt, insbesondere auch durch technische Weiterentwicklungen. Mit unseren Energieförderungen, die wir regelmäßig den aktuellen Entwicklungen und Bedarfen anpassen, wollen wir zusätzlich noch den Turbo zünden.“

Thomas Stelzer und Markus Achleitner

Photovoltaik-Förderung

Im Rahmen des neuen Förderprogramms folgende Maßnahmen vom Land Oberösterreich unterstützt:

  • Statische Berechnungen: Gefördert wird die Untersuchung des bestehenden Tragwerkes sowie die Ausarbeitung von statischen Maßnahmen zur Erhöhung der Tragfähigkeit für die nachträgliche Installation einer netzgeführten Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die maximale Fördersumme beträgt hier 1.500 Euro (bei Unternehmen bis zu 50 Prozent der förderbaren Kosten, bei den anderen bis zu 65 Prozent).
  • Bauliche Maßnahmen: Gefördert werden Baumaßnahmen zur Erhöhung der Tragfähigkeit von bestehenden Gebäuden für die Installation von netzgeführten PV-Anlagen, z.B. die statische Verstärkung des Dachstuhls – werden bei Privatpersonen mit maximal 15.000 Euro gefördert (65 % der förderbaren Kosten) und bei Gemeinden, Vereinen und konfessionellen Einrichtungen mit maximal 100.000 Euro (65 % der förderbaren Kosten).

Bei beiden Punkten erhöht sich bei Gemeinden, Vereinen, konfessionellen Einrichtungen und Privatperson der Fördersatz jeweils um Zehn Prozent, wenn die Sitzgemeinde eine Energiespar- oder Klimabündnis-Gemeinde ist. Außerdem will das Land OÖ künftig die Gründung und Entwicklung von Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEG) unterstützen.

Förderung für E-Auto-Ladestationen

Bis zum Jahr 2025 sollen in Oberösterreich 10.000 öffentliche Ladepunkte für Elektroautos entstehen. Zählt man nicht nur die öffentlichen Ladepunkte, sondern auch private, ist unser Ziel 100.000 Ladepunkte in Oberösterreich bis zum Jahr 2025. Um auch abseits der Ballungsräume und des hochrangigen Straßennetzes eine flächendeckende Ladeinfrastruktur sicherzustellen, hat das Land Oberösterreich ein neues Sonderförderprogramm für die Errichtung von Schnell- und Ultraschnelladestationen aufgelegt. 0,75 Megawatt öffentlich zugängliche Ladeleistung sollen dadurch ermöglicht werden, 500.000 Euro stehen den Gemeiunden dafür zur Verfügung.

60.000 Öko-Jobs bis 2030

Öko-Jobs sind mittlerweile ein wesentlicher Faktor am oberösterreichischen Arbeitsmarkt: Alleine durch die oberösterreichische Energietechnik- und Umwelttechnik-Wirtschaft werden derzeit etwa 30.000 Arbeitsplätze gesichert. Durch das starke Wachstum in diesem Bereich sollen es bis 2030 rund 60.000 sein.

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

In Oberösterreich wurde noch nie so viel erneuerbare Energie genutzt und auch bei der erneuerbaren Wärmeerzeugung gibt es ein „all time high“ – das ist die erfreuliche Bestandsaufnahme, die der Oö. Energiebericht für das Berichtsjahr 2020 liefert. Hier die wichtigsten Eckpunkte:

  • Mit einer Leistung von über 90.000 kW wurden noch nie so viel Photovoltaikanlagen neu errichtet wir letztes Jahr (50 Prozent mehr als im Vorjahr 2019) und bei den Biomassekesseln wurden um 22 Prozent mehr als im Vorjahr (und da gab es schon ein Plus von neun Prozent) errichtet und auch zehn Prozent mehr Wärmepumpen als 2019 wurden installiert.
  • Insgesamt gab es mit Ende 2020 in Oberösterreich mehr als 20.000 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, davon 8.229 reine Elektrofahrzeuge, 12.663 Hybrid-, 551 Erdgas-Fahrzeuge und 8 Wasser- stoff-Fahrzeuge.
  • Der Endenergieverbrauch stieg zwischen 2005 und 2019 bei einem Wirtschaftswachstum von 61 Prozent um lediglich 6 Prozent. Der Ausbau erneuerbarer Energie ist deutlich gestiegen, rund 36 Prozent des Endenergiebedarfs kommen aus Biomasse, Wasserkraft und Sonnenenergie und der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Stromverbrauch ist 80 Prozent.


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