OÖ-Landwirtschaft forciert heimischen Sojaanbau statt Import

Christian Krumphuber, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion, Landwirtschaftskammer OÖ und Landesrat Max Hiegelsberger.
  • Christian Krumphuber, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion, Landwirtschaftskammer OÖ und Landesrat Max Hiegelsberger.
  • Foto: Land OÖ
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OÖ. Mit knapp 15.000 Hektar kalkulieren die Experten: Auf dieser Fläche wird heuer in Oberösterreich Soja angebaut. Tendenz steigend. Soja wird in der Landwirtschaft zur Tierfütterung verwendet, da es eine wichtige Eiweißquelle ist. Derzeit wird allerdings noch 15 Prozent des zur Tierfütterung in Österreich eingesetzen Eiweißes importiert. Alleine für Sojaschrot wies die Statistik Austria 2014 ein Gesamtimportvolumen von 480.000 Tonnen aus. Um unabhängiger vom Weltmarkt sowie den großen Sojaproduzenten Argentinien, Brasilien und USA zu werden, setzt Österreich – und Oberösterreich – seit Jahren Schwerpunkte, um hierzulande Soja zu erzeugen.

„Uns sind die Problematiken rund um die Importe von Eiweiß-Futtermitteln, vor allem die Problematik bezüglich der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit des Sojaimports bewusst. Daraus resultiert die Forcierung des heimischen Anbaus von Eiweißfuttermitteln", sagt Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (ÖVP).

So hat das Land OÖ etwa in den letzten fünf Jahren mehr als 140.000 Euro in die Erforschung und Entwicklung von Eiweißplanzen und deren Alternativen bei der Fütterung investiert. Darüber hinaus wurde die Initiative "Donau-Soja" mitinitiiert. Stark gefördert hat den heimischen Sojaanbau zudem eine Machbarkeitsstudie zur Ausweitung des Sojaanbaus in OÖ, heißt es von Seiten des Landes.
"Wir müssen den vom Land Oberösterreich eingeschlagenen Weg der Forcierung heimischer Soja- und Eiweißpflanzen zur Schließung der Eiweißlücke fortführen und intensivieren. Dazu wird sich das Land Oberösterreich auch weiterhin im Rahmen der GAP-Verhandlungen für den Ausbau der GVO-freien Futtermittelversorgung einsetzen und entsprechende Maßnahmen in Angriff nehmen“, so Hiegelsberger.

Apropos GAP-Verhandlungen (Gemeinsame Agrarpolitik der EU): Da will die Europäische Union in Zukunft auf sogenannten Greening-Flächen die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbieten. Bisher wurde auf diesen Flächen in OÖ vielfach Soja angebaut. Sollte die EU dies beschließen, wird der Soja-Anbauanteil in OÖ sinken, befürchtet Christian Krumphuber, Abteilungsleiter Pflanzenproduktion der Landwirtschaftskammer OÖ.

Autor:

Online-Redaktion Oberösterreich aus Oberösterreich

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