Anzeige

Richtig in Fahrt
Sicher arbeiten mit Gabelstaplern

Sehen und gesehen werden ist für die Sicherheit im betrieblichen Alltag beim Bedienen von Gabelstaplern und elektrischen Ameisen das Um auf Auf. Die Sicht von Staplerfahrer:innen ist durch Fahrerkabine, Hubgerät und die beförderte Last oft eingeschränkt. Moderne Geräte tragen durch Panoramaspiegel, Rückfahrkameras und funkbasierte Positionsbestimmungen von Personen und Fahrzeugen zur Gefahrenerkennung bei. Regelmäßige Sicherheits-unterweisungen wie vor dem erstmaligen Einsatz, nach Unfällen oder Beinaheunfällen erhöhen die Sicherheit.

„Für mehr Arbeitssicherheit setzen wir als AUVA auf Information, Beratung und Schulung. Je besser Fahrer:innen und Arbeitskolleg:innen über Gefahrenbereiche Bescheid wissen, umso leichter lassen sich Unfälle vermeiden. Mit moderner Technik, wie der „eye-tracking Brille“ der AUVA können wir die Blickbewegungen von Staplerfahrer:innen aufzeichnen. Dadurch werden Gefahren sichtbar gemacht. Die gesammelten Daten werten wir mit den Betrieben aus. So können wir Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit gemeinsam erarbeiten. Die Aufzeichnungen verbleiben im Betrieb und können somit zur Sensibilisierung und Unterweisung der Mitarbeiter:innen herangezogen werden“, berichtet Dr. Erhard Prugger, Vorsitzender der AUVA-Landestelle Linz.

Mit dem Sicherheitswissen aus den folgenden fünf Tipps der AUVA-Landesstelle Linz lassen sich Unfälle und Gefahrensituationen vermeiden:

1. Gefahrenpunkte Hallentore

Im Werksverkehr müssen Staplerfahrer:innen häufig zwischen den Betriebshallen und den Außenbereichen hin- und herfahren. Beim Passieren der Hallentore wird die Sicht durch die wechselnden Lichtverhältnisse von hell auf dunkel und umgekehrt für einen kurzen Moment deutlich eingeschränkt. Staplerfahrer:innen müssen die Geschwindigkeit in diesem Bereich anpassen. Kolleg:innen, die im Bereich der Hallentore arbeiten, können ihre Sicherheit durch das Tragen von Warnwesten erhöhen.

2. Achtung: Stapler schert aus

Stapler sind sehr wendig. Das Fahrzeug kann sich nahezu einmal um die Vorderachse herum drehen, Heck und Ladung scheren dabei aus. Besonders bei der Rückwärtsfahrt oder beim Rangieren ergeben sich dadurch mögliche Gefahren. Arbeitskolleg:innen sollten daher immer ausreichend Sicherheitsabstand einhalten und beachten, dass beim Einlagern in Regale die Aufmerksamkeit der Staplerfahrer:innen nach oben gerichtet ist. Die Verkehrswege sollen aus Sicherheitsgründen immer deutlich gekennzeichnet sein, zum Beispiel durch Bodenmarkierungen und dürfen niemals – auch nicht vorübergehend – verstellt werden.

3. Richtig ausgerüstet

Der Fahrerplatz eines Staplers muss mit einem Schutzdach ausgerüstet sein, das den Fahrer bzw. die Fahrerin vor herabfallenden Gegenständen schützt. Ist keine Fahrerkabine vorhanden, muss es ein Rückhaltesystem (Gurt oder Bügeltür) geben, damit die lenkende Person geschützt ist, falls der Stapler umfällt. Für den Transport von losen Teilen ist ein Lastschutzgitter am Lastaufnahmemittel anzubringen. Falls die Verkehrswege im Betrieb nicht ausreichend beleuchtet sind, werden Scheinwerfer und Schlusslichter am Stapler notwendig. Sämtliche Bedienungselemente müssen eine eindeutige Kennzeichnung hinsichtlich ihrer Funktion aufweisen und sollten sich gleichmäßig, ruckfrei und mit geringem Kraftaufwand betätigen lassen. Der Fahrerplatz muss ermüdungsfreies Arbeiten ermöglichen. Dazu trägt ein stoßgedämpfter und schwingungs-isolierter Fahrersitz bei, der sich auf Größe und Gewicht des Fahrers bzw. der Fahrerin einstellen lässt. Sitzfläche und Rückenlehne sollen stufenlos verstellbar und gepolstert sein.

4. Sicherung gegen unbefugte Inbetriebnahme

Die Fahrer:innen von Staplern oder elektrischen Ameisen sind dafür verantwortlich, dass das Gerät nicht von unbefugten Personen in Betrieb genommen werden kann. Daher ist es unbedingt notwendig, dass der Schlüssel abgezogen wird. Moderne Fahrzeuge lassen sich durch schlüssellose Erkennungssysteme freischalten. So ist gewährleistet, dass jede:r Lenker:in mittels elektronischem Chip oder Fingerprint das Geräte in, aber auch außer Betrieb setzen kann. Vor dem Verlassen des Staplers ist die Gabel abzusenken und zur Verringerung der Stolpergefar das Hubgerüst nach vorne zu neigen und so zu verwahren, dass eine unbefugte Inbetriebnahme des Staplers nicht möglich ist. Bei geneigtem Gelände sind Unterlegkeile gegen ein Wegrollen des Gerätes zu verwenden.

5. Sicherheits-Check

Vor Arbeitsbeginn sollten täglich die Sicherheits-, Brems- und Warneinrichtungen kontrolliert werden. Im täglichen Einsatz dürfen die am Tragfähigkeitsschild angegebenen zulässigen Lasten nicht überschritten werden. Lose Teile der Ladung sind zusätzlich zu sichern. Lasten sollten so nahe wie möglich an den Gabelrücken angelegt werden und die Last ist auf beide Gabeln gleichmäßig zu verteilen. Nötigenfalls ist der Gabelzinkenabstand der Last anzupassen. Das Anbringen von Gegengewichten ist verboten.


Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen