Photovoltaik-Strategie
Sonnenstrom soll bis 2030 verzehnfacht werden

Die Dächer des Landes stehen im Fokus der neuen „OÖ. Photovoltaik-Strategie 2030“.
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  • Die Dächer des Landes stehen im Fokus der neuen „OÖ. Photovoltaik-Strategie 2030“.
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Im Bereich erneuerbarer Energien will das Land OÖ in den kommenden Jahren verstärkt auf Photovoltaik-Anlangen setzen. Im Fokus stehen die Dächer.

OÖ. Mit der neuen „OÖ. Photovoltaik-Strategie 2030“ will das Land OÖ „einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und zur Erreichung der Klimaziele leisten“. Zugleich soll „ein starker Impuls“ für die heimische Energietechnologie-Branche gesetzt werden. „Im Bereich der Sonne haben wir noch große Möglichkeiten“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Mit Ende 2019 produzierten 30.000 Photovoltaik (PV)-Anlagen rund 345 Gigawattstunden (GWh) Strom.

Viele Häuslbauer bauen schon PV-Anlagen

Die neue Strategie sieht bis 2030 eine Verzehnfachung auf 3.500 GWh vor. Oberste Priorität soll dabei die PV-Ausstattung von privaten wie betrieblichen Dächer haben, wobei entsprechende Förderungen Anreize bringen sollen, „damit sich die Menschen das auch leisten können“, wie Energie-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) ankündigt. Laut Achleitner haben bereits im vergangenen Jahr rund 85 Prozent der Häuslbauer eine PV-Anlage aufs Dach montieren lassen.

„200.000-Dächer-Programm“

Ziel: 200.000 oö. Dächer sollen bis 2030 Strom liefern, derzeit sind es 100.000. Weiters sollen verbaute Flächen, wie Parkplätze und belastete Flächen, wie Deponien oder Verkehrsrandflächen, und zu guter letzt auch „mindernutzbare“ landwirtschaftliche Böden mit Solarkollektoren ausgestattet werden.

Energie-Landesrat Markus Achleitner und Landeshauptmann Thomas Stelzer.
  • Energie-Landesrat Markus Achleitner und Landeshauptmann Thomas Stelzer.
  • Foto: Land OÖ/Mayrhofer
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Wirtschaftlicher Nutzen

„Photovoltaik-Ausbau bedeutet nicht nur Ökostrom-Ausbau, sondern sichert und schafft auch Arbeitsplätze“, so Stelzer und Achleitner. Alleine Oberösterreichs PV-Branche erziele pro Jahr mehr als 500 Millionen Euro Umsatz und beschäftige mehr als 2.000 Mitarbeiter. Rund 50 Prozent der Wertschöpfung bleiben im Land. „Damit ist der PV-Ausbau auch ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise in Oberösterreich“, unterstreichen Stelzer und Achleitner.

Mit gutem Beispiel voran

Das Land OÖ geht mit gutem Beispiel voran: So sollen im Herbst 2021 zehn PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2,5 GWh auf den Krankenhaus-Dächern der Gesundheitsholding OÖ in Betrieb gehen. Auf den Dächern der Landesregierungs-Gebäude produzieren 98 Anlagen bereits den Strom für umgerechnet 810 Durchschnittshaushalte.

WKOÖ: Kosten für Endkunden?

Die Vertretung der oö. Industrie in der Wirtschaftskammer OÖ begrüßt den PV-Ausbau in OÖ grundsätzlich. Im internationalen Vergleich könne die Strategie einen Wettbewerbsvorteil bringen. Durch die zunehmende Einspeisung von dezentralen Erzeugungsanlagen, wie PV-Anlagen, würde es allerdings zu hohen Belastungen für das Stromnetz und daher auch zu Kosten für den Endkunden kommen. „Daher ist ein besonderes Augenmerk auf die lokale Verwendung der mittels Photovoltaik erzeugten Energie zu legen“, so Ernst Spitzbart, Energiesprecher der Sparte Industrie der WKOÖ.

Die Dächer des Landes stehen im Fokus der neuen „OÖ. Photovoltaik-Strategie 2030“.
Energie-Landesrat Markus Achleitner und Landeshauptmann Thomas Stelzer.

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