Corona-Krise in OÖ
Sparkasse OÖ-Chefin Huber – "Unternehmerisches Umfeld ist angespannt"

Sparkasse OÖ-Vorstandsvorsitzende Stefanie Christina Huber: "Die aktuelle Situation wird an keinem Unternehmen spurlos vorübergehen, da ist keine Branche ausgenommen."
  • Sparkasse OÖ-Vorstandsvorsitzende Stefanie Christina Huber: "Die aktuelle Situation wird an keinem Unternehmen spurlos vorübergehen, da ist keine Branche ausgenommen."
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Die Vorstandvorsitzende der Sparkasse OÖ, Stefanie Christina Huber, spricht im BezirksRundschau-Interview über die Corona-Krise, wie ihr Bankhaus den Kunden zur Seite steht und mit welchen wirtschaftlichen Folgen zu rechnen ist.

BezirksRundschau: Viele Menschen waren zu Beginn verunsichert und haben Bargeld abgehoben. Ist das immer noch so und gibt es weiterhin genug Bargeld?
Huber: Wir haben vor allem zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen vor etwas mehr als zwei Wochen eine erhöhte Bargeldnachfrage bemerkt. Mittlerweile hat sich die Nachfrage wieder auf dem Normalniveau eingependelt. Die Österreichische Nationalbank hat bereits bestätigt, dass genügend Bargeld vorhanden ist, um den Bedarf der Menschen zu decken. Auch seitens der Sparkasse OÖ kann ich hier beruhigen und sagen, dass die Versorgung mit Bargeld seitens der Sparkasse OÖ auch in der aktuell sehr herausfordernden Situation jederzeit gewährleistet ist. Unsere Filialstandorte sind geöffnet und unsere rund 260 Bargeld-Automaten in OÖ und dem westlichen Mostviertel in Betrieb.

Wie stark sind die Kundenanfragen gestiegen?
Generell merken wir erhöhten Informationsbedarf bei unseren Kunden. Unsere Kundenbetreuer sind aktiv mit ihren Kunden in Kontakt getreten, um schon frühzeitig Bedarfe zu erkennen und auch darauf reagieren zu können. Unsere Kunden kontaktieren uns verstärkt telefonisch, vielfach werden Bankgeschäfte online abgewickelt. Das ist sehr positiv und unterstützt den Schutz und die Sicherheit unsere Kunden und Mitarbeiter.

Was raten Sie derzeit Privatkunden bzw. Firmenkunden – etwa bei Krediten? Gibt es etwa die Möglichkeit zur Stundung von Krediten?
Unsere Kunden können sich sicher sein, dass die Sparkasse OÖ an ihrer Seite ist, besonders in schwierigen Zeiten wie wir sie aktuell gerade erleben. Wir empfehlen Ruhe zu bewahren und mit dem Kundenbetreuer Kontakt aufzunehmen. Wir erarbeiten für unsere Kunden individuelle Maßnahmenpakete, zu denen beispielsweise auch die Stundung von Kreditraten gehört. Pauschal kann ich hier jedoch nicht sprechen, hier gilt es jeden Fall einzeln zu bewerten und die bestmögliche Lösung für unsere Kunden zu finden.

Wie kann die Sparkasse derzeit Firmenkunden unterstützen?
Unser Firmenkundenvertrieb ist zu 100 Prozent für mobiles Arbeiten gerüstet. So ist die Kundenbetreuung für unsere Unternehmen im Land auch weiterhin bestens gewährleistet. Viele unserer Kunden sind mit entsprechenden Liquiditätsreserven ausgestattet. Wir sind schon frühzeitig mit unseren Kunden in Kontakt getreten, um über Vorsorge für etwaige Liquiditätsengpässe zu sprechen. Unsere Förderspezialisten sind hier gemeinsam mit den Kundenbetreuern im Einsatz, um unsere Kunden umfassend zu unterstützen. Wir setzen hier sehr stark auf die von der Bundesregierung aufgesetzten Maßnahmenpakete zur Stützung der Wirtschaft auf.

Wie ist die Stimmung bei den Firmenkunden?
Unsere Unternehmenskunden beobachten die Entwicklungen rund um Corona sehr genau, das unternehmerische Umfeld ist angespannt. Das ist auch bei unseren Kunden spürbar.

Was erwarten Sie, wenn die Maßnahmen gelockert werden? Müssen wir uns auf eine Rezession einstellen, oder wächst die Wirtschaft rasch wieder?

Vieles hängt davon ab, wie lange die Periode der Ausgangsbeschränkungen andauern wird bzw. wann wieder Normalbetrieb für die Unternehmen im Land eintreten kann. Die aktuelle Situation wird an keinem Unternehmen spurlos vorübergehen, da ist keine Branche ausgenommen. Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass es zu einer doch erheblichen Eintrübung der Konjunktur kommen wird.

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