VKB-Generaldirektor Christoph Wurm warnt vor der Krypto-Blase

VKB-Generaldirektor Christoph Wurm
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Ein „solides nachhaltiges Ergebnis“ erzielte die VKB-Bank im vergangen Geschäftsjahr 2017. Die Konjunktur springe spürbar an, so Generaldirektor Christoph Wurm. Zu verdanken sei das zu einem guten Teil der starken oberösterreichischen Exportwirtschaft. Mittelständische Unternehmen haben fleißig in Maschinen und Fahrzeuge investiert – macht ein Plus von 43 Prozent im Leasinggeschäft der VKB und ein setzt ein Zeichen für den positiven Wirtschaftsausblick 2018. Das Betriebsergebnis der oberösterreichischen Bank wurde durch die Rückzahlung von Negativzinsen an die Kreditkunden (4,5 Millionen Euro) beinahe um ein Drittel geschmälert. Auf den Gewinn wirkte sich das nicht ganz so stark aus – 9 Millionen Euro entgegen 10,1 im Jahr davor. Auch die Kernkapitalquote konnte annähernd gehalten werden (-0,4 Prozent). „Grundvoraussetzung für Sicherheit und Stabilität“, so ein Kredo der VKB, sei „ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Einlagen und Ausleihungen“ – und das konnte man gut erfüllen: 2,36 Milliarden Euro Einlagen stehen 2,21 Milliarden Ausleihungen gegenüber. Das ergibt ein Geschäftsvolumen von 4,58 Milliarden Euro.

Die Krypto-Blase

Keine guten Worte findet Wurm zum Thema Kryptowährungen. Das Konzept solcher Zahlungsmittel – prominentestes Beispiel unter mittlerweile vielen ist der Bitcoin – sei mit den Grundsätzen einer Regionalbank nicht vereinbar. „Bitcoin hat keinen inneren Wert“, meint Wurm, „aus unserer Sicht, eine klassische Blase“. Das erstarken von Kryptowährungen führe außerdem zu einem erhöhten Aufkommen an Cyberkriminalität. Als Anlageform erhalten Bitcoin und Co. eine klare Absage von Wurm. Es gäbe aber durchaus Kunden, die das Thema beschäftigt und Aufklärung sei dabei sehr wichtig, da Kryptowährungen eben keine gute Möglichkeit seien, schnell an viel Geld zu kommen – der Vergleich mit Glücksspiel steht im Raum.

Ende der Niedrigzinspolitik?

Zuversichtlich ist Wurm ob der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2018. Gründe dafür sind unter anderem die steigende Nachfrage nach Unternehmensfinanzierungen und im Leasinggeschäft sowie Signale in Richtung Ende der EZB-Niedrigzinspolitik. Die VKB Bank hat zurzeit rund 110.000 Kunden (+1.000) und 480 Mitarbeiter in 34 Filialen.

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