Weniger Plastik am Sportplatz
18 Fußballvereine setzen auf Mehrwegbecher

Stellen den Einwegbecher ins Abseits: David und Michael vom ASKÖ Kobersdorf
  • Stellen den Einwegbecher ins Abseits: David und Michael vom ASKÖ Kobersdorf
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  • hochgeladen von Franz Tscheinig

Geförderte Mehrwegbecher sollen Plastikmüll auf den Sportplätzen vermeiden – die Taktik geht auf

KOBERSDORF/RAIDING. Mit der Aktion „Stell den Einwegbecher ins Abseits“ werden burgenländische Fußballvereine seit Herbst beim Umstieg von Einweg- auf Mehrwegbecher finanziell unterstützt: Das Land und der Müllverband übernehmen 50 Prozent der Mehrwegbecher-Kosten. Grund genug für 18 Vereine aus dem Bezirk, die Einwegbecher ins Abseits zu stellen.

"Hat sich gut ergeben"

Obwohl man das beim ASKÖ Kobersdorf eigentlich schon vor langer Zeit getan hat: "Wir verwenden schon seit 15 Jahren Mehrwegbecher, aber da diese schon Abnutzungsspuren hatten, hat sich die Aktion jetzt gut ergeben", berichtet Funktionär Michael Steiner. Zusätzliche Plastik-Einwegbecher habe man bis jetzt immer nur bei Vereinsfesten verwendet, bei Heimspielen aber so gut wie nie. "Es gibt keinen Mehraufwand für das Personal, das Waschen der Becher funktioniert gut und am Ende kommen uns die Mehrwegbecher billiger, denn wenn die zehn Jahre halten, haben wir schon gewonnen", erklärt Steiner, der es schön findet, dass keine Plastik-Einwegbecherl mehr über den Rasen fliegen. 

"Müllvermeidung im Vordergrund"

Auch beim ASK Raiding waren die alten Mehrwegbecher schon in die Jahre gekommen. "Wir haben daher die Chance genutzt, bei der Aktion teilzunehmen und diese zu unterstützen", erklärt Obmann Christian Zimmer. Wie viele Plastik-Einwegbecher früher am Raidinger Sportplatz pro Heimspiel gebraucht wurden, sei schwer zu sagen, "jedenfalls haben wir durch die Mehrwegbecher eine Plastikreduktion von rund 40 Prozent geschafft und das ist schon ein beträchtlicher Anteil", so Zimmer. Zusätzlich hat der ASK Raiding vor einem Jahr auch die Plastikteller durch Mehrwegteller ersetzt, "um auch da Plastikmüll zu vermeiden". Dass die Mehrwegbecher dem Verein am Ende billiger kommen sei dabei gar nicht so wichtig: "Der finanzielle Aspekt steht für mich persönlich gar nicht so im Vordergrund, sondern die Müllvermeidung."

Umweltbewusstsein schaffen

Tatsächlich will die für die Aktion verantwortliche LR Astrid Eisenkopf ein positives Image für Plastikvermeidung und Umweltbewusstsein schaffen: „Die Fußballvereine sind der perfekte Partner. Denn sie sind ein Paradebeispiel für das Ehrenamt und daher wichtige Multiplikatoren für den bewussten Umgang mit der Umwelt. Zudem sind die Obfrauen und Obmänner oder auch die Fußballer Vorbilder für unsere Jugend. Das wollen wir nutzen, um natürlich auch die junge Generation für einen bewussten Umgang mit Umwelt und Natur zu sensibilisieren.“ Weiters sei bei der Vielzahl der Fußballspiele, Trainings oder Feste der Bedarf da. Außerdem sei es gerade Fußballvereinen oft aus sicherheitspolizeilichen und veranstaltungstechnischen Vorschriften nicht möglich, einfach auf Glas umzusteigen.

Die teilnehmenden Vereine aus dem Bezirk:
ASK Horitschon-Unterpetersdorf
ASK Raiding
ASKÖ Kobersdorf
ASKÖ Neutal
ASKÖ Stoob
ASKÖ Weppersdorf
FC Deutschkreutz
SC Dörfl
SC Großwarasdorf/Nebersdorf
SC Kroatisch Minihof
SC Nikitsch
SC Piringsdorf
SV Draßmarkt
SV Lackenbach
SV Markt St. Martin
SV Oberloisdorf
SV Steinberg
USC Pilgersdorf

Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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