An die hundert Hühner von Fuchs in Salmannsdorf gerissen

In Salmannsdorf wird man das berühmte Lied wohl umtaufen müssen in "Fuchs du hast das Huhn gestohlen".
7Bilder
  • In Salmannsdorf wird man das berühmte Lied wohl umtaufen müssen in "Fuchs du hast das Huhn gestohlen".
  • Foto: Victoria Renner
  • hochgeladen von Karin Vorauer

SALMANNSDORF (kv). Jäger Kurt Kappel vermutet dahinter eine Fähe, sprich eine Füchsin, die in den Hühnern von Salmannsdorf die perfekte Futterquelle für ihre Jungen gefunden hat. "Ungwewöhnlich finde ich nur den Zeitpunkt, so etwas kommt meines Wissens eher im Herbst vor, wenn die Jungtiere anfangen zu jagen und noch keine so große Scheu vor Menschen haben", sagt Ursula Korner von der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf.

Keinerlei Scheu

"Der Fuchs kommt am hellichten Tag, meist zwischen 11 und 14 Uhr und hüpft einfach über 1,80 Meter hohe Zäune", erzählt Victoria Renner. Seit Monaten treibt er im Dorf schon sein Unwesen, mehrere dutzend Hühner gehen auf sein oder ihr Konto. "Unsere Hühner sind für uns mehr Haus- als Nutztiere, einige stammen von Ausstellungen. Mir persönlich geht es hier nicht um einen finanziellen Schaden. Wir haben die Hühner sogar einige Tage liegen gelassen in der Hoffnung, den Fuchs zu erwischen, aber er kam nicht mehr zurück", so Renner weiter.

Durchaus üblich

Bezirksjägermeister Kurt Kappel kennt das Problem, es sei durchaus nicht ungewöhnlich, dass Füchse sich ihr Futter bei den Meschen holen. Als Jäger sei er jedoch nicht befugt, hier etwas zu unternehmen oder gar das Wild zu schießen. Eine Krankheit läge augenscheinlich nicht vor, hiefür gäbe es keinerlei Anzeichen. "Zuerst reißt er die Hühner und dann kommt er zurück und nimmt sich eines nach dem anderen mit", erklärt der Jäger die Vorgehensweise. Für die Menschen bestehe keine Gefahr. "Meine Nachbarin hat den Fuchs auf frischer Tag erwischt, weil ihr Hund angeschlagen hat, doch weder Klatschen noch lautes Schreien hat den Fuchs verjagt. Er kennt keinerlei Scheu", so Victoria Renner.

Im Blutrausch

Die ebenfalls betroffene Christa Stifter hegt sogar die Vermutung, dass es sich um mehrere Füchsinnen handelt. "Mittlerweilte hat er sich schon 23 Hühner, 2 Hähne und zwei Gänse von mir geholt geholt. Im ganzen Dorf sind es fast schon 100 tote Hühner. Abgesehen davon, dass mir meine Tiere sehr am Herzen liegen, ist es auch schwierig, um diese Zeit neue Hühner zu bekommen. Neue Gänse waren gar nicht aufzutreiben. Doch jetzt bin ich froh darüber, wären auch die nicht alt geworden", beklagt Stifter.
Der Fuchs überwinde alle Hindernisse und töte in einem wahren Blutrausch alle Hühner vor dem Stall, die meisten lasse er sogar liegen.

An die Behörden wenden

Wie die Betroffenen am Ende mit der Situation umgehen sollen ist unklar. Rechtliche Einzelheiten kennt Ursula Korner vom Referat für Natur-, Tier- und Umweltschutz. "Laut aktuellem Jagdgesetz ist es Eigentümern von Häusern oder Gehöften nach § 107 Abs. 5 gestattet, Steinmarder, Füchse und andere Wildtiere auf ihrem Hof zu fangen, zu töten oder sich anzueignen. Auf solchen ruhenden Jagdgebieten dürften Jäger nur eingreifen mit der ausdrücklichen Zustimmung des Eigentümers. Aber auch bei Zustimmung obliegt es dem Jäger zu entscheiden, ob dies auch wirklich gefahrlos möglich ist und welche Handlungen vertretbar sind", so Ursula Korner.

Humane Lösung finden

Bei allem Ärger darf nicht vergessen werden, dass irgendwo kleine Füchse auf ihre Mama warten könnten und hunger haben. Vielleicht können die Betroffenen gemeinsam eine humane Lösung finden. Wünschenswert wäre hier auch eine Unterstützung von der Jägerschaft.
Vielleicht gibt es auch Tricks, die Zäune 'fuchssicher' zu machen oder sämtliche Hühner für eine gewisse Zeit wegsperren, damit der Fuchs oder die Füchse nicht mehr wiederkommen.

Autor:

Karin Vorauer aus Oberwart

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.