Emmerich Schedl aus Oberloisdorf ging drei Mal den Jakobsweg – zuletzt mit 64 Jahren.
"Aufgeben war nie eine Option!"

Emmerich Schedl auf Pilgerreise am Jakobsweg.
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  • Emmerich Schedl auf Pilgerreise am Jakobsweg.
  • Foto: Schedl
  • hochgeladen von Ingrid Ruf

OBERLOISDORF. „Der Jakobsweg fängt daheim bei der Küchentür an, du musst den Willen dazu haben und den Glauben an dich selbst.“ Emmerich Schedl ist drei Mal den Jakobsweg gegangen, das erste Mal 860 km von Frankreich nach Santiago, das zweite Mal 650 km von Lourdes über die Pyrenäen und beim dritten Mal von Burgos nach Fatima 1.000 km, da war er bereits 64 Jahre alt. Zwischen drei und fünf Wochen dauerten seine Pilgerreisen, die „man nur alleine gehen kann“, erzählt er.

Pilgerreise schwer zu erklären

„Eine Pilgerreise ist schwer zu erklären, man muss es erlebt haben, es hat mir genau das gebracht was ich wollte.“ Unterwegs traf er immer wieder jemanden zum Plaudern, er hat in Herbergen geschlafen und keine Kirche auf dem Weg ausgelassen. Beim ersten Mal schleppte er noch 14,5 Kilo Gepäck mit, es wurde immer weniger, bei der letzten Reise waren es nur noch 7 Kilo, „man braucht viel weniger als man glaubt“. Im Schnitt ist er 25 bis 30 Kilometer pro Tag gegangen, immer zielgerichtet, denn „aufgeben war nie eine Option für mich“.

Vorbereitung

Es klingt so einfach. Er erzählt, er hat als Vorbereitung „den Hund genommen und ich bin losgegangen.“ Und wenn er kann, dann geht er wieder. „Ja, dafür muss man schon irgendwie verrückt sein!“ Emmerich Schedl wird heuer 70 Jahre alt!

Mit "Piringerin" verheiratet

„Ja, meine Liesi ist eine waschechte Piringerin,“ lacht er. Mit ihr hat er drei erwachsene Kinder. Er selbst ist in Oberloisdorf geboren und zur Schule gegangen. „Damals noch 8 Jahre in die Volksschule und gleich danach zur Lehre, ein Poly gabs noch nicht.“

Spaß an Hobbys

In Oberloisdorf findet man ihn überall, er ist seit 52 Jahren Aktiver bei der Feuerwehr und derzeit Hauptlöschmeister. Er ist außerdem Obmann des Seniorenbundes, organisiert Feste und Reisen, fährt mit den Senioren auf Konzerte.
„Ich habe viele Hobbys, ein Hobby muss Spaß machen.“ Viel Spaß macht ihm  auch das Verarbeiten von Obst zu Likören und Schnäpsen, ca. 30 verschiedene Sorten stellt er her. 
Und am Sonntagvormittag trifft man ihn auch mal beim Frühschoppen im Dorfgemeinschaftshaus von Oberloisdorf. „Ferdl“ Koo und Walter Schermann bewirten dort die Gäste und haben ein Schmuckstück aus dem alten Feuerwehrhaus gemacht, ein hübsches Dorfmuseum ist dort entstanden.

Fischteich

„Mein Rückzugsort ist der Fischteich, dort hab ich eine Hütte und erfreu mich an vielen Blüten und Sträuchern!“ Auch die Senioren lädt er zwei Mal im Jahr dorthin ein, eine Ruheoase mitten im Wald. „Wenn ich nach einem anstrengenden Arbeitstag in Wien zum Fischteich gefahren bin, konnte ich hier runterkommen und den Tag vergessen.“ Und neue Kraft tanken für eines seiner vielen Hobbys.

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