Interview mit dem Zivildiener des Jahres aus Markt St. Martin
"Durfte Trost spenden und motivieren"

Niklas Puecker vom Haus St. Peter in Oberpullendorf ist Zivildiener des Jahres.
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  • Niklas Puecker vom Haus St. Peter in Oberpullendorf ist Zivildiener des Jahres.
  • Foto: BMLRT/Paul Gruber
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Niklas Puecker vom Pflegeheim Oberpullendorf St. Peter wurde, gemeinsam mit David Berghofer, als Zivildiener des Jahres 2020 im Burgenland ausgezeichnet. Wir haben mit Niklas Puecker aus Markt St. Martin über seine Entscheidung für den Zivildienst, zukünftige Berufspläne und ehrenamtliche Tätigkeiten gesprochen. 

BEZIRKSBLÄTTER: In welchem Zeitraum haben Sie Ihren Zivildienst im Pflegeheim Oberpullendorf absolviert?
NIKLAS PUECKER: Vom 01. August 2020 bis 30. April 2021.

Warum Zivildienst und nicht Bundesheer? 
Für den Zivildienst in einem Pflegeheim habe ich mich gerade deswegen entschieden, weil die ältere Generation für mich etwas ganz besonderes darstellt und man gerade bei ihnen nicht vergessen darf, dass sie viel Lied und Krieg hautnah erfahren haben. Daher wollte ich ihnen durch meine Tätigkeit als Zivildiener etwas zurückgeben.

Was hat Ihnen besonders große Freude in der Arbeit mit den Menschen im Pflegeheim bereitet?
Durch meinen vielfältigen Aufgabenbereich hatte ich sehr viel Kontakt mit den Bewohnern und deren Angehörigen als auch den Mitarbeitern, wodurch ich viele Anknüpfungspunkte hatte, bei denen ich sehr positive Erfahrungen sammeln konnte. Dabei hat mir am meisten Freude, der Umgang mit den Bewohner als auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern gemacht. Es war für mich sehr ergreifend zu sehen wie groß die Dankbarkeit der Bewohner ist, wenn man ihnen Zeit widmet, ihnen zuhört oder miteinander lacht. Auf der anderen Seite konnte ich ihnen Trost spenden und sie motivieren konnte, wenn sie traurig waren und somit ihr Wohlbefinden steigern. Besonders rührend war, dass einige Bewohner mich vermisst und auf mich gewartet haben, wenn ich ein paar Tage nicht im Dienst war oder das sie bestimmte Wünsche wie das Machen des Bettes nur ausschließlich von mir erledigt haben wollten. Ganz besonders hervorzuheben ist aber, dass ich so gut im Team und im ganzen Pflegeheim integriert wurde, dass ein gewisses „Familiengefühl“ entstanden ist und ich sogar noch heute in engem Kontakt mit den Mitarbeitern und den Bewohnern bin.

Gibt es ein besonders schönes Erlebnis? 
Meiner Meinung nach kann man die vielen Erfahrungen, die ich gesammelt habe, nicht auf ein einzelnes Erlebnis reduzieren, sondern vielmehr habe ich durch die gesamte Zeit im Zivildienst erlebt, dass schon allein das Erfüllen kleiner Wünsche und die Zuwendung sehr viel bei den Bewohnern bewirken kann. Mir hat es viel Freude bereitet, dass ich zu den Bewohnern als auch den Mitarbeitern eine enge zwischenmenschliche Beziehung aufbauen konnte und ich ihnen durch meine Arbeit ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Besonders viel hat mir bedeutet, dass ich in der COVID-19-Pandemie, wo auch Besucher nicht so oft kommen konnten, für die Bewohner da sein konnte und somit auch einen Beitrag leisten konnte, wo jede helfende Hand benötigt wurde.

Wie sehen Ihre zukünftigen Berufspläne aus? 
Vor kurzem habe mich dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien begonnen und verfolge daher den Berufswunsch, Richter oder Staatsanwalt zu werden.

Welche Hobby verfolgen Sie in Ihrer Freizeit? 
Ich bin ein Familienmensch und verbringe daher viel Zeit mit Unternehmungen mit ihnen. Außerdem halte ich mich gerne in der freien Natur auf und bin vielfältig interessiert, sodass ich daher auch gerne lese.

Sind Sie auch Ehrenamtlich tätig oder haben Sie das vielleicht zukünftig vor? 
Unmittelbar nach Absolvierung des Zivildienstes habe ich den Kontakt zu den Bewohnern und den Mitarbeitern aufrecht gehalten und war bis zum Studienbeginn ehrenamtlicher Mitarbeiter und werde das Pflegeheim natürlich auch in Hinblick auf den Studienplan weiterhin regelmäßig besuchen.

Niklas Puecker vom Haus St. Peter in Oberpullendorf ist Zivildiener des Jahres.
"Mir hat es viel Freude bereitet, dass ich zu den Bewohnern als auch den Mitarbeitern eine enge zwischenmenschliche Beziehung aufbauen konnte", so Niklas Puecker.

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